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Wirtschaft

Chef der Danske Bank tritt nach Geldwäsche-Skandal zurück

Die Danske Bank spricht vom schwärzesten Tag ihrer Geschichte. Es geht um Geldwäsche im großen Stil. Auch wenn noch nicht klar ist, um welche Summen es geht, hat der Skandal erste Konsequenzen.



Thomas Borgen
Thomas Borgen, Vorstandschef der Danske Bank, kündigt auf einer Pressekonferenz seinen Rücktritt an.   Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Im Geldwäsche-Skandal um die Danske Bank hat der Vorstandschef Thomas Borgen seinen Rücktritt angekündigt. Die Bank sei ihrer Verantwortung in dem Fall nicht nachgekommen, erklärte er. «Das bedauere ich zutiefst.»

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das Geldhaus, weil in einer estnischen Filiale Geld im Wert von mehreren Hundert Millionen Euro gewaschen worden sein soll. Die Danske Bank ist das größte Kreditinstitut Dänemarks.

Borgen steht seit 2013 an der Spitze des Geldhauses. Er werde noch bleiben, bis ein Nachfolger gefunden sei, erklärte die Danske Bank. Der Aufsichtsrat erklärte sein Bedauern über Borgens Rücktritt. Es sei jedoch die richtige Entscheidung.

Die Danske Bank erklärte, die verdächtigen Transaktionen in Estland könnten noch nicht genau beziffert werden. Es geht um die Jahre 2007 bis 2015. In der Zeit habe die estnische Filiale 10.000 Kunden aus dem Ausland gehabt, die rund 200 Milliarden Euro bewegt hätten. «Ein großer Teil dieser 200 Milliarden Euro, die durch die Filiale flossen, sind verdächtige Transaktionen», sagte Anwalt Ole Spiermann, der die interne Untersuchung leitet. Genaueres müssten die Behörden ermitteln.

Das dänische Geldhaus hatte die estnische Sampo Bank 2006 übernommen. Bereits 2007 hätten laut einer Untersuchung verdächtige Aktivitäten auffallen können. Unter anderem habe die Bank entsprechende Hinweise von der russischen Zentralbank bekommen.

«Es gab eine Reihe Warnleuchten, auf die nicht reagiert wurde», räumte Aufsichtsratschef Ole Andersen ein. «Die Verhältnisse sind deutlich schlimmer als wir glaubten oder uns auch nur vorstellen konnten, als wir unsere interne Untersuchung einsetzten.»

Weil sie nicht von möglicherweise illegalen Transaktionen profitieren wolle, werde die Danske Bank 1,5 Milliarden dänische Kronen (rund 200 Millionen Euro) an eine unabhängige Stiftung spenden, die internationale Finanzkriminalität bekämpfe.

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dpa

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Veröffentlicht am:
19. 09. 2018
13:00 Uhr

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19. 09. 2018
13:00 Uhr



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