Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Jubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

Brennpunkte

Volkmarsen: Ermittlungen «ein Stück weit ein Puzzle»

«Es ist ein Stück weit ein Puzzle» - so die Staatsanwaltschaft zur Suche nach den Motiven des Verdächtigen von Volkmarsen. Doch er soll mit Absicht gehandelt haben - daher der Haftbefehl wegen versuchten Mordes.



Gottesdienst
Kerzen stehen nach dem ökumenischen Gottesdienst an der Kirche St. Marien. Am Vortag war 29-Jähriger mit seinem Auto in einen Karnevalsumzug gerast.   Foto: Swen Pförtner/dpa

Auf der Suche nach dem Motiv des Mannes, der beim Rosenmontagszug im nordhessischen Volkmarsen absichtlich in eine Menschenmenge gefahren sein soll, untersuchen die Ermittler Umfeld und Vorleben.

«Wir fokussieren uns auf Motiv und Auslöser der Tat», sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. «Es ist ein Stück weit ein Puzzle.»

Auch Datenträger würden ausgewertet. «Wenn harte Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir uns äußern», hieß es am Mittwoch. Zwischenstände zu einzelnen Ermittlungsabschnitten solle es aber nicht geben - auch weil neue Erkenntnisse immer die Bewertung ändern könnten. Ermittelt wird in alle Richtungen - dabei schließe man auch einen politischen Hintergrund nicht aus.

Zuvor hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtet, dass die Ermittler derzeit von einer Art Amokfahrt ausgehen. Der 29-jährige Deutsche aus Volkmarsen war demnach am Rosenmontag absichtlich in eine Menschenmenge gefahren. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, darunter auch 20 Kinder.

Man werfe dem mutmaßlichen Täter vor, «dass er sein Fahrzeug bewusst in die Menschenmenge steuerte, um Menschen zu töten und schwer zu verletzen», sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Man gehe «von versuchtem Mord, gefährlicher Körperverletzung und einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr aus».

Ein Richter hatte gegen den Tatverdächtigen am Dienstagabend Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Der Mann war zunächst nicht vernehmungsfähig gewesen. Zu seinem Gesundheitszustand machten die Ermittler keine weiteren Angaben.

Auch am Mittwoch konnten sich Betroffene noch an ein Informationszentrum der Polizei im Rathaus der Kleinstadt Volkmarsen wenden. Von diesem Donnerstag an werde eine Anlauf- und Betreuungsstelle für Opfer und Zeugen bei der Polizeistation in Bad Arolsen eingerichtet, teilte die Polizei mit. Außerdem sei weiterhin ein Callcenter für Fragen und Hinweise aus der Bevölkerung eingerichtet. Die Opferschutzorganisation Weißer Ring sagte Unterstützung zu. Man helfe auch mittel- und langfristig, etwa bei Behördengängen oder beim Beantragen von Entschädigungen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 02. 2020
15:23 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bevölkerung CDU Ermittlerinnen und Ermittler Generalstaatsanwaltschaft Haftbefehle Körperverletzung und Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit Mord Peter Beuth Polizei Staatsanwaltschaft Verbrecher und Kriminelle Verdächtige Volker Bouffier Zeugen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Mordfall Lübcke

vor 20 Stunden

Durchsuchungen wegen Internet-Hetze im Fall Lübcke

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war vor und nach seinem Tod Opfer von Hasskommentaren. Monatelang sammelten Ermittler Hinweise. Jetzt gehen sie bundesweit gegen 40 mutmaßliche Hetzer vor. » mehr

Sichtblende

Aktualisiert am 24.02.2020

Auto fährt in Nordhessen in Karnevalsumzug - 30 Verletzte

Während des Rosenmontagsumzugs fährt ein Auto im nordhessischen Volkmarsen in eine Menschenmenge. Dutzende Menschen werden verletzt - darunter viele Kinder. War es Vorsatz? Und was könnte das Motiv des festgenommenen Fah... » mehr

ICE-Strecke wieder frei

21.03.2020

Anschlag auf ICE-Strecke: Festnahme wegen versuchten Mordes

Bei Wiesbaden wurden Schienen einer ICE-Strecke so gelockert, dass ein Zug eine Brücke hätte hinunterstürzen können. Der schnell gefasste Verdächtige muss sich wegen versuchten Mordes verantworten. » mehr

Volkmarsen

Aktualisiert am 25.02.2020

Versuchter Mord: Verdächtiger von Volkmarsen in U-Haft

Der Verdächtige habe sein Auto «bewusst in Tötungsabsicht in eine größere Personengruppe gesteuert», sagen die Ermittler. Bei einem Gottesdienst versuchen die Menschen in Volkmarsen, das Geschehene vom Rosenmontag zu ver... » mehr

Anwalt Lee Merritt

22.05.2020

USA: Dritte Festnahme nach tödlichen Schüssen auf Arbery

Ein Schwarzer wird in den USA beim Joggen erschossen. Wochenlang kommen die Ermittlungen nicht in Gang. Dann taucht ein verstörendes Video auf - und plötzlich geht alles sehr schnell. Nun ist auch der Urheber der Aufnahm... » mehr

Logopäde in Würzburg

04.03.2020

Nach Missbrauchsskandal mehr als 40 Verdächtige ermittelt

Es sind schreckliche Taten und den Ermittlern wird zunehmend das Ausmaß der Taten bewusst: Ein Logopäde aus Würzburg soll sich in 66 Fällen massiv an Kindern vergangen haben. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Wohnhausbrand in Trogen Trogen

Wohnhausbrand in Trogen | 05.06.2020 Trogen
» 13 Bilder ansehen

DisTANZ in den Mai Fichtelgebirge

DisTANZ in den Mai | 03.05.2020 Fichtelgebirge
» 63 Bilder ansehen

20200516_143430

4. Bratwurstlauf 2020 |
» 17 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 02. 2020
15:23 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.