Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

Computer

Betreiber der Untergrundplattform «Fraudsters» verhaftet

Cyber-Fahnder haben schon lange gegen die illegale Plattform ermittelt. Jetzt haben sie in Schleswig-Holstein den mutmaßlichen technischen Leiter verhaftet.



Cyberkriminalität
Großer Schlag gegen die Cyberkriminalität: Einem 34-jährigen wird vorgeworfen, als technischer Leiter, gemeinsam mit weiteren Tatverdächtigen das Forum «Fraudsters» betrieben zu haben. Foto: Ralf Hirschberger   Foto: dpa

Drogen, Daten, gefälschte Urkunden - auf der Untergrundplattform «Fraudsters» wurde nach Angaben von Ermittlern mit vielen illegalen Produkten und Dienstleistungen gehandelt.

Jetzt wurde der Mann verhaftet, der mutmaßlich für diese Geschäfte verantwortlich war, wie Staatsanwalt Jürgen Brauer von der Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz mitteilte.

Fahnder nahmen den 34-Jährigen am Mittwoch in Pinneberg in Schleswig-Holstein fest. Der Verdächtige sei einem Ermittlungsrichter in Koblenz vorgeführt worden, der den Haftbefehl aufrechterhalten habe, sagte Brauer.

Zur gleichen Zeit wurden zwei Wohnungen im Kreis Pinneberg und im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt durchsucht. Der Verdächtige sei einem Ermittlungsrichter in Koblenz vorgeführt worden, der den Haftbefehl aufrechterhalten habe, sagte Brauer. Es sei auch gelungen, den Begründer des Forums, einen 44-Jährigen aus Sachsen-Anhalt zu

identifizieren.

Dem 34-jährigen wird vorgeworfen, als Administrator, also als technischer Leiter, gemeinsam mit weiteren Tatverdächtigen das Forum «Fraudsters» betrieben zu haben. Dort waren zeitweise 30 000 Nutzer registriert, um verbotene Produkte wie Drogen, geraubte Daten oder gefälschte Urkunden zu kaufen.

Es sei dort alles verfügbar gewesen außer Kinderpornografie und Mordaufträge, sagte Brauer. Auch gebe es keine Hinweise auf den illegalen Handel mit Waffen. Ermittelt wird wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und wegen des dringenden Verdachts der Beihilfe in mehr als 1700 Fällen zu Betäubungsmittelstraftaten, Datenhehlerei, Urkundenfälschung und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz. Auch gegen den mutmaßlichen Begründer bestehe der Verdacht auf Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Seit April ist die Plattform stillgelegt. Möglicherweise hätten die technischen Kapazitäten für den Betrieb nicht mehr ausgereicht, sagte Brauer. Auch habe es Attacken konkurrierender Plattformen gegeben. Die Plattform war unter anderem über das sogenannte Darknet erreichbar, einem Bereich im Netz, der über eine Anonymisierungssoftware zugänglich ist.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
13:43 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Ermittler Haftbefehle Internetkriminalität Kinderpornographie Urkundenfälschung Verbrechen und Kriminalität Verdächtige Verhaftungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Bundeskriminalamt BKA

05.12.2019

BKA geht gegen Bombenbau-Anleitungen im Internet vor

Mit «Delete» gegen Bombenbau-Hilfe aus dem Internet: In einer gemeinsamen Aktion haben Polizeibehörden aus zehn EU-Staaten und den USA in der vergangenen Woche mehr als 1700 Internet-Links mit Anleitungen zum Bombenbau b... » mehr

Cyber-Attacke auf Uni

13.11.2019

Cyber-Attacke auf Uni Kiel: 30.000 Computer betroffen

Ein Cyber-Angriff hat den Forschungs- und Lehrbetrieb der Universität Kiel in den vergangenen zwei Wochen erheblich gestört. Betroffen gewesen seien bis zu 30.000 Rechner, sagte Uni-Sprecher Boris Pawlowski der Deutschen... » mehr

Kriminell im Internet

11.11.2019

Bundeskriminalamt warnt vor steigender Cyberkriminalität

Vom Handynutzer bis zum Großkonzern - jeder kann Opfer von Cyberkriminalität werden. Je digitaler die Welt ist, umso mehr Möglichkeiten bieten sich auch Kriminellen. » mehr

Filesharing-Plattform

17.10.2019

Ermittler schalten größte deutsche Filesharing-Plattform ab

Spielfilme, Musik-Downloads und Computer-Spiele zum Herunterladen: Bei vielen Usern in Deutschland war Share-Online.biz äußert beliebt. Doch die bereitgestellten Kopien wurden ohne Zustimmung der Urheber verbreitet. Die ... » mehr

Erstes deutsches Darknet-Zentrum ausgehoben

27.09.2019

Erstes deutsches Darknet-Zentrum in altem Bunker ausgehoben

Es war ein digitales Versteck für Cyberkriminelle: Ein Serverzentrum in einem früheren Bunker, über das Kriminelle rund um den Globus ihre Straftaten laufen ließen. Das Versteck ist nun aufgeflogen. » mehr

Facebook

04.10.2019

Facebook kündigt Ausbau von Verschlüsselung an

Facebooks Versprechen von mehr Verschlüsselung stößt auf Gegenwind von Behörden unter anderem in den USA. Die wollen bei Bedarf trotzdem Zugang zu Daten von Kriminellen haben. Der Streit schwelt schon seit Jahren. Zuvor ... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Krampusse in Hof Hof

Krampusse in Hof | 14.12.2019 Hof
» 114 Bilder ansehen

Susi Shake That Weißenstadt

Susi Shake That | 14.12.2019 Weißenstadt
» 42 Bilder ansehen

Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim

Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim | 13.12.2019 Selb
» 36 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
13:43 Uhr



^