Lade Login-Box.
Topthemen: Kommunalwahl 2020Bilder vom WochenendeHof-GalerieBlitzerwarner

Wirtschaft

Aktionärsvereinigung will Bayer-Vorstand nicht entlasten

Als Folge der Gerichtsprozesse rund um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wächst beim Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer der Druck auf die Unternehmensführung.



Bayer
Experten werfen Bayer vor, die Risiken des Kaufs von Monsanto angesichts von Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter unterschätzt zu haben.   Foto: Oliver Berg

Nun fordert die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), die am Freitag auf der Hauptversammlung anstehende Abstimmung über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu vertagen. Für das Aktionärstreffen liegen bereits zwei Anträge vor, gegen die Entlastung des Vorstands zu stimmen.

«Aufgrund der aktuellen Situation ist es den Aktionären nicht möglich, eine abschließende, seriöse Entscheidung über die Entlastung von Vorstand und auch Aufsichtsrat zu treffen», sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler laut Mitteilung in Düsseldorf.

«Die Bayer-Führung verweist fortwährend auf die langfristige Sinnhaftigkeit der Monsanto-Übernahme, die Aktionäre dagegen sehen den massiven Verlust in ihren Depots und in der Reputation des Bayer-Konzerns.»

Bayer hatte Monsanto im vergangenen Jahr für mehr als 60 Milliarden US-Dollar (53 Mrd Euro) übernommen. Experten werfen dem Konzern vor, die Risiken des Kaufs angesichts von Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter unterschätzt zu haben.

Bayer betont in einer Stellungnahme zu den Gegenanträgen für die Hauptversammlung, der Vorstand habe bei der Übernahme von Monsanto «auch die Risiken geprüft, die mit dem Glyphosatgeschäft» verbunden seien. Die Risikobewertung habe klar ergeben, dass die glyphosathaltigen Produkte «bei sachgemäßer Anwendung sicher sind».

Mittlerweile hat Bayer zwei Geschworenen-Prozesse in den USA verloren, in denen die Kläger Entschädigungen von jeweils fast 80 Millionen Dollar (71 Mio Euro) zugesprochen bekamen. Seit dem ersten Urteil hat die Bayer-Aktie mehr als ein Drittel an Wert verloren. Der Konzern will in beiden Fällen in Berufung gehen. Insgesamt gibt es aber schon 11.000 Klagen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 04. 2019
13:31 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Aktionäre Bayer-Aktien Euro Gerichtsprozesse und Gerichtsverfahren Kläger Monsanto Wertpapierbesitz
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Pharmakonzern Bayer

17.01.2020

Glyphosat-Klagen gegen Bayer drastisch gestiegen

Steht der Agrarchemie- und Pharmariese Bayer im Mammut-Rechtsstreit mit US-Klägern vor einem Kompromiss? Der als Schlichter agierende Staranwalt Ken Feinberg schürt Hoffnungen auf eine zügige Einigung. » mehr

Real-Beschäftigte demonstrieren

14.02.2020

Real-Beschäftigte: «Wir wollen in sichere Hände»

Zur Hauptversammlung der Metro demonstrieren Hunderte Beschäftigte der vor der Zerschlagung stehenden Supermarktkette Real. Vor den Aktionären verteidigt Metro-Chef Koch den geplanten Verkauf. » mehr

Jo Kaeser

05.02.2020

Bergwerkskrach dominiert Siemens-Hauptversammlung

Siemens wird die Klimadebatte nicht los. Bei der Hauptversammlung dominiert das Thema - vor und in der Münchner Olympiahalle. Die vorgelegten Quartalszahlen geraten dabei zur Nebensache. » mehr

Daniel Kretinsky

21.01.2020

Metro-Gründer bauen Einfluss beim Konzern aus

Beisheim und Meridian sichern sich eine faktische Sperrminorität beim Düsseldorfer Handelsriesen. Das stärkt ihre Position gegenüber dem tschechischen Milliardär Kretinsky, dem größten Metro-Aktionär. » mehr

Produktion der S-Klasse

07.01.2020

Dieselskandal: Anleger wollen 896 Millionen Euro von Daimler

Im Zuge der Dieselaffäre verlor der Autobauer Daimler an öffentlichem Rückhalt und die Aktie an Wert. Anleger mussten mitansehen, wie der Kurs nach unten ging - nun ziehen einige Investoren vor Gericht. » mehr

VW geht gegen Ex-FBI-Chef Freeh vor

22.01.2020

VW teilt gegen Ex-FBI-Chef aus

Louis Freeh leitete in der Ära Clinton die US-Bundespolizei FBI. Der Jurist machte sich später als Rechtsberater einen Namen und war kurz davor, in der Aufarbeitung der Dieselaffäre mit VW anzubandeln. Jetzt ist das Tisc... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Demo gegen Tennet Marktredwitz

Demo gegen Tennet | 18.02.2020 Marktredwitz
» 61 Bilder ansehen

Prunksitzung in Veitshöchheim Veitshöchheim

Prunksitzung in Veitshöchheim | 15.02.2020 Veitshöchheim
» 210 Bilder ansehen

Starbulls Rosenheim -VER Selb n.V. 4:3 Rosenheim

Starbulls Rosenheim -VER Selb n.V. 4:3 | 16.02.2020 Rosenheim
» 48 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 04. 2019
13:31 Uhr



^