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E-Sport mit kräftigem Umsatzzuwachs in Deutschland

Vom Deutschen Olympischen Sportbund DOSB ist E-Sport bislang noch nicht als offizielle Sportart anerkannt, aber die digitale Sportart erfreut sich zunehmend Beliebtheit.



Gamescom Köln
Ein Besucher der Gamescom 2018 probiert an einem Stand ein Videospiel mit einer VR-Brille aus. Die Gamescom in Köln steht dieses Jahr im Zeichen der eSport.   Foto: Christophe Gateau

Auf der Gamescom in Köln wird auch der E-Sport in dieser Woche wieder seinen großen Auftritt haben.

Die neue Sportart verzeichne weiterhin rasante Umsatzzuwächse, teilte die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) mit.

Demnach stieg der Umsatz in Deutschland 2018 auf 62,5 Millionen Euro, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Beratungsgesellschaft Deloitte errechnete im Auftrag des Branchenverbands Game zuletzt sogar 70 Millionen Euro.

Neben Einkünften über den Verkauf von Tickets und Medienrechten sei vor allem das Sponsoring ein kräftiger Impulsgeber, der aktuell und in den kommenden Jahren für rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes sorgen dürfte, hieß es bei PwC. Hier allein erwartet das Beratungshaus im Jahr 2023 einen Umsatz von 60,9 Millionen Euro. Sponsoring bleibe damit «die wichtigste Erlösquelle im E-Sport», sagte Werner Ballhaus von PwC.

Gemessen am Umsatz liegt der deutsche E-Sport-Markt im globalen Vergleich demnach auf dem vierten Platz hinter den USA (191 Mio Euro), Südkorea (158 Mio Euro) und China (130 Mio Euro). In Europa liegt die Branche in Deutschland dagegen mit Abstand vorn. In Großbritannien wurden 2018 insgesamt 24 Millionen Euro umgesetzt, in Frankreich 21 Millionen und in Spanien 7 Millionen Euro.

Immer mehr würden sich auch klassische Unternehmen etwa durch Sponsoring, Marketing oder Investitionen in der Branche engagieren, ermittelte PwC. Wer möglichst früh in die noch junge Branche eintrete, habe gute Chanchen, sich als führender Player zu positionieren, schätzt Ballhaus. Fußball-Bundesligavereine hingegen hielten sich noch zurück. Dies habe eine im Mai 2019 durchgeführten Befragen unter Clubs der 1. und 2. Bundesliga ergeben.

Vom Deutschen Olympischen Sportbund DOSB ist E-Sport bislang noch nicht als offizielle Sportart anerkannt. Zuletzt hatte die Weltmeisterschaft beim Spiel «Fortnite» für Schlagzeilen gesorgt: Der Sieger strich ein Rekord-Preisgeld von rund 30 Millionen Dollar ein. Beim «eWorld Cup» des Fußballspiel-Simulators FIFA erhielt der Champion immerhin noch rund 250 000 Dollar.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
19. 08. 2019
11:38 Uhr

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19. 08. 2019
11:38 Uhr



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