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Weißes Haus bestätigt Tod von Osama bin Ladens Sohn

Schon Ende Juli war er totgesagt worden, nun bestätigt das Weiße Haus: Osama bin Ladens Sohn Hamsa ist bei einer Anti-Terror-Operation getötet worden. Es ist ein Rückschlag für Al-Kaida - das den USA erst kürzlich wieder gedroht hatte.



Hamsa bin Laden
Kurz nach dem Jahrestag der Anschläge vom 11. September hat Donald Trump den Tod des bin-Laden-Sohns Hamsa bestätigt.   Foto: Uncredited/CIA/AP

Kurz nach dem Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 hat US-Präsident Donald Trump den Tod des Sohns von Ex-Al-Kaida-Chef Osama bin Laden bestätigt. Hamsa bin Laden sei bei einem Anti-Terror-Einsatz «in der Region Afghanistan/Pakistan» getötet worden, teilte das Weiße Haus mit.

Als hochrangiges Al-Kaida-Mitglied sei Hamsa bin Laden bei dem Terrornetz für Planungen und für die Zusammenarbeit mit verschiedenen Terrorgruppen verantwortlich gewesen. Zum Zeitpunkt des Todes machte das Weiße Haus keine Angaben.

Hamsas Vater Osama bin Laden galt als Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington. Danach war Osama bin Laden untergetaucht. 2011 spürte ein US-Spezialkommando den damals 54-Jährigen im pakistanischen Abbottabad auf und tötete ihn. Hamsa bin Laden soll danach eine führende Rolle bei Al-Kaida eingenommen haben. Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf Analysten, mindestens seit dem Jahr 2010 habe Al-Kaida im Verborgenen versucht, Hamsa bin Laden zum Chef der Organisation heranzuziehen.

Mehrere US-Medien hatten bereits Ende Juli über den Tod Hamsa bin Ladens berichtet. Demnach soll er im Laufe der vergangenen zwei Jahre getötet worden sein. Trump hatte die Berichte nicht bestätigt.

Hamsa bin Laden wurde 2015 in einer Audiobotschaft zum offiziellen Mitglied Al-Kaidas ernannt. Darin rief er zu Angriffen auf die Hauptstädte westlicher Länder und ihrer Verbündeter auf, darunter Washington, Paris und Tel Aviv. In einer Aufzeichnung aus 2016 drohte er mit Angriffen auf US-Bürger in den Vereinigten Staaten und im Ausland. Ende Februar hatte das US-Außenministerium eine Belohnung von bis zu einer Million Dollar auf seinen Kopf ausgelobt. Bereits Anfang 2017 war er auf die Terrorliste der USA gesetzt worden.

Nach Angaben des US-Außenministeriums wurde Hamsa bin Laden 1989 in Dschidda (Saudi-Arabien) geboren. Andere Quellen geben sein Geburtsjahr mit 1991 an. Saudi-Arabien entzog ihm im vergangenen Februar die Staatsbürgerschaft. Nach Darstellung des US-Außenministeriums war Hamsa bin Laden mit der Tochter von Mohammed Atta verheiratet, der am 11. September 2001 eines der Flugzeuge in das New Yorker World Trade Center gesteuert hatte.

Osama bin Laden war 1957 in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad als Kind einer reichen Bauunternehmerfamilie geboren worden und hatte in seinen Zwanzigern Wirtschaft in Dschidda studiert. In den 1980er Jahren ging er nach Afghanistan und kämpfte dort gegen die damaligen sowjetischen Besatzer. Später gründete er das Terrornetz Al-Kaida. 1994 wurde ihm die saudische Staatsbürgerschaft entzogen.

Die USA gedachten erst am vergangenen Mittwoch der fast 3000 Toten, die die Anschläge von New York und Washington 18 Jahre zuvor gefordert hatten. Zum Jahrestag hatte Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri seine Anhänger weltweit in einer Videobotschaft zu Angriffen gegen die USA, Israel und ihre Verbündeten aufgerufen. Al-Sawahiri ist Osama bin Ladens Nachfolger. Wie sein Vorgänger lebt der Ägypter im Untergrund. Der Al-Kaida-Chef soll sich im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan aufhalten.

Trump nutzte den Jahrestag ebenfalls für eine Drohbotschaft an jene, die potenzielle Attacken gegen die USA planten. «Wir streben keinen Konflikt an», sagte er. «Aber wenn irgendwer es wagt, unser Land anzugreifen, werden wir darauf mit dem gesamten Ausmaß amerikanischer Macht und dem eisernen Willen des amerikanischen Geistes antworten.»

Islamistische Terroristen hatten am 11. September 2001 vier Flugzeuge gekapert. Zwei davon steuerten sie in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York. Ein weiteres Flugzeug lenkten sie in den südwestlichen Teil des US-Verteidigungsministeriums in Washington. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Menschen an Bord Widerstand gegen die Entführer geleistet hatten.

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dpa

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Veröffentlicht am:
14. 09. 2019
16:52 Uhr

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14. 09. 2019
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