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Zweifel an Studie zu DDR-Grenzopfern

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) will Teile einer Studie zu DDR-Grenzopfern neu bewerten lassen. In einem Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg werden mindestens 50 Opferfälle bezweifelt.



Innerdeutsche Grenze
Ostzonale Truppeneinheiten in dem von der innerdeutschen Grenze geteilten fränkischen Ort Mödlareuth.   Foto: Karl Schnoerrer/Archiv

Täter sollen zu Opfern gemacht worden sein. Die Fälle würden geprüft, sagte Grütters' Sprecher Hagen Philipp Wolf am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Bislang seien der Behörde der Kulturstaatsministerin wissenschaftliche Einwände nicht zur Kenntnis gebracht worden.

Die Studie des SED-Forschungsverbunds der Freien Universität Berlin war im Juni des Vorjahres nach rund fünfjährigen Recherchen vorgestellt worden. Demnach kamen an der einstigen deutsch-deutschen Grenze insgesamt 327 Menschen aus Ost und West ums Leben. Im RBB-Bericht hieß es, dass Angehörige der Grenztruppen, die sich selbst töteten, nicht als Täter, sondern als Opfer des DDR-Grenzregimes eingestuft worden seien.

Der SED-Forschungsverbund der FU wies die Zweifel an der Korrektheit der Studie zurück. «Wir haben die Fälle höchst differenziert beschrieben», sagte Mitautor Jochen Staadt der dpa. «Wir haben keine Täter zu Opfern gemacht.» Was sich in den DDR-Grenzkompanien abgespielt habe, sei höchst unterschiedlich gewesen. Es habe 18-Jährige gegeben, die mit dem Dienst an der Grenze nicht klar gekommen seien oder die nicht hätten schießen wollen. Jeder der 203 untersuchten Suizide sei im Wissenschaftler-Team ausführlich und auch kontrovers diskutiert worden. In 43 Todesfällen sei ein Zusammenhang mit dem Grenzregime gesehen worden.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
06. 11. 2018
18:21 Uhr

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dpa

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06. 11. 2018
18:21 Uhr



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