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Trumps Kandidatin für UN-Botschafterposten zieht sich zurück

Die Kandidatin für das Amt der UN-Botschafterin der USA, Heather Nauert, hat überraschend ihre Bewerbung zurückgezogen. Das erklärte Nauert in einer schriftlichen Mitteilung des US-Außenministeriums.



Heather Nauert
Heather Nauert war Moderatorin bei Fox News, bevor sie Sprecherin des im US-Außenministerium wurde.   Foto: Alex Brandon/AP

Die US-Vertretung in Berlin dementierte inzwischen einen Bericht, nach dem Botschafter Richard Grenell stattdessen neuer UN-Botschafter der USA werden soll.

Nauert nannte familiäre Gründe für ihre Entscheidung. Die 49-Jährige betonte, sie sei dankbar für das Vertrauen, das US-Präsident Donald Trump und Außenminister Mike Pompeo in sie gesetzt hätten. Die vergangenen zwei Monate seien für ihre Familie jedoch sehr aufreibend gewesen. Daher ziehe sie im Interesse ihrer Familie ihre Kandidatur zurück. Konkreter wurde sie nicht.

Mehrere US-Medien berichteten, Grund für Nauerts Rückzug sei vielmehr ein Detail aus ihrer Vergangenheit gewesen: Demnach habe Nauert vor Jahren ein Kindermädchen beschäftigt, das ihr Gehalt aber nicht versteuert habe. Aus Angst vor Komplikationen im Nominierungsprozess wegen dieses Falls habe Nauert entschieden, sich selbst aus dem Rennen zu nehmen, hieß es in den Berichten.

Nauert, früher Moderatorin beim Trump nahe stehenden Fernsehsender Fox News, hatte in den vergangenen zwei Jahren als Sprecherin im US-Außenministerium gearbeitet - zunächst unter Rex Tillerson, danach unter Pompeo. Vor etwa zwei Monaten, Anfang Dezember, hatte Trump angekündigt, sie nach dem Rückzug von Nikki Haley zur neuen UN-Botschafterin zu ernennen. Die Personalie hätte vom US-Senat noch bestätigt werden müssen. Zu dem offiziellen Nominierungsprozess im Kongress kommt es nun aber nicht. Haley hatte im vergangenen Oktober angekündigt, ihren Posten bei den Vereinten Nationen aus persönlichen Gründen zum Jahresende abzugeben.

Der «Tagesspiegel» berichtete, US-Botschafter Grenell solle nun den vakanten Posten in New York übernehmen. Dies wurde jedoch von der US-Vertretung in Berlin zurückgewiesen. «Wir haben den Bericht gesehen. Da ist absolut nichts Wahres dran», sagte ein Sprecher am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur. Grenell war in New York von 2001 bis 2008 Kommunikationsdirektor für vier US-Botschafter.

Grenell ist als US-Botschafter in Berlin wegen seines Auftretens nicht unumstritten. Zuletzt hatte der 52-Jährige deutschen Unternehmen, die an der neuen deutsch-russischen Erdgas-Trasse durch die Ostsee, Nord Stream 2, beteiligt sind, unverhohlen mit Sanktionen gedroht. Zudem kritisierte er den europäischen Mechanismus zum Schutz europäischer Unternehmen vor den Iran-Sanktionen der USA als «Missachtung» der US-Politik. Schon zuvor hatte Grenell mehrfach mit Handlungsanweisungen an Verbündete gegen die diplomatische Etikette verstoßen. Seit Mai 2018 ist der Vertraute von US-Präsident Donald Trump Botschafter in Berlin.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
17. 02. 2019
19:11 Uhr

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17. 02. 2019
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