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Wirtschaft

Arbeitnehmer leisten 61 Milliarden Arbeitsstunden

Die Arbeitnehmer in Deutschland gelten weltweit als fleißig - und sind es auch: Sowohl die Zahl der Erwerbstätigen als auch die der Arbeitsstunden verzeichnen neue Höchststände. Dafür gibt es einen Grund.



Bahn - Baustelle
Arbeiter errichten eine neue Zugbildungsanlage auf dem Gelände vor dem Hauptbahnhof. Die Deutschen haben im vergangenen Jahr so viel gearbeitet wie seit 1991 nicht mehr.   Foto: Jan Woitas

Die Arbeitnehmer in Deutschland haben im vergangenen Jahr so viel gearbeitet wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Das Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen sei im Vergleich zu 2017 um 1,4 Prozent auf 61,1 Milliarden Stunden gestiegen, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit. Erstmals seit Beginn der Zeitreihe 1991 sei damit die Schwelle von 61 Milliarden Stunden überschritten worden.

Auch die Zahl der Erwerbstätigen erreichte mit 44,8 Millionen im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand. Sie nahm um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. «Die Arbeit geht uns wahrlich nicht aus, auch wenn das oft behauptet wird», sagte der Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen, Enzo Weber.

Durchschnittlich arbeitete jeder Erwerbstätige im vergangenen Jahr 1363 Stunden. Das ist ein Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Selbstständige und mithelfende Familienangehörige waren durchschnittlich 1915 Stunden erwerbstätig, beschäftigte Arbeitnehmer 1287 Stunden. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt 1647 Stunden, Teilzeitbeschäftigte 728 Stunden.

Die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten betrug den Angaben zufolge 38, die der Teilzeitbeschäftigten 16,7 Stunden. Leicht rückläufig war im vergangenen Jahr laut dem IAB die Zahl der in Kurzarbeit beschäftigten Menschen. Deren Zahl sank um 4000 auf 109 000 Menschen.

Durchschnittlich leistete jeder Arbeitnehmer 2018 26,5 bezahlte Überstunden - 0,2 Stunden weniger als im Vorjahr. Ebenfalls 26,5 Stunden arbeitete jeder Beschäftigte im Schnitt unbezahlt mehr - so viel wie bereits 2017. Auf seinem Arbeitskonto baute jeder Arbeitnehmer durchschnittlich ein Guthaben von zwei Stunden auf.

Das Mehr an Arbeitsstunden sei zum einen wegen des Trends zu mehr Vollzeit und weniger Minijobs entstanden, zum anderen wegen der Plusstunden auf den Arbeitszeitkonten, erklärte Arbeitsökonom Weber. Gleichgeblieben sind laut der IAB-Studie dagegen die durchschnittlichen Krankheitstage der Deutschen. Im vergangenen Jahr fehlten sie an 10,6 Tagen wegen Krankheit am Arbeitsplatz - genauso lange wie 2017.

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dpa

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Veröffentlicht am:
05. 03. 2019
16:56 Uhr

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05. 03. 2019
16:56 Uhr



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