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Niedrige Preise vermasseln Exxon und Chevron die Bilanzen

«Big Oil» tut sich schwer. Die US-Ölmultis Exxon und Chevron kämpfen im jüngsten Quartal mit starken Umsatzrückgängen und erleiden Gewinneinbrüche. Trotzdem scheffeln die Konzerne weiter Milliarden.



US-Ölmulti Chevron
Das Logo von Chevron im Handel an der New Yorker Börse.   Foto: Richard Drew/AP/dpa

Die US-Ölkonzerne ExxonMobil und Chevron haben im dritten Quartal heftige Geschäftseinbußen verkraften müssen. Niedrigere Öl- und Gaspreise sorgten trotz erhöhter Förderung für Gewinneinbrüche.

Das zeigten die Quartalsberichte der beiden US-Branchenführer am Freitag. Marktführer Exxon musste das ganze Jahr schon Abstriche machen.

In den drei Monaten bis Ende September fiel Exxons Überschuss im Jahresvergleich um 49 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar (2,9 Mrd Euro), wie der Konzern mitteilte. Die Erlöse gaben um rund 15 Prozent auf 65,0 Milliarden Dollar nach, obwohl die Ölproduktion um drei Prozent auf 3,9 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag zulegte.

Exxons Bilanz litt auch unter hohen Ausgaben. Der Konzern erhöhte die Investitionen in Ausrüstung sowie Erkundungs- und Förderprojekte um kräftige 17 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar, was wie schon im Vorquartal den Gewinn drückte. Vorstandschef Darren Woods sprach von «exzellenten Fortschritten» bei der langfristigen Wachstumsstrategie.

Anleger zeigten sich mit den Zahlen trotz der starken Rückgänge zufrieden und ließen Exxons Aktien steigen. Der Gewinn lag etwas über den Markterwartungen. Längerfristig betrachtet bereitet Exxon Investoren indes keine große Freude - in den vergangenen zwölf Monaten sank der Aktienkurs um über 15 Prozent. Schon im ersten Halbjahr hatte der Konzern deutlich weniger verdient.

Auch der zweitgrößte US-Ölmulti Chevron tat sich im jüngsten Quartal ziemlich schwer. Verglichen mit dem Vorjahreswert fiel der Überschuss laut Unternehmensangaben um 36 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar (2,3 Mrd Euro). Chevron verzeichnete einen Umsatzrückgang um 18 Prozent auf 36,1 Milliarden Dollar, obwohl die Ölförderung um drei Prozent auf 3,0 Millionen Barrel pro Tag gesteigert wurde.

Der Rivale Shell hatte seine Ergebnisse schon am Donnerstag veröffentlicht und sich trotz des widrigen Marktumfelds überraschend gut geschlagen. Unter dem Strich blieb im dritten Quartal ein um Sondereffekte wie etwa Verkäufe von Unternehmensanteilen bereinigter Gewinn von 4,8 Milliarden Dollar (4,3 Mrd Euro). Das war zwar 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, aber deutlich mehr als erwartet.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
01. 11. 2019
17:46 Uhr

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01. 11. 2019
17:46 Uhr



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