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Verteidigungsministerin von der Leyen in Westafrika

Mit zwei Einsätzen bemüht sich die Bundeswehr um eine Stabilisierung Malis. Die internationale Gemeinschaft will islamistische Milizen zurückdrängen und zugleich die Transitwege für illegale Migration unter Kontrolle bringen. Von der Leyen besucht die Region.



Von der Leyen im Niger
Von der Leyen übergibt ihrem nigrischen Amtskollegen Kalla Moutari den symbolischen Schlüssel für 53 LKW.   Foto: Michael Kappeler

Der Kampf gegen islamistischen Terror in der Sahel-Region kann nach Einschätzung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nur mit internationaler Zusammenarbeit gewonnen werden.

Zum Auftakt einer Reise nach Westafrika sagte die CDU-Politikerin der Regierung des Niger weitere Unterstützung zu, bevor sie weiter ins benachbarte Mali flog. Der Minusma-Einsatz in Mali gehört zu den größten Missionen der Vereinten Nationen. Der Norden Malis war 2012 nach einem Militärputsch vorübergehend in die Hände islamistischer und anderer Rebellengruppen geraten.

In Niamey, der Hauptstadt Nigers, eröffnete sie am Sonntag ein neu errichtetes deutsches Camp. Die Bundeswehr unterhält dort einen Luftransportstützpunkt, der ein Beitrag Deutschlands zum UN-Einsatz Minusma in Mali ist. Über den Luftransportstützpunkt werden Menschen und Material ein- und ausgeflogen, zudem wird die Versorgung von Verwundeten sichergestellt.

«Ihr Land ist uns ein wertvoller, zuverlässiger und entschlossener Partner im Kampf gegen Terrorismus, organisierte Kriminalität und illegale Migration in der Region», sagte von der Leyen bei einem Treffen mit ihrem Kollegen Kalla Moutari. Sie übergab die ersten von insgesamt 53 Militärlastwagen für die nigrische Armee.

In Mali ist eine mehr als 15.000 Mann starke Truppe stationiert, die Waffenruhevereinbarungen und vertrauensbildende Maßnahmen unterstützen soll. Darunter sind nach Angaben der Bundeswehr etwa 850 deutsche Soldaten. Für die Bundeswehr ist die UN-Mission knapp hinter Afghanistan der zweitgrößte Auslandseinsatz, er gilt als ihr gefährlichster.

Seit 2013 läuft auch eine EU-Ausbildungsmission (EUTM Mali) für malische Sicherheitskräfte und die regionale Einsatzgruppe G5-Sahel (Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso, Tschad). An dem EU-Einsatz sind derzeit knapp 600 Soldaten beteiligt, Deutschland stellt rund 150 davon. Ziel der Ausbildungsmission ist es, die malischen Streitkräfte in die Lage zu versetzen, selbst die Sicherheit in dem Land gewährleisten zu können.

Unabhängig davon kämpft Frankreich in der Sahelzone mit der rund 4500 Soldaten starken Militäroperation «Barkhane» gegen islamistische Terroristen. Viele der Extremisten, die sich in den Weiten der Sahara verstecken, haben der Terrororganisation Al-Kaida die Treue geschworen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
12. 11. 2018
06:50 Uhr

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