Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"BlitzerwarnerCoronavirus

Brennpunkte

Weitgehend friedlicher Protest zum 1. Mai

Der 1. Mai war lange Zeit vor allem in Berlin ein Tag mit viel Gewalt. In diesem Jahr blieb es allerdings weitgehend friedlich. Auch in Hamburg zeigte sich die Polizei zufrieden.



DGB-Demo in Hamburg
DGB-Demonstration in Hamburg.   Foto: Markus Scholz » zu den Bildern

Berlin und Hamburg haben weitgehend friedliche Proteste zum 1. Mai erlebt. Bei der Demonstration «Revolutionärer 1. Mai» in Berlin mit rund 5000 Teilnehmern gab es nach dem Ende des Protestes am Mittwochabend vereinzelt Flaschenwürfe gegen Einsatzkräfte sowie Rangeleien.

Die Polizei zeigte sich dennoch zufrieden und sprach von einem Tag ohne große Zwischenfälle. Mehrere Personen wurden vorläufig festgenommen.

Damit dürfte sich die Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt haben. Die Demonstration linksradikaler Gruppen war 2018 mit etwa 6000 Teilnehmern erstmals weitgehend ohne Gewaltausbrüche zu Ende gegangen. In früheren Jahren gab es dagegen bei dieser Demonstration mit bis zu 10.000 Teilnehmern immer wieder Gewalt und Zusammenstöße zwischen Randalierern und Polizei.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik sagte im RBB-Fernsehen, die Gesamtbilanz sei gut, die abendliche Demonstration sei weitgehend friedlich gewesen. «Unsere Strategie ist voll aufgegangen.» Innensenator Andreas Geisel (SPD) dankte am Abend per Twitter den Polizeikräften für ihre «hervorragende Arbeit».

An dem Mai-Feiertag waren 5500 Polizisten in Berlin im Einsatz, darunter Kräfte aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei. Allein für die «Revolutionäre 1. Mai-Demonstration» waren 2000 Beamte eingeteilt.

Mehrere Tausend Menschen waren am Mittwoch auch in Hamburg dem Aufruf linksextremer Gruppen gefolgt und am 1. Mai auf die Straße gegangen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Stimmung blieb friedlich, zu größeren Zwischenfällen kam es nicht. «Ein wirklich sehr ruhiger Verlauf, damit sind wir sehr zufrieden», bilanzierte Polizeisprecher Timo Zill.

Am Nachmittag war ein von der «Antifa Altona Ost» organisierter Demonstrationszug aus dem Stadtteil Ottensen ins Schanzenviertel gezogen, um von dort aus zur «Revolutionären 1. Mai-Demo» zu starten. Bis zum Eintreffen am Bahnhof Sternschanze schwoll der Zug nach Polizeiangaben auf mehr als 2000 Teilnehmer an. «Überraschend war schon die hohe Teilnehmerzahl bei der Zubringerdemonstration aus Altona. Da hatten wir eher mit 400 oder 500 Teilnehmern gerechnet», sagte Zill.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 05. 2019
12:58 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alexander Gauland Alternative für Deutschland Andrea Nahles Beamte Beatrix von Storch Bereitschaftspolizei Björn Höcke Bundespolizei Deutsche Presseagentur Frank Bsirske Hubertus Heil Jörg Hofmann Katarina Barley NPD Polizei Polizeipräsidentinnen und Polizeipräsidenten Polizeisprecher Polizistinnen und Polizisten SPD Twitter
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Demonstration nach Räumung von besetztem Haus

07.09.2020

Krawalle in Leipzig: Verfassungsschutz zeigt sich besorgt

Der Verfassungsschutz in Sachsen zeigt sich besorgt über die Entwicklungen in Leipzigs linksextremistischer Szene. Verletzungen von Menschen würden billigend in Kauf genommen. Wie geht es nach den tagelangen Krawallen in... » mehr

Reichstagsgebäude

31.08.2020

Bundespräsident dankt am Bundestag eingesetzen Polizisten

Auch am Tag 2 nach der Besetzung der Treppe des Reichstagsgebäudes durch vorwiegend rechte Demonstranten ist die Empörung groß. Die einhellige Meinung lautet: Das darf sich nicht wiederholen. Der Bundespräsident trifft a... » mehr

Brüder-Grimm-Nationaldenkmal

21.02.2020

Nach Hanau-Anschlag: Polizei zeigt bundesweit mehr Präsenz

Der Todesschütze von Hanau war wohl psychisch schwer krank. Für Innenminister Seehofer ist trotzdem klar, dass es ein Terroranschlag war. Noch gibt es eine Ungereimtheiten zum Tatverlauf. » mehr

Reichstagstreppe

30.08.2020

Demonstranten stürmen durch Absperrung auf Reichstagstreppe

Demonstranten mit schwarz-weiß-roten Reichsflaggen stürmen auf die Treppe des Reichstags. Zunächst nur wenige Polizisten stellen sich ihnen noch in den Weg. Politiker zeigten sich über die Szenen bestürzt. » mehr

Demo gegen Corona-Maßnahmen

28.08.2020

Berlin rüstet sich für Protest-Wochenende

Im Streit um eine Demonstration in der Bundeshauptstadt gegen die Corona-Maßnahmen haben Gerichte das letzte Wort. Nun liegt eine erste Entscheidung vor. Die Veranstalter triumphieren, Berlins Innensenator steht schlecht... » mehr

Björn Höcke

16.05.2020

AfD: Höcke probt nach Rauswurf von Kalbitz den Aufstand

Im AfD-Parteivorstand haben die Gegner des rechtsnationalen Flügels einen Sieg errungen. Doch in der Causa Kalbitz ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der kaltgestellte Kalbitz fordert seine Unterstützer zum Bleib... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Scherbenmeer auf der Autobahn A 70/Unterbrücklein

Scherbenmeer auf der A 70 | 28.09.2020 A 70/Unterbrücklein
» 5 Bilder ansehen

Premierenfeier Theater Hof

Premierenfeier Theater Hof | 26.09.2020 Hof/Selb
» 14 Bilder ansehen

Trainingslager der Faustball-Nationalmannschaft

Trainingslager der Faustball-Nationalmannschaft | 24.09.2020
» 19 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 05. 2019
12:58 Uhr



^