Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom WochenendeHofer Filmtage 2019EhrenamtskampagneVER Selb

Wirtschaft

Honda schließt Werk in Großbritannien

Bittere Nachricht für die britische Wirtschaft: Etwa fünf Wochen vor dem geplanten Brexit gibt Honda das Aus für sein Werk in England bekannt. Grund sei aber nicht der Ausstieg des Landes aus der EU.



Honda - Takahiro Hachigo
Takahiro Hachigo, Präsident und CEO von Honda, spricht während einer Pressekonferenz. Yuya Shino/Kyodo News/dpa   Foto: Yuya Shino

Der japanische Autobauer Honda schließt sein Werk in Großbritannien. Das gab der Konzern bekannt. Das Werk in Swindon ist Hondas einzige Fertigungsstätte in Europa. Die Fabrik mit 3500 Beschäftigten soll 2021 die Arbeit einstellen.

Der am 29. März anstehende EU-Austritt Großbritanniens sei nicht der Grund für die Entscheidung, hieß es. Es gehe um eine Umstrukturierung des globalen Fertigungsnetzwerkes, um sich verstärkt auf Elektroautos zu konzentrieren.

«Wir haben den Brexit immer als etwas betrachtet, was wir überstehen werden», sagte der Vizepräsident von Honda in Europa, Ian Howells, dem Sender BBC. Man müsse jetzt auf die weltweiten Entwicklungen in der Automobilbranche reagieren.

Hondas Werk im englischen Swindon produziert jährlich etwa

150 000 Autos, darunter das Modell Civic. Die Fabrik macht damit rund 10 Prozent der gesamten Autoproduktion Großbritanniens aus. Wirtschaftsminister Greg Clark sprach von einer «katastrophalen Entscheidung». Es sei ein heftiger Schlag für Tausende von Mitarbeitern, deren Familien und auch für die Zulieferer.

Honda ist damit ein weiteres japanisches Unternehmen, das seine Geschäfte in Großbritannien zurückfährt. Nissan hatte kürzlich mitgeteilt, die nächste Generation seines SUV-Modells X-Trail für den europäischen Markt werde in Japan statt in England gebaut. Man wolle die Produktion des X-Trails im Werk in Kyushu zusammenführen. Japans Nummer 1 Toyota erklärte auf Anfrage, keine Pläne zur Änderung seiner Geschäfte in Großbritannien zu verfolgen. Der Konzern bezieht Teile zur Autoproduktion in Derbyshire vom europäischen Festland. Ein No-Deal-Brexit könnte die Produktion am britischen Toyota-Standort aber erschweren.

Die Entscheidung Hondas zur Schließung des Werks erfolgt kurz nach dem Inkrafttreten eines Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Japan. Konzerne wie Honda werden davon profitieren, da die Zölle von 10 Prozent auf Autos, die aus Japan importiert werden, ab dem Jahr 2027 entfallen werden.

Honda begann in Swindon in den späten 1980er Jahren zunächst mit der Fertigung von Motoren. Seit 1992 laufen dort Autos von den Bändern.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 02. 2019
12:28 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeitsstellen Autobau Brexit Britische Wirtschaft British Broadcasting Corporation Fabriken Honda Konzerne Toyota Werk
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Ford-Motorenwerk in Bridgend

06.06.2019

Ford will Werk in Großbritannien schließen

Ford fährt sein Engagement in Großbritannien zurück und viele Jobs fallen damit weg. Andere Hersteller hatten in den vergangenen Monaten ebenfalls Werksschließungen oder massiven Personalabbau auf der Insel angekündigt. » mehr

Autos Großbritannien

31.01.2019

Brexit versetzt britische Autobauer in «Alarmstufe Rot»

Der Großteil der in Großbritannien produzierten Autos ist für den Export bestimmt. Ein Brexit ohne Handelsabkommen wäre daher für die Branche besonders fatal. Neue Zahlen belegen das. » mehr

Waymo

20.06.2019

Renault und Nissan arbeiten an Roboter-Fahrdiensten

Der Automobilhersteller Renault-Nissan will künftig selbstfahrende Taxis und fahrerlose Lieferdienste anbieten. Dabei setzt der Konzern auf eine Kooperation mit der Google-Schwesterfirma Waymo. » mehr

Canary Wharf

09.08.2019

Britische Wirtschaft schrumpft erstmals seit 2012

Die anhaltende Unsicherheit um den EU-Austritt Großbritanniens dämpft die Konjunktur in dem Land. Zur Rezession wird es wohl vorerst noch nicht kommen. Doch ein Austritt ohne Abkommen am 31. Oktober könnte das schnell än... » mehr

Volkswagen

31.08.2019

VW-Tochter warnt vor drohenden Brexit-Folgen in Südafrika

Die Auswirkungen des drohenden Brexit werden weltweit mit Sorge gesehen. Auch in Afrika drohen Verwerfungen, die Folgen für Arbeitsplätze und Exporte haben könnten. » mehr

BLG-Autoterminal in Bremerhaven

26.03.2019

Brexit bedroht Gewinne und Jobs der deutschen Autobauer

Großbritannien ist für die deutsche Autoindustrie ein großer und lukrativer Markt. Bisher. Das könnte sich jetzt ganz schnell ändern. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Lkw kracht auf A 9 in Warnleitanhänger: Fahrer verletzt Gefrees/Münchberg

A9/Münchberg/Gefrees: Lkw kracht in Warnleitanhänger | 17.10.2019 Gefrees/Münchberg
» 25 Bilder ansehen

Michael Mittermeier - Lucky Punch

Michael Mittermeier - Lucky Punch | 16.10.2019 Hof
» 28 Bilder ansehen

"Trails 4 Germany" in Kulmbach

"Trails 4 Germany" in Kulmbach | 14.10.2019 Kulmbach
» 10 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 02. 2019
12:28 Uhr



^