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Wirtschaft

DIHK rechnet im neuen Jahr mit weniger zusätzlichen Jobs

Die deutsche Wirtschaft hat einen langen Aufschwung hinter sich. Doch die Luft wird dünner, sagt der DIHK-Präsident. Noch nie habe es eine so große Unsicherheit bei den Firmen gegeben.



Stellenanzeigen
Stellenanzeige hängen an einer Tafel in einem Jobcenter aus.   Foto: Daniel Karmann

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag rechnet im neuen Jahr mit weniger neuen Jobs in Deutschland. DIHK-Präsident Eric Schweitzer erwartet, dass 500.000 zusätzliche Stellen geschaffen werden.

Das sei ein nicht mehr ganz so hoher Zuwachs wie in den Vorjahren, sagte Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Für 2018 geht der DIHK von einem Stellenplus von 580.000 aus, 2017 waren es 630 000 neue Jobs. «Wir rechnen mit einem schwächeren Wachstum. Vor allem die Exporterwartungen werden schwächer.»

Das Weltwirtschaftsklima kühle sich ab. «Die Sorgen der Unternehmen werden größer. Die akute Gefahr einer Rezession sehen wir nicht, die Luft wird aber dünner», sagte Schweitzer. «Ich glaube, wir hatten selten wirtschaftlich so viel Unsicherheit wie zurzeit: Brexit, Handelsstreitigkeiten, instabile Lage in Italien oder der Türkei, Konflikte im Nahen Osten, drohende Autozölle der USA.»

Der alles überragende Handelskonflikt aber sei der zwischen den USA und China. Ein Handelskrieg würde zu immensen Verwerfungen in der Weltwirtschaft führen, betonte Schweitzer. «Das hätte gravierende Auswirkungen auf Deutschland. Kein Land ist so stark abhängig vom Export wie wir.» Dazu komme der Fachkräftemangel, der für die Betriebe bundesweit ein immer größeres Problem werde. 1,6 Millionen Stellen könnten Unternehmen längerfristig nicht besetzen.

Es sei wichtig und richtig, dass die EU Handelsabkommen vorantreibe, sagte Schweitzer. «Das verstärkt auch die Gegengewichte zum Protektionismus. Die deutsche Wirtschaft setzt auf freien Handel und offene Märkte.» Vor allem US-Präsident Donald Trump fährt einen Kurs der wirtschaftlichen Abschottung. Höhere Importzölle für Autos aus der EU würden vor allem die deutsche Autoindustrie massiv treffen.

Führende Forschungsinstitute hatten ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2019 zuletzt deutlich heruntergeschraubt. Die Gefahr deiner Rezession sehen sie aber nicht.

Schweitzer forderte vor allem einen beschleunigten Ausbau der Infrastruktur in Deutschland: «Wir müssen bei der digitalen Infrastruktur, beim Glasfaser-Netzausbau und 5G schnell vorankommen.» Es sollten zwar 98 Prozent der Haushalte mit 5G versorgt werden, aber das bedeute nur 80 Prozent der Fläche. «Es müssen aber im ganzen Land vor allem die Unternehmen ans Glasfasernetz und ans 5G-Netz in der Fläche angeschlossen werden.» Im Frühjahr sollen Frequenzen für das schnelle mobile Internet 5G versteigert werden.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
24. 12. 2018
10:00 Uhr

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24. 12. 2018
10:00 Uhr



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