Topthemen: Hof-GalerieWaldschratDie Bilder vom WochenendeFall Peggy KnoblochSelber Wölfe

Brennpunkte

Wikileaks-Gründer Assange klagt gegen Regierung in Ecuador

Das Leben für Julian Assange im ecuadorianischen Botschaftsexil in London wird zunehmend unerträglich. Nun hofft er auf mehr Freiheiten - mithilfe einer Klage.



Julian Assange
Wikileaks-Gründer Julian Assange auf dem Balkon der Botschaft von Ecuador in London.   Foto: Constantin Eckner/Archiv

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, hat in Ecuador eine Klage gegen die dortige Regierung eingereicht. Das teilte Wikileaks per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Assange wirft dem südamerikanischen Land vor, ihn in seinem Botschaftsexil in London in seinen Grundrechten zu verletzten. Assange sitzt seit mehr als sechs Jahren im der Botschaft Ecuadors in London fest. Er war dorthin geflüchtet, um sich einer Auslieferung nach Schweden und möglicherweise von dort in die USA zu entziehen. Nach einem Regierungswechsel in dem südamerikanischen Land sucht Quito aber inzwischen Wege, um Assange loszuwerden. Doch alle Versuche scheiterten bisher. Die britische Polizei will Assange festnehmen, weil er gegen Kautionsauflagen verstoßen hat.

Die Klage richte sich gegen 32 «willkürliche» Regelungen eines Protokolls, das dem Wikileaks-Gründer auferlegt worden sei, sagte Assanges Anwalt Baltasar Garzón bei einer Pressekonferenz am Freitag in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito. Die Basis der Verständigung zwischen Assange und der Regierung in Quito sei zerstört.

Vor etwas mehr als einem halben Jahr wurden Assange die Internet- und Telefonleitungen gekappt. Besucht werden darf er nur noch von seinen Anwälten. Hinzu kam ein «Spezial-Protokoll», das ihm auferlegt wurde. Wikileaks zufolge müssen Assanges Besucher private Daten - wie die Benutzernamen ihrer Social-Media-Konten und die Registrierungsnummern ihrer Handys - preisgeben. Wie der «Guardian» berichtete, wurde Assange zudem angemahnt, keine politischen Äußerungen zu tätigen, sein Badezimmer sauber zu halten und seine Katze regelmäßig zu füttern.

Assange besitzt seit Ende vergangenen Jahres die ecuadorianische Staatsbürgerschaft. Versuche, ihn als Diplomaten zu akkreditieren, scheiterten aber am Widerstand Londons.

Washington macht Assange unter anderem für die Veröffentlichung brisanter US-Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak auf der Wikileaks-Plattform verantwortlich. Doch die USA haben keinen offiziellen Auslieferungsantrag gestellt. Vergewaltigungsvorwürfe gegen Assange in Schweden wurden inzwischen fallen gelassen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 10. 2018
20:09 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Auslieferungsanträge Badezimmer Baltasar Garzón Britische Polizei Diplomaten Grundrechte Julian Assange Polizei Regierungen und Regierungseinrichtungen Staatsangehörigkeit Südamerika Telefonleitungen Twitter Vergewaltigungsvorwürfe WikiLeaks
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Paul Manafort

27.11.2018

US-Sonderermittler bezichtigt Ex-Wahlkampfmanager der Lüge

Donald Trumps früherer Wahlkampfmanager Paul Manafort rückt wieder ins Zentrum der Russland-Ermittlungen. Sonderermittler Robert Mueller wirft ihm vor, die Justiz belogen zu haben. Außerdem soll er sich mit Wikileaks-Grü... » mehr

Michael Cohen

28.02.2019

Cohen packt aus - Was bedeutet das für Trump?

Mit Spannung wurde die öffentliche Aussage von Trumps früherem Anwalt Michael Cohen erwartet. Der nutzt seinen Auftritt vor dem Kongress für ein Abrechnung mit dem Ex-Chef. Kann das dem US-Präsidenten gefährlich werden? » mehr

Michael Cohen

27.02.2019

Trumps Ex-Anwalt packt aus: Cohen erhebt schwere Vorwürfe

Der frühere Anwalt des US-Präsidenten hat mit seinem früheren Boss gebrochen. Nun rechnet Michael Cohen öffentlich mit Trump ab: Vor dem Kongress zeichnet er ein desaströses Bild des mächtigsten Mannes der Welt - und erh... » mehr

Chelsea Manning

08.03.2019

Wikileaks-Informantin Manning erneut in Haft

Die einstige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning, einst als Computer-Analyst bei den US-Streitkräften eingesetzt, sitzt einem Bericht der «Washington Post» zufolge wieder in Haft. » mehr

Paul Manafort

28.11.2018

Trumps Ex-Wahlkampfleiter bestreitet Treffen mit Assange

Während des US-Wahlkampfs 2016 veröffentlichte Wikileaks E-Mails - und schadete Hillary Clinton damit. Nun macht ein Bericht die Runde, wonach Assange sich mit Paul Manafort getroffen haben soll, dem späteren Wahlkampfma... » mehr

Donald Trump Junior

05.03.2019

Trump nennt Top-Demokraten wegen Untersuchungen «verrückt»

Die US-Demokraten erhöhen den Druck auf Präsident Trump und durchleuchten sein Umfeld. Das Weiße Haus spricht von Schikane - und wirft den Demokraten vor, Amerika zu einem «sozialistischen Land» machen zu wollen. Trump s... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Vivi Vassilevas Universe of Percussion

Vivi Vassilevas Universe of Percussion | 20.03.2019 Hof
» 66 Bilder ansehen

Black Base mit DJ Kurbi

Black Base mit DJ Kurbi | 17.03.2019 Hof
» 54 Bilder ansehen

Playoff 3: Hannover Indians - Selber Wölfe 4:1 Hannover

Playoff 3: Hannover Indians - Selber Wölfe 4:1 | 19.03.2019 Hannover
» 50 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 10. 2018
20:09 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".