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Hintergründe

Reaktionen auf die Wahl von Kramp-Karrenbauer

Das Ergebnis auf dem Parteitag ist denkbar knapp. Die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer erhält nun vor allem Gratulationen und gute Wünsche - aber auch Kritik wird laut.



Bundesparteitag
Die neu gewählte CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer neben Bundeskanzlerin Angela Merkel.   Foto: Rainer Jensen

Die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat nach ihrer Wahl auf dem Parteitag in Hamburg am Freitag vor allem gute Wünsche, Angebote zur Zusammenarbeit und erste Forderungen mit auf den Weg bekommen.

Kritik wurde bei den Parteien links und rechts außen laut. Die Reaktionen als Zitate im Überblick:

Der designierte CSU-Chef Markus Söder auf Twitter: «Viel Erfolg im neuen Amt. Freue mich auf eine zukünftige Zusammenarbeit. CDU und CSU müssen wieder enger zusammenrücken und gemeinsam für unser Land arbeiten.»

Noch-CSU-Chef Horst Seehofer auf Twitter: «Meine herzlichen Glückwünsche zur Wahl zur neuen Vorsitzenden der CDU. Viel Glück und Erfolg im neuen Amt!»

SPD-Vorsitzende Andrea Nahles auf Twitter: «Sie treten in große Fußstapfen. [...] Ich biete Ihnen gute Zusammenarbeit an.»

FDP-Chef Christian Lindner auf Twitter: «Eine Mehrheit des Parteitags sprach sich für eine andere Strategie aus, hat dann aber eher Kontinuität gewählt. Wir freuen uns auf fairen Wettbewerb und gute Zusammenarbeit!»

Grünen-Chefin Annalena Baerbock auf Twitter: «Wieder eine Frau an der Spitze - was für ein tolles Zeichen!»

Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf Twitter: «Merkel 2.0 ist keine Lösung: Zwar ist gut, dass CDU Blackrock-Merz nicht als Parteichef gewählt hat. Aber mit AKK geht Merkelsche Politik weiter & soziale Wende ist nicht möglich.»

AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel: «Kramp-Karrenbauer bedeutet: Weiter so! Sie ist Merkel 2.0. Mit ihr wird sich Linkskurs der CDU fortsetzen und damit haben auch die letzten konservativen Christdemokraten ihren Kampf verloren und in der Union keine politische Heimat mehr.»

Kramp-Karrenbauers Ehemann Helmut Karrenbauer zeigte sich «überwältigt und superglücklich» über die Wahl seiner Frau. «Ich habe es mir so für sie gewünscht, auch wenn es jetzt weiterhin heißt: Helmut allein Zuhaus», sagte er der «Rheinischen Post» (Samstag).

CDU-Fraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus: «Viel Erfolg im neuen Amt. [...] Gemeinsam mit der Bundesregierung und Bundeskanzlerin Angela Merkel werden wir für den Zusammenhalt der Gesellschaft eintreten und die Zukunft des Landes gestalten.»

Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Volker Bouffier betont, sowohl Kramp-Karrenbauer als auch Merz hätten die nötige Arbeit für den Zusammenhalt der CDU gut hinbekommen. «Aber es spricht sicher sehr für Annegret Kramp-Karrenbauer, dass sie die Partei sehr unmittelbar angesprochen hat und auch das Herz der Partei erreicht hat.»

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU): «Wir haben gesehen, das Vertrauen in der Bevölkerung ist nicht mehr so da, wie wir es brauchen. Ich traue der Annegret Kramp-Karrenbauer zu, dass sie genau das hinbekommt.»

Schleswig-Holsteins CDU-Chef Daniel Günther (CDU): «Mit ihr an der Spitze bleiben wir als Volkspartei der Mitte in der Breite unserer Gesellschaft verwurzelt»

Carsten Linnemann, Vorsitzender des Unions-Mittelstands: «Auch wenn viele in der CDU über das Ergebnis enttäuscht sind, bleibt die Chance auf einen Neustart.»

Alexander Mitsch, Vorsitzender der Werte-Union, bedauerte, die Delegierten hätten «heute heute mit ihrem Votum für Annegret Kramp-Karrenbauer eine richtungsweisende Entscheidung getroffen und sich leider gegen die notwendige Erneuerung der CDU und für ein "weiter so" ausgesprochen».

Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU- Wirtschaftsrates: «Wie die neue Vorsitzende selbst betont hat, muss es nun gelingen, alle verschiedenen innerparteilichen Positionen gut zu integrieren und dabei insbesondere auch die Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg zu verbessern.»

DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann: «Der DGB wird ein verlässlicher Partner sein, wenn es darum geht, Nationalismus und Populismus den Boden zu entziehen.»

Verdi-Chef Frank Bsirske: «Sie hat ein Ohr auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land. Und das ist gut.»

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer zu «Bild»: «Ich wünsche der neuen Parteiführung, dass sie vor dem Hintergrund der sich ändernden wirtschaftlichen Situation die Kraft findet, zugunsten der Wirtschaft und ihrer Arbeitsplätze die Fragen der Wettbewerbsfähigkeit in den Vordergrund zu rücken.»

Der Präsident des Industrieverbands BDI, Dieter Kempf: «Von der neuen CDU-Vorsitzenden müssen frische Impulse und Ideen zum Beispiel in der Steuer- und Finanzpolitik ausgehen.»

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde

München und Oberbayern: «Ich bin zuversichtlich, dass die CDU unter der Führung ihrer wahlkampferprobten neuen Vorsitzenden den Status als Volkspartei bestätigen und festigen kann, der für die Stabilität unserer Demokratie so wichtig ist.»

Der Präsident des Verbands der Digitalwirtschaft Bitkom, Achim Berg, zu «Bild»: «Nach der Personaldiskussion brauchen wir jetzt eine ebenso entschieden und leidenschaftlich geführte Sachdiskussion zu unserem wichtigsten Zukunftsthema: Digitalisierung.»

Der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, Holger Bingmann: «Unzweifelhaft wird es Zeit, die Modernisierung der Unternehmensbesteuerung mit Entlastungen in Angriff zu nehmen, um deutsche Unternehmen in immer raueren Zeiten im internationalen Wettbewerb und im digitalen Wandel den Rücken zu stärken.»

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Veröffentlicht am:
17. 12. 2018
10:05 Uhr

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