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Wirtschaft

Corona-Krise dämpft Erwartungen bei Lanxess

Wie etliche Konzerne ist auch Lanxess vor den Folgen des Coronavirus nicht gefeit. Die Auswirkungen auf das laufende Geschäftsjahr sind noch kaum absehbar - aber dürften groß sein.



Lanxess
Der Chemiekonzern Lanxess rechnet durch die Corona-Krise mit großen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr.   Foto: Oliver Berg/dpa

Der Chemiekonzern Lanxess rechnet angesichts der Corona-Krise mit weiteren Belastungen des Geschäfts. «Wir sehen im Februar und März, dass Corona seine Spuren hinterlässt», sagte Lanxess-Chef Matthias Zachert am Mittwoch in Köln.

Das gilt auch ganz praktisch: Der Konzern gab seine Geschäftszahlen für 2019 am Mittwoch telefonisch durch, anstatt wie sonst üblich vor Ort einzuladen. Für 2020 schätzt der Konzern die Belastungen durch die Viruskrise auf 50 Millionen bis 100 Millionen Euro, davon 20 Millionen im ersten Quartal.

Daher rechnet das Unternehmen für 2020 mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen zwischen 0,9 und 1,0 Milliarde Euro. Dabei dürfte auch die anhaltende Schwäche der Autobranche eine Rolle spielen.

2019 hatten gute Geschäfte mit Wasseraufbereitungsprodukten und Flammschutzmitteln dieses Schwäche noch aufgefangen. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Der Umsatz war hingegen war leicht auf 6,8 Milliarden Euro gesunken.

Dass Lanxess auch Desinfektionsmittel - insbesondere für die Tierhygiene - herstellt und dabei derzeit eine extrem hohe Nachfrage verzeichnet, hilft allerdings nur bedingt. Die Produktion sei voll ausgelastet und solle - etwa in England - auch aufgestockt werden, hieß es am Mittwoch. Auf den Umsatz werde das allerdings nur einen geringen Effekt haben.

Auch ganz konkret hatte das Unternehmen bereits mit dem Coronavirus zu tun: Zwei Mitarbeiter - einer davon am Kölner Standort - hatten sich infiziert, aber nur leichte Symptome gezeigt. Mitarbeiter seien nach Hause geschickt und alle notwendigen Vorkehrungen getroffen worden.

Ihren Konzernumbau treibrn die Kölner voran. Nachdem bereits Teile der Lederchemie verkauft wurden, soll nun der komplette Geschäftsbereich abgegeben werden. Gleichzeitig wollen die Kölner stärker vom Elektro-Boom der Autobranche profitieren. Am Standort El Dorado im US-Bundesstaat Arkansas sei Anfang März mit dem Partner Standard Lithium eine Pilotanlage zur Extraktion von hochreinem Lithium direkt aus Solen in Betrieb genommen worden.

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dpa

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Veröffentlicht am:
11. 03. 2020
13:02 Uhr

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11. 03. 2020
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