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Wirtschaft

China zeigt sich hoffnungsvoll über Handelsgespräche mit USA

Es gibt Fortschritte, aber vorerst nur in einigen Bereichen. China ringt weiter mit den USA über ein Ende des Handelskrieges. Chinas Unterhändler äußert sich zuversichtlich. Ist es Zweckoptimismus?



Handelsgespräche USA/China
Flaggen von China und den USA vor den Handelsgesprächen im Februar in Peking.   Foto: Mark Schiefelbein/AP

China hat sich positiv über den Verlauf der Verhandlungen mit den USA über ein Ende ihres Handelskrieges gezeigt.

«Die Gespräche haben substanzielle Fortschritte in einigen wichtigen Fragen gemacht», sagte der Vizehandelsminister Wang Shouwen am Samstag auf einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung des Volkskongresses. «Ich bin hoffnungsvoll.» Beide Verhandlungsteams kommunizierten «Tag und Nacht» miteinander.

Der Wirtschaftsberater des US-Präsidenten Donald Trump, Larry Kudlow, äußerte sich ebenfalls optimistisch und hält eine Einigung im bis April für möglich. «Ich glaube, wir machen große Fortschritte», sagte Kudlow am Sonntag dem regierungsnahen US-Sender Fox News. Beim Besuch einer chinesischen Delegation in Washington seien große Fortschritte erzielt worden. Seitdem seien beide Seiten täglich in Kontakt.

Ziel sei eine Einigung, die alle Sonderzölle beider Seiten beseitige, damit der Handel wieder «normal» laufe, sagte der chinesische Vizehandelsbeauftragte, der an den Gesprächen beteiligt ist. Auch müsse jede Umsetzung «gerecht und ebenbürtig» erfolgen. Sonderabgaben seien kontraproduktiv. «Zölle gegeneinander zu verhängen, schadet den USA, China und der Welt», sagte Wang Shouwen. «Sie verringern die Zuversicht der Investoren und verzögern Investmententscheidungen.»

Der Unterhändler reagierte damit auf eine Frage, ob China auch eine schrittweise Aufhebung der Strafzölle oder auch einen Mechanismus akzeptieren würde, der es den USA ermöglichen könnte, bei Verstößen gegen die Vereinbarung wieder Sonderabgaben zu erheben.

Zuvor hatten die USA die Hoffnungen auf einen baldigen Durchbruch gedämpft. Es gebe unverändert unterschiedliche Positionen, die weitere Gespräche notwendig machten, hieß es von US-Seite. Bisher sei auch noch kein Termin für einen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping festgelegt worden.

Trump sagte am Freitag in Washington: «Ich denke, es läuft gut.» Er fügte aber auch hinzu: Ob es zu einem Deal mit China komme oder nicht, es sei immer gut für die USA. «Wenn es nicht ein sehr guter Deal für unser Land ist, dann machen wir keinen Deal», sagte Trump.

Die Unwägbarkeiten durch den Handelskrieg mit den USA setzen der zweitgrößten Volkswirtschaft zunehmend heftiger zu. Chinas Ausfuhren insgesamt gingen im Februar überraschend deutlich um 20,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Die Importe verringerten sich um 5,2 Prozent, wie die Zollverwaltung in Peking mitteilte.

Die niedrige Inflation in China deutet auch auf lustlose Nachfrage und langsameres Wirtschaftswachstum hin. Die Erzeugerpreise stiegen im Februar nur um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt am Samstag berichtete. Die Verbraucherpreise legten um 1,5 Prozent zu - weniger als im Januar mit 1,7 Prozent und deutlich unter der Vorgabe der Regierung von 3 Prozent für das Jahr.

Beide Länder haben sich gegenseitig mit Sonderzöllen überzogen, so dass inzwischen rund die Hälfte aller US-Einfuhren aus China mit zusätzlichen Zöllen belastet ist. Die USA fordern mehr Marktzugang in China, eine Verringerung des US-Handelsdefizits sowie einen besseren Schutz gegen Produktpiraterie und zwangsweisen Technologietransfer für in China tätige US-Unternehmen. Auch stoßen sich die USA an staatlicher Förderung chinesischer Firmen, was den Markt verzerrt.

Trump und Xi Jinping hatten Anfang Dezember nach dem Gipfel der großen Wirtschaftsnationen (G20) in Buenos Aires einen 90-tägigen «Waffenstillstand» für Verhandlungen bis 1. März vereinbart. Ende Februar hat der US-Präsident die Frist auf unbestimmte Zeit verlängert, um den Gesprächen mehr Raum zu geben.

Die USA drohen aber mit neuen Strafzöllen, wenn es keine Einigung gibt. Die Sonderzölle auf Importe aus China im Umfang von 200 Milliarden US-Dollar könnten dann von derzeit 10 auf 25 Prozent erhöht werden.

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dpa

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Veröffentlicht am:
10. 03. 2019
19:17 Uhr

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10. 03. 2019
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