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Hintergründe

Die Nato - vom Verteidigungsbündnis zum Krisenmanager

Wenn etwas heute sicher ist, (...) so ist dies der Wunsch der Menschen der Welt nach Freiheit und Frieden», sagte der frühere US-Präsident Harry Truman bei der Gründung der Nato. So hat sich die militärisch-politische Organisation seitdem entwickelt:



Wohin steuert die Nato?
Die Flagge der Nato.   Foto: Daniel Naupold/dpa

1949: Zwölf Länder unterzeichnen den Gründungsvertrag: die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Portugal, Norwegen, Dänemark und Island.

1955: Die Bundesrepublik tritt dem Bündnis auf Einladung der Nato bei. Daraufhin gründet die Sowjetunion den Warschauer Pakt - eine militärische Organisation der sozialistischen Staaten in Europa.

1979: Der Nato-Doppelbeschluss sieht die Aufstellung neuer Atomraketen in Westeuropa vor. Zunächst soll jedoch über atomare Abrüstung verhandelt werden. Als die Verhandlungen mit der Sowjetunion scheitern, werden die Raketen ab 1983 aufgestellt.

1990/91: Die Wiedervereinigung Deutschlands und die Auflösung des Warschauer Pakts bescheren der Nato eine neue Rolle: Sie soll nicht länger vorwiegend Verteidigungsbündnis sein, sondern langfristig umfassende Sicherheit gewährleisten - etwa durch Krisenmanagement außerhalb des Bündnisgebiets.

1999: Nato-Osterweiterung um Ungarn, Polen und Tschechien.

2001: Nach den Terroranschlägen vom 11. September in den USA wird erstmals der Bündnisfall gemäß Artikel 5 (Prinzip der kollektiven Selbstverteidigung) festgestellt.

2003: Das Kommando über die multinationale Friedenstruppe in Afghanistan ist die erste Großoperation außerhalb des Bündnisgebiets.

2014: Wegen der Ukraine-Krise beschließen die inzwischen 28 Partner, sich gegen mögliche Bedrohungen aus Russland zu wappnen.

2017: US-Präsident Donald Trump verlangt wiederholt, dass die Verteidigungsausgaben zugunsten der USA anders verteilt werden. Er bezeichnet die Nato als «obsolet», rückt aber später wieder davon ab.

2018: Auf einem Gipfel droht Trump mit einem Alleingang seines Landes, sollten nicht alle Bündnispartner ihre Verteidigungsausgaben erhöhen. Erst nach einer Krisensitzung sichert er Bündnistreue zu.

2019: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärt die Nato für «hirntot». Bundeskanzlerin Angela Merkel und Trump widersprechen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 12. 2019
14:56 Uhr

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03. 12. 2019
14:56 Uhr



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