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Weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst

In Hamburg, NRW, Sachsen und Bayern kämpfen Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes für mehr Geld. Betroffen sind unter anderem Verwaltungen, Polizei, Ämter und Unikliniken. Gefordert werden sechs Prozent mehr Lohn - doch die Länder halten das für überzogen.



Protest
«Krankenhaus ist kein Karneval»: Mitarbeiter der Unikliniken demonstrieren in Düsseldorf.   Foto: Christophe Gateau » zu den Bildern

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst gehen im ganzen Land Warnstreiks weiter. In Köln, Bonn, Düsseldorf und Essen legten Mitarbeiter von Unikliniken die Arbeit nieder, wie Sprecher der Gewerkschaft Verdi sagten.

In Bayern traten etwa 120 Beschäftigte im Straßenbau, in Flussmeisterstellen und Bauämtern in den Ausstand. Zudem wurde in Baden-Württemberg, Hamburg und Sachsen gestreikt.

In Hamburg beteiligten sich rund 1000 Menschen an einem Protestmarsch. Sie versammelten sich am Hauptbahnhof und zogen vor das Rathaus und an die Alster. Bei einer Kundgebung unter dem Motto «Der öffentliche Dienst geht baden» sollten Beschäftigte ihrem Unmut über die «Blockadehaltung» der Arbeitgeber durch einen Sprung in die rund 4,5 Grad kalte Alster Ausdruck verleihen.

In Stuttgart zogen mehrere Hundert Beschäftigte mit Plakaten durch die Innenstadt. Darauf war etwa zu lesen: «Sechs Prozent mehr, weil wir es wert sind.» Einige Hundert Menschen versammelten sich am Vormittag auch in der Leipziger Innenstadt zu einer Protestkundgebung.

Mit den Aktionen wollen die Gewerkschaften den Druck in den Gesprächen für rund eine Million Beschäftigte erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 28. Februar in Potsdam. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Länder haben die Forderungen als überzogen zurückgewiesen.

Die Gespräche sollen Ende Februar weitergehen. Gewerkschaftsangaben zufolge sind deutschlandweit rund 2,3 Millionen Beschäftigte der Länder von den Tarifergebnissen betroffen.

Von Mittwoch an sollen ganztägige Warnstreiks in Würzburg und in der Oberpfalz folgen. In Würzburg sei auch die Uniklinik betroffen, und es sei eine Demonstration mit anschließender Kundgebung geplant, teilte Verdi mit.

Auch in der Hauptstadt wollen sich Beschäftigte am Mittwoch für mehr Geld einsetzen: Es sind Warnstreiks in kommunalen Kitas, Schulen, Horten, Landes- und Bezirksbehörden, in Hochschulen, bei der Feuerwehr und der Polizei geplant. «Zahlreiche Schulen und Kitas werden voraussichtlich komplett geschlossen bleiben», erklärte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doreen Siebernik.

Am Mittwoch und Donnerstag soll es auch in Sachsen weitere Warnstreiks in den Regionen Chemnitz und Dresden geben. Zudem sind in München Warnstreiks für Donnerstag geplant. Bereits am Montag hatten Beschäftigte in Niedersachsen die Arbeit niedergelegt.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
12. 02. 2019
16:57 Uhr

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12. 02. 2019
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