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Hintergründe

Pressevertreter als Mordopfer - getötete Journalisten

Der Tod von Jamal Khashoggi reiht sich ein in eine Reihe von Morden an kritischen Journalisten.



ANNA POLITKOWSKAJA: Die russische Journalistin wird im Oktober 2006 in Moskau erschossen. Die 48-Jährige machte sich als Kritikerin der Kriege in Tschetschenien einen Namen. 2014 werden mehrere Männer aus der Nordkaukasusrepublik zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erachtet den Fall im Juli 2018 als unzureichend aufgeklärt. Es sei von den russischen Behörden nicht angemessen ermittelt worden, wer die Drahtzieher waren.

JAVIER VALDEZ: Der Zeitungskorrespondent und Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP wird im Mai 2017 im mexikanischen Culiacán aus seinem Auto gezerrt und auf offener Straße mit zwölf Schüssen regelrecht hingerichtet. Der 50-Jährige schrieb über Drogenhandel und das organisierte Verbrechen. Das tatverdächtige Mitglied eines Kartells wird gefasst. Mexiko gehört neben den Kriegsländern Syrien, Afghanistan und Irak zu den gefährlichsten Staaten für die Presse.

DAPHNE CARUANA GALIZIA: Die 53-jährige Journalistin wird nahe ihrer Wohnung in der maltesischen Hauptstadt Valletta im Oktober 2017 mit einer Autobombe getötet. Sie hatte über Korruption und Geldwäsche berichtet und auch Regierungsvertreter bezichtigt. Für den Mord müssen sich derzeit drei Männer vor Gericht verantworten. Die Hinterbliebenen fordern eine Untersuchung über die Rolle der Regierung. Auch die EU-Kommission fordert vollständige Aufklärung.

JAN KUCIAK: Der 27-jährige Journalist und seine Verlobte werden im Februar 2017 in ihrem Haus im slowakischen Dorf Velka Maca erschossen. Seine Reportage über mögliche Verbindungen italienischer Mafia-Clans zu slowakischen Regierungsmitarbeitern wird postum veröffentlicht. Sie löst Massenproteste gegen Korruption aus. Als Folge treten Regierung und Polizeipräsident zurück. Ermittler verhaften eine Übersetzerin und drei mit dem Mord beauftragte Männer.

WIKTORIJA MARINOWA: In der bulgarischen Stadt Russe wird im Oktober 2018 die 30-jährige Moderatorin des lokalen Fernsehsenders TVN vergewaltigt und ermordet. Die Polizei prüft berufliche und persönliche Gründe, da an einer von ihr moderierten Sendung Journalisten teilnahmen, die über einen angeblichen Betrug mit EU-Fördergeldern recherchierten. Die Ermittler gehen aber von einer spontanen Tat aus sexuellen Motiven aus, nachdem ein Bulgare gestand.

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dpa

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Veröffentlicht am:
22. 11. 2018
15:07 Uhr

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