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Wirtschaft

Kaliproduzent K+S blickt nach enttäuschendem Jahr nach vorn

Der neue K+S-Chef Burkhard Lohr baut den Kali- und Salzkonzern um. Nach einem Übergangsjahr soll das Unternehmen bei den Geschäftszahlen 2018 durchstarten. Doch eine Rekorddürre macht K+S einen Strich durch die Rechnung. Der Druck auf Lohr wächst.



Produktion bei K+S
Ein Lader kippt im Großbunker der Schachtanlage Hattorf des Kali- und Salzproduzenten K+S Rohsalz in ein Rollloch, von wo aus es mit einer Förderanlage weitertransportiert wird.   Foto: Arne Dedert

Nach einem enttäuschenden Geschäftsjahr 2018 blickt der Kali- und Salzproduzent K+S nach vorn. Denn durch die Rekorddürre im vergangenen Jahr ist der Kasseler MDax-Konzern hinter den Erwartungen geblieben.

«Wir sind mit den Geschäftszahlen des Jahres 2018 nicht zufrieden», sagte Vorstandschef Burkhard Lohr bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Frankfurt. Doch dank steigender Kalipreise, stabiler Nachfrage und einer höheren Produktion seien die Aussichten für 2019 positiv.

Eigentlich sollte das Unternehmen 2018 - Lohrs zweitem Jahr als Chef - durchstarten. Die Voraussetzungen waren gut: Der Umsatz erhöhte sich von 3,6 Milliarden Euro auf rund 4 Milliarden Euro. Doch es lief nicht rund für den Konzern: Produktionsprobleme im neuen Kali-Werk in Kanada, Personalmangel im deutschen Kalirevier Werra und vor allem die Trockenheit durch den Dürresommer bremsten K+S.

Die Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Grenzgebiet hängt an der Entsorgung. Führt die Werra wenig Wasser, kann K+S weniger flüssige Produktionsrückstände entsorgen. Daher transportierte der Konzern Abwässer per Bahn und Lastwagen ab - was teuer ist. Und trotz der Transporte musste die Produktion im Kalirevier Werra an insgesamt 64 Tagen gestoppt werden. Das kostete K+S 110 Millionen Euro.

So blieb der Konzern weit hinter den ursprünglichen Erwartungen: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug 606 Millionen Euro (Vorjahr 577 Mio Euro). Ursprünglich hatte das Unternehmen bis zu 740 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Gewinn sank von 145 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 85 Millionen Euro. Für die Aktionäre soll es 25 Cent pro Aktie geben (Vorjahr 35 Cent).

Der Druck auf den Konzernchef steigt: «Lohr muss jetzt liefern, keine Frage», sagte Oliver Schwarz, Analyst der Warburg Research GmbH in Hamburg. Die Jahre 2019 und 2020 würden zeigen, ob die neue Kalimine in Kanada ein vernünftiges Projekt ist und die Restrukturierung des Konzerns zu den gewünschten Resultaten führt. Laut K+S soll die Umstrukturierung im laufenden Jahr erstmals mehr Geld einsparen, als sie kostet. 300 Stellen in der Verwaltung will K+S weltweit abbauen. Langfristig werde die Zahl der Beschäftigten von zuletzt 14 931 aber nicht weniger werden.

Für eine neue Trockenheit sieht K+S sich gerüstet. Die Speicher für Salzwasser wurden und würden weiter vergrößert.

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dpa

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14. 03. 2019
12:49 Uhr

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14. 03. 2019
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