Lade Login-Box.
Topthemen: BlitzerwarnerHofer Volksfest 2019Video: Lagerleben Collis Clamat

Topthemen

Migranten-Gruppe setzt Weg in Richtung Norden fort

Donald Trump macht seit Tagen Stimmung gegen die Migranten, die auf dem Weg Richtung US-Grenze sind. Nun plant er, ihnen das Recht auf Asyl zu erschweren und warnt, Soldaten an der Grenze könnten «zurückschlagen».



Auf dem Weg nach Norden
Migranten klettern in Mexiko auf den Anhänger eines Lastwagens, um weiter Richtung Norden zu fahren.   Foto: Santiago Billy/AP » zu den Bildern

Eine Migranten-Gruppe aus Mittelamerika hat trotz einer Nacht im Regen ihren Weg durch Mexiko in Richtung USA fortgesetzt.

Die Menschen waren am Freitagmorgen (Ortszeit) im Ort Matías Romero im Bundesstaat Oaxaca aufgebrochen. Im Laufe des Tages sollten sie den 46 Kilometer entfernten Ort Donají erreichen. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis zur Grenze zum Bundesstaat Veracruz. Die Gruppe war vor zwei Wochen in Honduras losgelaufen, zurzeit befinden sie sich noch etwa 1300 Kilometer Luftlinie von der Grenze zu den USA entfernt.

Nach Angaben der mexikanischen Organisation für Migranten-Rechte «Pueblo Sin Fronteras» zwang in der Nacht zum Freitag ein schwerer Regen die Migranten, ihren Schlafplatz - ein Park im Zentrum von Matías Romero - zu verlassen. Viele suchten nach einem überdachten Unterschlupf in den umliegenden Straßen.

Die nächste Etappe der nach Schätzungen zwischen 3500 und 5000 Menschen ist der Bundesstaat Veracruz. Dieser gilt besonders für die oft schutzlosen Migranten als gefährlich. Dort liefern sich verfeindete Drogenbanden regelmäßig bewaffnete Auseinandersetzungen. Die Menschen aus Mittelamerika sind für sie ein leichtes Ziel für Überfälle oder auch Entführungen.

US-Präsident Donald Trump sieht die Migranten aus Mittelamerika als Bedrohung für sein Land und hat das Pentagon angewiesen, Soldaten an die Grenze zu schicken. Trump hat den Marsch der Migranten massiv zum Wahlkampfthema vor den Kongresswahlen am 6. November gemacht.

Trump erklärte, dass die Soldaten an der Grenze zu Mexiko nicht auf Migranten schießen sollen, wenn diese Steine auf sie schmeißen. «Sie werden nicht schießen müssen. Was ich nicht will, ist, dass diese Leute Steine schmeißen», sagte der US-Präsident auf Fragen von Journalisten. «Wir werden diese Leute schnell und für lange Zeit festnehmen», fügte er hinzu.

Trump hat das Pentagon wegen der Migranten angewiesen, Soldaten an die Grenze zu schicken. Sie sollen den Grenzschutz bei logistischen Aufgaben unterstützen. Migranten festnehmen dürfen sie nicht. Die Soldaten sind bewaffnet.

Trump hatte am Donnerstag gesagt, sollten die Migranten gewalttätig werden und Steine schmeißen, würden die Soldaten «zurückschlagen». Er habe dem Militär gesagt, dass sie Steinwürfe so behandeln sollten, als würden die Migranten Waffen tragen. Er deutete damit an, dass die Soldaten das Feuer auf die Menschen eröffnen könnten, sagte dies aber nicht explizit.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 11. 2018
22:03 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Donald Trump Facebook Mexikanische Regierungen Migranten Mittelamerika und Karibik Soldaten US-Soldaten
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Ungeliebte Erinnerungsstücke

22.07.2019

Wo sich die Migranten an der US-mexikanischen Grenze stauen

Donald Trumps Drohung zeigt Wirkung: Mexiko hat die Migration in die USA deutlich eingeschränkt. Jetzt füllen sich die Herbergen an der mexikanischen Seite der Grenze. Dort ist es ähnlich gefährlich wie an den Orten, aus... » mehr

Tote bei Schüssen in Supermarkt in Texas

04.08.2019

Die Schüsse von El Paso und Trumps Amerika

Die Bluttat von El Paso fällt mittenhinein in eine Zeit, in der das politische Klima in den USA besonders vergiftet ist. Es gibt Hinweise auf ein Hassverbrechen. Und erste Stimmen werden laut, die Donald Trump indirekt e... » mehr

Donald Trump und Emmanuel Macron

06.06.2019

Trump und Macron am D-Day in der Normandie

Ein roter Teppich für Trump in Frankreich - der Anlass ist ernst. In der Normandie wird an die Landung der Alliierten vor 75 Jahren erinnert. Das Bündnis ist auch beispielgebend für die Zukunft. » mehr

Mittelamerikanische Migranten auf dem Weg in die USA

23.10.2018

Migranten-Karawane aus Mittelamerika stoppt im Süden Mexikos

Rund 80 Kilometer ist der Großteil von ihnen von der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala bis in die Stadt Huixtla gelaufen, dort legen sie eine Pause ein. Die Migranten aus Mittelamerika wollen trotz Drohungen aus Washi... » mehr

Donald Trump

02.11.2018

Trumps Wahlkampf mit der Angst

Donald Trump kennt im Wahlkampf nur noch ein Thema: die Karawanen von Migranten, die derzeit auf dem Weg Richtung US-Grenze sind. Der US-Präsident setzt auf Angst, um Wähler zu mobilisieren. Und er kann dabei auf wichtig... » mehr

Landminenopfer im Jemen

17.04.2019

Trump legt Veto gegen Kongress-Resolution zu Jemen ein

Der US-Kongress wollte ein Ende der amerikanischen Unterstützung für den saudisch geführten Militäreinsatz im Jemen. Aber Donald Trump blockt ab - und stellt sich damit gegen Teile seiner eigenen Partei. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Bauarbeiten an der Radarstation der Bundeswehr am Döbraberg

Bauarbeiten an der Radarstation der Bundeswehr am Döbraberg | 20.08.2019 Döbraberg
» 11 Bilder ansehen

SonneMondSterne Saalfeld

SonneMondSterne-Festival | 10.08.2019 Saalburg
» 122 Bilder ansehen

SpVgg Bayern Hof - Viktoria Kahl 2:0

SpVgg Bayern Hof - Viktoria Kahl 2:0 | 17.08.2019 Hof
» 120 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 11. 2018
22:03 Uhr



^