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Wirtschaft

Milliarden-Deal der US-Regierung mit Pharmakonzernen

Werden die USA bei einem künftigen Impfstoff gegen das Coronavirus bevorzugt? Ein milliardenschwerer Deal der US-Regierung mit den Pharmakonzernen Sanofi und GlaxoSmithKline nährt diesen Verdacht.



Corona-Impfstoff
Sanofi und GlaxoSmithKline haben mit der US-Regierung einen Milliardendeal zur Weiterentwicklung eines potenziellen Corona-Impfstoffs abgeschlossen.   Foto: Christoph Schmidt/dpa

Die Pharmakonzerne Sanofi und GlaxoSmithKline haben nach eigenen Angaben mit der US-Regierung einen Milliardendeal zur Weiterentwicklung eines potenziellen Corona-Impfstoffs abgeschlossen.

Die US-Regierung werde bis zu 2,1 Milliarden US-Dollar (1,8 Mrd Euro) bereitstellen und davon mehr als die Hälfte für die Entwicklung und klinische Tests des Impfstoff-Kandidaten, wie die französische Sanofi und ihr britischer Wettbewerber Glaxosmithkline mitteilten. Der Rest soll für den Ausbau der Produktionsmöglichkeiten genutzt werden, um anfänglich 100 Millionen Impfdosen liefern zu können. Sanofi werde den Großteil des Geldes erhalten. Die US-Regierung hat zudem die Option, längerfristig weitere 500 Millionen Impfdosen zu erwerben.

Die EU-Kommission will indessen 300 Millionen Dosen eines künftigen Impfstoffs von Sanofi kaufen. Vorgespräche für einen anvisierten Vertrag seien jetzt abgeschlossen worden, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit.

Geplant ist demnach ein Rahmenvertrag, wonach die Kommission vorab einen Teil der Entwicklungskosten des Unternehmens übernimmt und dafür das Recht erhält, eine bestimmte Anzahl von Impfstoffdosen in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen. Die bereitgestellten Mittel wären eine Anzahlung für die Impfstoffe, die die EU-Staaten später tatsächlich kaufen. Sanofi will für seinen Impfstoffkandidaten nach jetziger Planung im Juni 2021 die Zulassung beantragen.

«Der heutige Schritt mit Sanofi ist ein erster wichtiger Eckpfeiler einer viel umfassenderen europäischen Impfstoffstrategie», sagte von der Leyen. Man führe weiterhin intensive Gesprächen mit mehreren anderen Unternehmen.

© dpa-infocom, dpa:200731-99-997527/4

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dpa

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Veröffentlicht am:
31. 07. 2020
21:38 Uhr

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31. 07. 2020
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