Lade Login-Box.
Topthemen: Live-Ticker "Rock im Park"Mit Video: HöllentalbrückenSchlappentag

Wirtschaft

Deutsche Industrie fordert mehr Geld für Raumfahrt

Der Mond hat schon immer die Fantasie der Menschen angeregt. 50 Jahre ist die erste bemannte Landung auf dem Trabanten her. Bei der Rückkehr zum Mond sollte Deutschland eine «zentrale Rolle spielen», fordert nun der Industrieverband BDI.



Luft-und Raumfahrttechnik
Ingenieure arbeiten am Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) an einem Forschungssatelliten (Archiv).   Foto: Carmen Jaspersen

Die deutsche Industrie hat die Bundesregierung aufgefordert, deutlich mehr Geld für die Raumfahrt auszugeben.

Raumfahrt sei für die Industrie im digitalen Zeitalter von zentraler Bedeutung und Schlüssel für Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren, heißt es in einem am Dienstag vorgelegten Grundsatzpapier des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Die Stärke Deutschlands als eine der führenden Industrienationen weltweit spiegele sich aber nicht in den Raumfahrtausgaben wider. Deutschland liege im internationalen Vergleich lediglich auf Rang neun.

Raumfahrt sei ein «Motor für Innovationen». Angesichts der steigenden Bedeutung der Raumfahrt für die moderne digitale Wirtschaft sei es dringend erforderlich, das nationale Raumfahrtbudget in Deutschland deutlich aufzustocken, heißt es in dem Papier. Im Jahr 2018 lag demnach das deutsche Nationale Programm für Weltraum und Innovation bei 285 Millionen Euro. Im Vergleich dazu verfüge beispielsweise Frankreich im selben Zeitraum über ein Budget von 726 Millionen Euro.

Dieses Ungleichgewicht bestehe auch im außereuropäischen Vergleich. «Ein selbstbewusstes Raumfahrtprogramm ist der Nährboden einer selbstbewussten Teilhabe der deutschen Raumfahrt am wachsenden Weltmarkt, auf dem Deutschland nicht nur mit dem Trend geht, sondern an der Spitze die Standards setzt.»

50 Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung spricht sich der BDI dafür aus, dass Deutschland bei der Rückkehr zum Mond eine «zentrale Rolle» spielen solle. Der Mond habe langfristig auch das Potenzial, als Zwischenstation für eine Mission zum Mars zu dienen. Bereits heute verfüge Deutschland als federführender Hersteller eines wichtigen technischen Moduls für die nächsten bemannten Raumfahrzeuge der USA über eine weltweit einmalige Kernkompetenz. «Darauf sollte Deutschland aufbauen und als zentraler Partner der USA agieren.»

Die USA unter Präsident Donald Trump hatten kürzlich angekündigt, dass innerhalb der kommenden fünf Jahre wieder US-Astronauten auf dem Mond landen sollen. Als erster Mensch hatte der US-Astronaut Neil Armstrong am 21. Juli 1969 seinen Fuß auf die Mondoberfläche gesetzt. Der bislang letzte Mensch auf dem Mond war im Dezember 1972 der US-Amerikaner Gene Cernan.

Neben einer Rückkehr zum Mond sieht der Industrieverband BDI als Zukunftsthema auch den Weltraumbergbau. Bis es zum Abbau von Rohstoffen auf Asteroiden oder Planeten komme, werde noch einige Zeit vergehen, heißt es im Papier. «Doch aufgrund rasanter technologischer Innovationen rückt die Förderung von Rohstoffen im Weltraum in den Bereich des Möglichen.» Erst vor kurzem hatten die USA und Luxemburg eine enge Zusammenarbeit bei der kommerziellen Nutzung des Weltraums. Luxemburg ist das einzige EU-Land, das den Weltraum-Bergbau bereits gesetzlich geregelt hat.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 05. 2019
17:07 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
BDI Deutsche Industrie Deutsche Raumfahrt Donald Trump Industrieländer Industrieverbände Neil Armstrong Papier Planeten Raumfahrt Raumfahrzeuge US-Astronauten
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Mailand

12.06.2019

Deutsche Unternehmen in Italien zunehmend pessimistisch

Streit mit der EU, Streit in der eigenen Regierung - und kaum Wirtschaftswachstum. Die schlechte Stimmung in Italien drückt auch die Laune deutscher Unternehmen in dem Land. » mehr

Braunkohle-Tagebau

04.01.2019

Wirtschaft will Kohleausstieg an Bedingungen knüpfen

Es ist eine der ersten großen Entscheidungen des Jahres: Bis spätestens Anfang Februar will eine Kommission ein Konzept zum Kohleausstieg vorlegen. Die Wirtschaft zieht Pflöcke ein. » mehr

Ende der 5G-Auktion

13.06.2019

Vorbereitungen für 5G-Netze laufen an

Es ist eine Art Startschuss für den Netzausbau: Vier Telekommunikationskonzerne haben sich bei einer Versteigerung wertvolles Spektrum gesichert, mit dem sie ultraschnelles mobiles Internet anbieten wollen. Doch es gibt ... » mehr

Stellenangebote

19.05.2019

BDI: Fachkräftemangel in Ostdeutschland ist akut

Die ostdeutsche Wirtschaft hat aus Sicht des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) seit dem Mauerfall enorm gewonnen. » mehr

Textilfabrik in Bangladesch

18.04.2019

Industrie: Lieferketten-Gesetz gefährdet Existenz von Firmen

Kinderarbeit, Hungerlöhne - am Anfang weltweiter Lieferketten stehen oft unwürdige Arbeitsbedingungen. Minister Müller will deutsche Unternehmen notfalls gesetzlich zu Mindeststandards verpflichten. Die Textilindustrie g... » mehr

Peter Altmaier

06.05.2019

Altmaier stellt sich Kritik an Industriestrategie

Peter Altmaier hat als kampferprobter Minister ein dickes Fell. Die Kritik an seiner Industriestrategie dürfte ihn nicht von seinem Kurs abbringen. Denn es gibt auch Zustimmung. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

121499141.jpg Weßling

Fotoshooting für den Jungbäuerinnenkalender 2020 | 19.06.2019 Weßling
» 8 Bilder ansehen

IndieMusik Festival 2019 Hof

In.Die.Musik-Festival | 15.06.2019 Hof
» 233 Bilder ansehen

14. Thonberglauf in Schauenstein

14. Thonberglauf in Schauenstein | 01.06.2019 Schauenstein
» 67 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 05. 2019
17:07 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".