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Wirtschaft

Axel Springer verdient immer mehr Geld im Internet

Das Medienhaus Axel Springer holt den größten Teil seines Gewinns längst in der digitalen Welt. Inserate-Plattformen wie Stepstone sind das Rückgrat des Verlags. Aber auch mit Journalismus lässt sich Geld verdienen.



Bilanz-Pressekonferenz Axel Springer SE
Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE. Das Medienhaus Axel Springer hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr dank eines starken Digitalgeschäfts gesteigert.   Foto: Bernd von Jutrczenka

Das Medienhaus Axel Springer («Bild», «Welt») verdient immer mehr Geld mit Inseraten im Internet, bringt aber auch junge journalistische Angebote in die Gewinnzone.

Die Nachrichtenplattformen «Upday» und «Politico» in Europa sollen in diesem Jahr profitabel werden, das Wirtschaftsportal «Business Insider» sei es seit dem vergangenen Jahr, sagte Vorstandschef Mathias Döpfner.

Insgesamt trugen die journalistischen Angebote im vergangenen Jahr noch knapp ein Drittel zum operativen Ergebnis bei, zwei Drittel kommen aus Anzeigenangeboten wie der Stellenbörse Stepstone und dem Immobilienportal Immowelt im Segment Classifieds Media. «Das ist das wirtschaftliche Rückgrat des Verlags», sagte Döpfner.

Der Vorstandschef bezeichnete 2018 als erfolgreichstes Jahr der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz legte wie erwartet um rund 4 Prozent auf 3,18 Milliarden Euro zu. Im laufenden Geschäft wuchs der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 14 Prozent auf 737,9 Millionen Euro. Das Konzern-Gesamtergebnis sank von 280 Millionen auf 208 Millionen Euro, was auch mit An- und Verkäufen zusammenhängt.

«Wir sind weiterhin auf dem Weg zum rein digitalen Verlag», sagte Döpfner. 84 Prozent des Gewinns im laufenden Geschäft komme aus digitalen Angeboten. «Bild» und «Welt» steigerten die Zahl ihrer digitalen Abos. Axel Springer will weiter in die Segmente Classifieds und News Media investieren, Finanzchef Julian Deutz sprach von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

So wird etwa die deutsche Redaktion von «Business Insider» ausgebaut und zieht von Karlsruhe nach Berlin, wie das Unternehmen am Donnerstag ankündigte. Döpfner schloss aber aus, dass Springer Zeitungen aus der DuMont Mediengruppe kaufe. Das Kölner Unternehmen prüft derzeit einen Verkauf von Teilen seines Portfolios.

«Wir wollen ganz bewusst in unseren wachstumsstärksten Geschäften stärker investieren, auch wenn das nicht jeder Aktionär kurzfristig goutiert», sagte Deutz. Die Springer-Aktie hatte am Donnerstagmorgen deutlich verloren, nachdem die Ziele für 2019 veröffentlicht worden waren: ein niedriges, einstelliges Plus beim Umsatz und ein Ebitda auf Vorjahresniveau.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
07. 03. 2019
14:11 Uhr

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dpa

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07. 03. 2019
14:11 Uhr



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