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Wirtschaft

JPMorgan steigert Gewinn deutlich - Goldman Sachs schwächelt

Die US-Großbanken geben beim Auftakt des vierteljährlichen Bilanzreigens ein gemischtes Bild ab. Branchenführer JPMorgan schlug sich deutlich besser als erwartet, doch Wettbewerber wie Goldman Sachs taten sich überraschend schwer.



US-Bank JPMorgan Chase
Dank brummender Geschäfte mit Anleihen steigerte die größte US-Bank JPMorgan den Überschuss im Jahresvergleich um rund acht Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar (8,3 Mrd Euro), wie das Geldhaus in New York mitteilte.   Foto: Justin Lane/epa/dpa

Licht und Schatten bei den großen US-Banken: Während Branchenprimus JPMorgan Chase den Gewinn im dritten Quartal deutlich steigerte, verdiente Goldman Sachs sehr viel weniger.

Insgesamt war es angesichts geringerer US-Leitzinsen ein schwieriges Vierteljahr für die Finanzkonzerne. Das bekamen auch die Rivalen Citigroup und Wells Fargo zu spüren, wie die Quartalsberichte am Dienstag zeigten.

Dank brummender Geschäfte mit Anleihen steigerte die größte US-Bank JPMorgan den Überschuss im Jahresvergleich um rund acht Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar (8,3 Mrd Euro), wie das Geldhaus in New York mitteilte.

JPMorgan habe im vergangenen Quartal Rekorderlöse geliefert und trotz eines schwierigen Marktumfelds mit sinkenden Zinsen Stärke demonstriert, verkündete Vorstandschef Jamie Dimon.

Die US-Großbank übertraf die Erwartungen der Analysten klar, was den Aktienkurs zum US-Handelsstart deutlich anschob. Den höheren Gewinn verdankte JPMorgan vor allem gestiegenen Erträgen aus dem Handel mit Anleihen sowie dem Kreditgeschäft mit Privatkunden. Insgesamt legten die bereinigten Erträge des Geldhauses im Jahresvergleich um gut acht Prozent auf rund 30,1 Milliarden Dollar zu.

Goldman Sachs litt hingegen unter einem schwachen Investmentbanking und musste einen Gewinnrückgang um 27 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro) hinnehmen. Am Markt war mit einem erheblich besseren Ergebnis gerechnet worden. Anlegern reagierten enttäuscht und ließen Goldmans Aktien im frühen US-Handel deutlich sinken.

Hauptgrund für den Gewinneinbruch waren geringere Einnahmen. Mit 8,3 Milliarden Dollar lagen die Erträge rund sechs Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Das Investmentbanking und die Investitionen in andere Unternehmen spielten deutlich weniger ein - auch wegen Abschreibungen auf Unternehmen wie Uber und Tradeweb. Zuwächse im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen konnten dies nicht abfedern.

Der US-Konkurrent Citigroup verdiente hingegen dank guter Ergebnisse im Investmentbanking und niedrigeren Steuern deutlich mehr. Der Überschuss legte im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar (4,5 Mrd Euro) zu. Bei den Einnahmen - den sogenannten Erträgen - schaffte die Citigroup aber nur ein schmales Plus von einem Prozent auf 18,6 Milliarden Dollar.

Wells Fargo, die vierte US-Großbank, die am Dienstag ihre Zahlen vorlegte, leidet indes weiter unter hohen Rechtskosten aufgrund ihrer Skandale in der Vergangenheit. Unter dem Strich sackte das Ergebnis im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar (3,6 Mrd Euro) ab, wie Wells Fargo in San Francisco mitteilte. Die Erträge traten bei rund 22,0 Milliarden Dollar auf der Stelle.

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dpa

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15. 10. 2019
15:58 Uhr

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15. 10. 2019
15:58 Uhr



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