Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: 54. Hofer Filmtage75 Jahre FrankenpostCoronavirusJubiläumsgewinnspielBlitzerwarner

Brennpunkte

Viele Tote durch Fluten in Afghanistan

Nach den verheerenden Sturzfluten in der afghanischen Provinz Parwan sterben in der zweiten Nacht in Folge viele Menschen. Die Behörden müssen an vielen Orten gleichzeitig Hilfe leisten.



Sturzfluten in Afghanistan
Soldaten und Einheimische suchen nach den schweren Überschwemmungen in der Provinz Parwan nördlich von Kabul nach Verschütteten.   Foto: Rahmat Gul/AP/dpa

Kabul (dpa) - In Afghanistan sind einen Tag nach den verheerenden Sturzfluten in der Provinz Parwan erneut Menschen durch Überschwemmungen ums Leben gekommen. In der Nachbarprovinz Kapisa nordöstlich der Hauptstadt Kabul starben mindestens 13 Bewohner, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte.

Die Opferzahlen könnten noch steigen, viele Menschen würden unter Erdmassen vermisst. Insgesamt starben seit Mittwoch mehr als 150 Menschen in 13 von Fluten betroffenen Provinzen, wie ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde während einer Pressekonferenz sagte.

Besonders stark betroffen war die Provinz Parwan nördlich der Hauptstadt Kabul. In der Nacht zum Mittwoch wurden hier durch plötzliche Überschwemmungen rund 100 Menschen in den Tod gerissen. Die Sturzfluten hinterließen eine Schneise der Verwüstung. Auch am Donnerstag suchten Helfer unter den Erdmassen immer noch nach Opfern. 

Bereits am Mittwoch wurde klar, dass die lokalen Behörden weitere Hilfe benötigen. Unterstützt werden sie von der Armee, die am Mittwoch in die Provinz geschickt wurde. Soldaten verteilten Hilfs- und Lebensmittelpakete an die betroffenen Familien. Auch in anderen Provinzen forderten die Behörden Unterstützung aus Kabul.

Die Fluten treffen die von Konflikten geplagte Bevölkerung schwer, die bereits unter gestiegenen Lebensmittelpreisen in Folge der Corona-Pandemie leidet. Mehr als 14 Millionen Menschen sind laut UN auf humanitäre Hilfe angewiesen. Trotz geplanter Friedensgespräche zwischen der Regierung und den islamistischen Taliban geht der Konflikt im Land weiter.

Die Überschwemmungen erinnern an die schweren Sturzfluten in Afghanistan im Frühjahr 2019. Mehr als 10.000 Häuser wurden damals laut dem UN-Nothilfebüro Ocha zerstört, rund 180.000 Menschen waren von den Fluten betroffen.

© dpa-infocom, dpa:200827-99-327853/2

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 08. 2020
11:39 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Debakel Deutsche Presseagentur Hochwasser und Überschwemmung Katastrophenschutzbehörden Naturkatastrophen Opferzahlen Parwan Polizeisprecher Soldaten Taliban Verwüstung Öffentliche Behörden
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Sturzfluten in Afghanistan

26.08.2020

«Dunkelheit und Angst»: Sturzfluten in Afghanistan

Viele Bewohner in der afghanischen Provinz Parwan hatten keine Chance, dem Tod zu entkommen. Mitten in der Nacht kamen die Sturzfluten. Allmählich wird den Helfern das Ausmaß der Katastrophe klar. » mehr

Waldbrände und Dürre

13.10.2020

UN: Wetter- und klimabedingte Katastrophen fast verfünffacht

Stürme, Dürren, Überschwemmungen, extreme Temperaturen, Erdrutsche und Waldbrände: Es gibt immer mehr schwere wetter- und klimabedingte Naturkatastrophen. Seit den 70er Jahren ist ihre Zahl fast auf das Fünffache gestieg... » mehr

Sirene

07.09.2020

Deutschland übt den Notfall - Landesweiter Warntag

Am Donnerstag, ab 11 Uhr, heulen in Deutschland die Sirenen. Grund zur Sorge besteht aber nicht, es ist nur ein Probealarm am ersten landesweiten Warntag. Ziemlich viel Aufwand - wofür eigentlich? » mehr

Luftverschmutzung

15.09.2020

Brände verwüsten den Westen der USA

Seit Wochen steht der Westen der USA in Flammen, nun macht sich US-Präsident Trump in Kalifornien ein Bild von den verheerenden Waldbränden. Dabei stellt er den Klimawandel weiter in Frage. » mehr

Dauerregen in Bayern

04.08.2020

Hochwasser nach Dauerregen in Südbayern stärker als erwartet

Dauerregen am Alpenrand lässt die Flüsse rasch anschwellen, viel schneller und höher als gedacht. Eine der wichtigsten Autobahnen Bayerns steht unter Wasser. An anderer Stelle rutscht ein Hang ab. » mehr

Studie zu ökologischen Bedrohungen und Klimaflüchtlingen

09.09.2020

Lebensraum von einer Milliarde Menschen im Jahr 2050 bedroht

Klimawandel, Kriege und andere Krisen werden Prognosen zufolge in den nächsten Jahrzehnten viele Länder der Erde fast unbewohnbar machen. Schon heute wird in Europa heftig über Migration gestritten. Doch die Lage dürfte ... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Dachstuhlbrand in Helmbrechts Helmbrechts

Dachstuhlbrand in Helmbrechts | 24.10.2020 Helmbrechts
» 24 Bilder ansehen

Premierenfeier Theater Hof

Premierenfeier Theater Hof | 26.09.2020 Hof/Selb
» 14 Bilder ansehen

Selber Wölfe - Black Dragons Erfurt 3:2 n.P. Selb

Selber Wölfe - Black Dragons Erfurt 3:2 n.P. | 23.10.2020 Selb
» 47 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 08. 2020
11:39 Uhr



^