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US-Verbraucherklage wirft Google illegale Datensammlung vor

Selbst der Inkognito-Modus hält Google angeblich nicht davon ab, die Daten der Nutzer für Werbezwecke zu sammeln. Nun ziehen Verbraucher in den USA vor Gericht.



Google-Entwicklungszentrums
Blick auf das Gebäude des Google-Entwicklungszentrums in München.   Foto: Marc Müller/dpa

Eine Gruppe von US-Verbrauchern wirft Google in einer potenziellen Sammelklage vor, ohne Erlaubnis Daten über ihr Verhalten im Netz zu sammeln.

Bisher sind es nur drei Kläger, die jeweils mindestens 5000 Dollar erstreiten wollen. Die Anwaltskanzlei, die sie vertritt, geht aber von Millionen Betroffenen aus - was in einer Sammelklage auf eine Milliarden-Forderung hinauslaufen könnte. Ein Google-Sprecher wies die Vorwürfe umgehend zurück.

Bei der am Dienstag in Kalifornien eingereichten Klage stehen der Auswertungsdienst Google Analytics und die Anzeigenplattform Google Ad Manager im Mittelpunkt. Die Kläger argumentieren, dass der Internet-Konzern damit immer Daten sammele, ohne dass ein Nutzer irgendetwas dagegen unternehmen könne. Das passiere auch beim Surfen im sogenannten Inkognito-Modus, bei dem Google weitreichende Privatsphäre verspreche.

Ein Google-Sprecher konterte am Mittwoch, der Internet-Konzern weise die Nutzer durchaus darauf hin, dass auch im Inkognito-Modus einige Informationen für die besuchten Websites sichtbar sein könnten. Bei der Funktion gehe es darum, keine Daten zur Aktivität auf dem Gerät oder im Browser zu speichern. Google widerspreche den Vorwürfen und werde sich vehement gegen die Klage verteidigen, betonte er.

Als potenzielle Teilnehmer der Sammelklage werden Nutzer von Android-Smartphones oder Inhaber eines Google-Accounts in den USA gesehen, die seit dem 1. Juni 2016 eine Website mit Google Analytics oder dem Ad Manager im Inkognito-Modus angesteuert haben. Für die Berechnung des Werts der Daten wurde unter anderem eine Studie herangezogen sowie die Beträge, die Test-Nutzern für die Offenlegung ihrer Informationen gezahlt würden.

Die Kläger kritisieren insgesamt, der Internet-Konzern lasse Milliarden Male am Tag Informationen über hunderte Millionen Menschen übermitteln. Damit sei Google zu einer unkontrollierten Ansammlung von Informationen geworden, die so weitreichend und detailliert seien, «dass sich George Orwell das nicht hätte vorstellen können», erklärten sie mit einem Verweis auf den antiutopischen Roman «1984».

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 06. 2020
12:26 Uhr

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dpa

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03. 06. 2020
12:26 Uhr



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