Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

Wirtschaft

Dyson verlagert Firmenzentrale nach Singapur

Wenige Wochen vor Ablauf der Brexit-Frist verlagert Sir James Dyson, einer der prominenten Verfechter des britischen EU-Austritts, das Hauptquartier seiner Firma nach Singapur. Das habe nichts mit dem Brexit zu tun, heißt es. Kritik in der Heimat hagelt es trotzdem.



Dyson verlagert Firmenzentrale
Sir James Dyson: Das Unternehmen ist vor allem für seine beutellosen Staubsauger bekannt.   Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Die vor allem für ihre beutellosen Staubsauger bekannte Firma Dyson verlagert ihr Hauptquartier von Großbritannien nach Singapur.

Der Grund sei die zunehmende Bedeutung Asiens für das Dyson-Geschäft, erklärte das Unternehmen am Dienstag wenige Wochen vor Ablauf der Brexit-Frist.

In Asien befänden sich inzwischen eine wachsende Mehrheit der Dyson-Kunden und alle Produktionsstandorte, hieß es. Firmengründer James Dyson, der das Unternehmen nach wie vor kontrolliert, gehörte zu den prominenten Befürwortern des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Dyson arbeitet gerade an einem Elektroauto, das ebenfalls in Singapur gebaut werden soll. An der Investition von 200 Millionen Pfund in einen Technologiecampus am britischen Flugplatz Hullavington und anderen geplanten Ausgaben in Großbritannien werde zugleich festgehalten.

Die britischen Standorte würden «auch in Zukunft das Kernzentrum der kreativen und ingenieurwissenschaftlichen Leistungen von Dyson sein». Die Produktion in Großbritannien habe Dyson bereits 2003 eingestellt, schrieb die «Financial Times». Zugleich hieß es, mit der Verlagerung der Firmenzentrale würden nur zwei Topmanager nach Singapur umziehen: Der Finanzchef und der Chefjurist.

Für das Autoprojekt kommt der Nissan-Manager Roland Krüger an Bord, der dort für die Oberklasse-Marke Infiniti zuständig war. Auch er wird in Singapur arbeiten.

Von britischen Oppositionspolitikern kam heftige Kritik an dem Umzug der Firmenzentrale. So warf der Labour-Abgeordnete Wes Streeting James Dyson «Heuchelei» vor: Er habe kein Gefühl der Verantwortung gegenüber seinen Arbeitern oder seinem Land. Sir James selbst äußerte sich nicht zu den Plänen.

Im vergangenen Geschäftsjahr steigerte Dyson den Umsatz um 28 Prozent auf 4,4 Milliarden Pfund (gut 5 Mrd Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um rund ein Drittel auf 1,1 Milliarden Pfund, wie Dyson ebenfalls am Dienstag mitteilte.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 01. 2019
09:21 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Abschreibungen Arbeiter Brexit Financial Times James Dyson Kritik Oppositionspolitiker Standorte Staubsauger Topmanager Unternehmensgründer
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Dyson

11.10.2019

Dyson bläst Pläne für Elektroauto ab

Die vor allem für ihre beutellosen Staubsauger Firma Dyson wollte sich mit einem innovativen Elektroauto neu erfinden. Nach Milliarden-Kosten für die Entwicklung hat Gründer James Dyson aber keine Hoffnung mehr, damit Ge... » mehr

Thomas Cook

22.09.2019

Thomas Cook verhandelt weiter um zusätzliches Geld

Der Reiseanbieter Thomas Cook braucht dringend mehr Geld. Am Sonntag sollte ein Treffen mit Investoren stattfinden. Unterdessen versucht der Konzern, besorgte Kunden zu beruhigen. » mehr

Axel Springer

12.06.2019

Investor KKR will bei Axel Springer einsteigen

Geld für das digitale Wachstum: Axel Springer will sich einen finanzstarken Investor an Bord holen. Vorerst senkt der Medienkonzern aber seine Prognose. » mehr

Euro

06.11.2019

Scholz: Offen für europäisches Einlagensicherungssystem

Jahrelang war Deutschland bei der Einführung eines europäischen Schutzsystems für Bankguthaben einer der größten Bremsklötze. Nun bringt Finanzminister Olaf Scholz überraschend Schwung in die Debatte. Doch es gibt noch v... » mehr

Deutsche Bank Sweing

10.12.2019

Deutsche Bank spürt bei Radikalumbau mehr Gegenwind

Deutschlands größte Bank muss bei der Neuausrichtung ihres Geschäfts hohe Hürden überwinden. Konzernchef Sewing hält dennoch an seinen Zielen fest. Er sieht auf dem steinigen Weg erste Erfolge. » mehr

Wirecard

15.10.2019

Wirecard-Aktie stürzt nach Zeitungsbericht ab

Hat der Münchner Zahlungsdienstleister Wirecard Umsätze und Gewinne zu hoch ausgewiesen? Ein Artikel der «FT» lässt die Aktie in den Keller rauschen. Die deutsche Finanzaufsicht nimmt die Sache jetzt unter die Lupe. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Simultan-Schach mit Vlastimil Hort

Simultan-Schach mit Vlastimil Hort | 13.12.2019 Hof
» 51 Bilder ansehen

Truck Stop - Schöne Bescherung

Truck Stop - Schöne Bescherung | 12.12.2019 Hof
» 73 Bilder ansehen

Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim

Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim | 13.12.2019 Selb
» 36 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 01. 2019
09:21 Uhr



^