Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: 54. Hofer Filmtage75 Jahre FrankenpostCoronavirusJubiläumsgewinnspielBlitzerwarner

Computer

Google greift Microsoft mit «Workspace» an

Google baut seine «G-Suite» kräftig aus. Fortan heißen die Kollaborationstools für Unternehmen wie Gmail, Drive, Docs und Meet «Google Workspace». Den Namen hatte das Unternehmen schon Anfang des Jahres angedeutet.



Google
Im Juli hatte Google bereits seinen E-Mail-Dienst Gmail erweitert und ihn als «New Home for Work», also die neue Heimat des Arbeitens, positioniert.   Foto: Christoph Dernbach/dpa

Im hart umkämpften Markt für Bürosoftware und integrierte Kommunikations- und Kollaborationsumgebungen steigt Google mit einem neuen Produkt in den Ring.

Am Dienstag stellte der Internet-Konzern «Google Workspace» vor, der auf dem bisherigen Dienst «G-Suite» aufbaut. Der neue Dienst besteht aus einer E-Mail-Adresse sowie Tools für die Zusammenarbeit, darunter die Programme Gmail, Kalender, Meet, Chat, Drive, Docs, Tabellen, Präsentationen, Formulare und Sites.

Hauptkonkurrent ist Microsoft mit seinen Produkten Office 365 und Teams. Google Workspace steht aber auch mit Spezialdiensten wie Slack, Trello oder Zoom im Wettbewerb.

Im Juli hatte Google bereits seinen E-Mail-Dienst Gmail erweitert und ihn als «New Home for Work», also die neue Heimat des Arbeitens, positioniert.

Dies sei der erste Schritt dahin gewesen, Kollaboration, Kommunikation und das Erstellen von Inhalten auf einer Plattform zu vereinen und einen Mehrwert für Nutzerinnen und Nutzer zu schaffen, sagte Google-Manager Javier Soltero. Heute stehe diese neue Art der Kollaboration allen Geschäftskunden von Google Workspace zur Verfügung und werde in den kommenden Monaten auch für Privatpersonen eingeführt. «Dies ist das Ende des traditionellen Büros, wie wir es kennen», sagte Soltero.

Google versucht mit seinen Cloud-Angeboten, sich von der Abhängigkeit vom Werbemarkt zu lösen, der bislang den Löwenanteil der Erlöse ausmacht. Kunden müssen bei Google Workspace ein Abo abschließen, das bei monatlich 4,68 Euro pro Mitarbeiter-Konto beginnt. Bei einem größeren Cloud-Speicherplatz von zwei Terabyte kostet das Abo 9,36 Euro pro Nutzer im Monat.

Unter Datenschützern in Deutschland ist umstritten, ob Angebote wie Google Workspace oder Office 365 derzeit überhaupt eingesetzt werden dürfen. Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) zuletzt die Datenschutzvereinbarung «PrivacyShield» für ungültig erklärt hatte, verweisen die US-Anbieter auf Standardvertragsklauseln, die den Betrieb rechtssicher ermöglichten. Manche Datenschützer sind aber der Meinung, dass Standardvertragsklauseln nicht ausreichen, weil sich US-Geheimdienste wie die NSA weiterhin legal Zugang zu den Daten verschaffen könnten.

Die Datenschutzkonferenz des Bundes und der Länder (DSK) hat Ende September eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um im Dialog mit den betroffenen Softwarekonzernen «nachhaltig datenschutzgerechte Korrekturen» der Vertragsklauseln zu erreichen.

© dpa-infocom, dpa:201006-99-842857/4

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 10. 2020
12:23 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Chat Daten und Datentechnik Datenschützer Europäischer Gerichtshof Gerichte (Recht) Google Googlemail Kunden Microsoft National Security Agency US-Geheimdienste
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
EuGH

19.12.2019

Gutachter: EuGH muss Regeln für Datenexport nicht umkrempeln

Um die Übermittlung von Daten europäischer Nutzer von Online-Diensten in die USA gibt es schon lange Streit. Jetzt zeichnet sich ab, dass heutige Regeln in Kraft bleiben dürften - aber die Firmen und Behörden die Datensi... » mehr

Ulrich Kelber

29.09.2020

Unternehmen hadern mit Datenschutz-Grundverordnung

International genießt die Europäische Datenschutz-Grundverordnung den Ruf einer sinnvollen und konsequenten Regelung. Unternehmen in Deutschland tun sich mit der Umsetzung allerdings schwer und fühlen sich mit ihren Prob... » mehr

Bundesdatenschutzbeauftragter Kelber

16.09.2020

Die E-Patientenakte kommt - mit Datenschutz-Warnung

Sie soll praktisch sein und für möglichst viele Bürger attraktiv: eine E-Akte zur eigenen Gesundheit. Ein amtliches Gütesiegel für Datenschutz bekommt die neue Anwendung aber nicht - im Gegenteil. » mehr

Google

15.07.2020

Google nimmt neuen Anlauf im Cloud-Geschäft

Googles Cloud soll sicherer, privater und billiger werden. Mit zwei Schlüsselprodukten soll der Angriff auf Amazon und Microsoft doch noch gelingen. In einem beispiellosen, mehrwöchigen Online-Marathon will Google-Chef S... » mehr

Corona-Warn-App

02.09.2020

Jeder Zweite will Corona-Warn-App nicht installieren

Mit knapp 18 Millionen Downloads ist die deutsche Corona-Warn-App die erfolgreichste aller freiwilligen Tracing-Apps weltweit. Dennoch wollen viele Menschen die App nicht installieren. Das RKI sagt, Freiwilligkeit gehört... » mehr

Netzwerkkabel

15.10.2020

EU-Digitalminister wollen Europäische Cloud-Verbund gründen

Auch in Europa betreiben immer weniger Unternehmen eigene Rechenzentren. Sie verlassen sich stattdessen auf Rechenleistung und Speicherplatz aus dem Internet. Um nicht gegenüber den USA und China abgehängt zu werden, sol... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Schlotsprengung in Naila

Schlotsprengung in Naila | 30.10.2020 Naila
» 12 Bilder ansehen

Premierenfeier Theater Hof

Premierenfeier Theater Hof | 26.09.2020 Hof/Selb
» 14 Bilder ansehen

Selber Wölfe - Black Dragons Erfurt 3:2 n.P. Selb

Selber Wölfe - Black Dragons Erfurt 3:2 n.P. | 23.10.2020 Selb
» 47 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 10. 2020
12:23 Uhr



^