Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"BlitzerwarnerCoronavirus

Computer

Bundesbürger telefonieren mehr mobil als vom Festnetz

Das Telefonieren wird immer mobiler. Im vergangenen Jahr haben die Deutschen erstmals mehr vom Handy als vom Festnetztelefon angerufen. Für die schnelle Kurznachricht per SMS wird das Handy aber kaum noch genutzt.



Telefonieren mit dem Handy
Mobilfunk hängt das Festnetz beim Telefonieren ab. Foto: Hauke-Christian Dittrich   Foto: dpa

Beim Telefonieren laufen Smartphone und Handy dem Festnetzanschluss immer mehr den Rang ab. Im vergangenen Jahr telefonierten die Bundesbürger nach Angaben der Bundesnetzagentur erstmals mehr mobil als «klassisch».

Rund 119 Milliarden abgehende Gesprächsminuten zählte die Behörde für 2018 im Mobilfunk. Im Festnetz gab es nur noch 107 Milliarden Gesprächsminuten. Zum Vergleich: Vier Jahre zuvor hatten die Menschen in Deutschland noch mehr als 150 Milliarden Minuten von festen Anschlüssen telefoniert.

Seit dem Wegfall der Roaming-Gebühren in der EU greifen auch Urlauber häufiger zum Smartphone für den Anruf in der Heimat. Das mit deutschen Mobilfunkverträgen im Ausland genutzte Datenvolumen stieg 2018 auf rund 66,4 Millionen Gigabyte, das ist fast doppelt so viel wie 2017.

Bei Telefonaten aus dem EU-Ausland betrug das Plus 14 Prozent auf etwa 2,9 Milliarden Gesprächsminuten, wie es im Jahresbericht der Bundesnetzagentur heißt, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Roaming-Gebühren, die Telefonieren und Surfen im Internet teuer gemacht hatten, waren zum 15. Juni 2017 entfallen.

Nachrichten per SMS werden in Zeiten von WhatsApp und anderen Messengerdiensten deutlich weniger verschickt. Im Durchschnitt sind es pro SIM-Karte nur noch fünf Kurzmitteilungen im Monat. Insgesamt tippten die Handybesitzer im vergangenen Jahr 8,9 Milliarden Mitteilungen, fast 14 Prozent weniger als 2017. Auf dem Höhepunkt der SMS-Ära im Jahr 2012 waren es noch fast 60 Milliarden.

Weiter zugenommen hat der Bestand an SIM-Karten, über die ein Mobiltelefon ins Netz kommt. Ende 2018 gab es in Deutschland 137 Millionen dieser Chipkarten, zwei Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Statistisch entfallen damit auf jeden Einwohner 1,7 Karten. Viele dieser Karten werden allerdings nicht regelmäßig genutzt, sondern stecken in Zweit- oder Drittgeräten.

Die Zahlen der Netzagentur zeigen auch, dass in Fabriken und Werkstätten das Internet immer wichtiger wird. Ende 2018 wurden demnach 23,1 Millionen SIM-Karten für die Datenkommunikation zwischen Maschinen eingesetzt. Das waren 5,5 Millionen Karten mehr als ein Jahr zuvor.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
09:37 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundesnetzagentur Datenaustausch und Datenverkehr Datenvolumen Deutsche Presseagentur Festnetz Festnetztelefone Gigabyte Mobilfunk-Technik und Mobilfunktelefonie Mobilfunkverträge Mobiltelefone SMS
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Rohre für Glasfaserkabel

01.09.2020

Verband: Glasfaser-Ausbau in Deutschland kommt gut voran

Deutschland hinkt beim Glasfaserausbau seit Jahren hinterher, superschnelles Internet ist in vielen Haushalten nicht verfügbar. Doch der Bundesverband Breitbandkommunikation verkündet nun gute Nachrichten - und spricht v... » mehr

Die Corona-Warn-App

29.09.2020

EU-Länder tauschen Daten der Corona-Warn-Apps aus

In Deutschland wird die Corona-Warn-App von schätzungsweise 15 Millionen Menschen aktiv genutzt. Bislang verfolgt sie nur Kontakte in der Bundesrepublik. Künftig kann die App aber über eine Schnittstelle auch auf Daten a... » mehr

Silvester: Neujahrsgrüße

30.12.2019

Mobilfunk-Firmen erwarten starken Anstieg der Neujahrsgrüße

Ob Neujahrsfotos, Feuerwerksvideos oder Sprachnachrichten: Der Mobilfunk-Datenbedarf dürfte in der Silvesternacht kräftig anziehen und deutlich höher sein als in den Vorjahren. » mehr

1&1 Drillisch

06.06.2020

Woran es beim nationalen Roaming hakt

Vier Unternehmen wollen Deutschland in der Zukunft mit dem schnellen 5G-Netz abdecken. Der Neuling 1&1 Drillisch braucht Unterstützung, um sich zu etablieren. Den Platzhirschen gefällt das wenig. » mehr

5G-Antenne in Köln

24.09.2020

O2 startet Aufholjagd beim 5G-Ausbau

Sage und schreibe 6,6 Milliarden Euro legten Deutschlands Mobilfunkkonzerne 2019 auf den Tisch, um begehrte Frequenzen für den fünften Mobilfunkstandard (5G) zu bekommen. Inzwischen ist der Ausbau in vollem Gange, nun au... » mehr

Netflix

19.03.2020

Coronakrise: Netflix drosselt Datenübermittlung in Europa

Netflix wird die Datenmengen in seinem Video-Streamingdienst in Europa zunächst für 30 Tage drosseln, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten. Der Marktführer reagiert damit auf einen Aufruf von EU-Kommissar T... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Scherbenmeer auf der Autobahn A 70/Unterbrücklein

Scherbenmeer auf der A 70 | 28.09.2020 A 70/Unterbrücklein
» 5 Bilder ansehen

Premierenfeier Theater Hof

Premierenfeier Theater Hof | 26.09.2020 Hof/Selb
» 14 Bilder ansehen

Trainingslager der Faustball-Nationalmannschaft

Trainingslager der Faustball-Nationalmannschaft | 24.09.2020
» 19 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
09:37 Uhr



^