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Wirtschaft

Öl-Import aus Russland unterbrochen - keine Engpässe

Seit Tagen fließt kein Öl durch die Pipeline, die ein Drittel des Rohöls nach Deutschland bringt. Doch von allen Seiten kommt Entwarnung: Autofahrer und Heizölkäufer müssen sich keine Sorgen machen.



Keine Öl-Engpässe durch russische Lieferprobleme
«Freundschaft - Druschba» steht auf dem Gelände der PCK-Raffinerie auf der Erdölleitung aus Russland.   Foto: Patrick Pleul

Die Verbraucher in Deutschland haben durch die Unterbrechung der Öllieferungen aus Russland keine Engpässe zu befürchten.

Die Versorgung mit Benzin, Diesel und Heizöl sei gesichert, erklärten die Mineralölwirtschaft, Raffineriebetreiber und das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin.

Es gebe ausreichend Reserven in den Öl- und Raffinerielagern, um die Lieferunterbrechung zu überbrücken. Russland nannte technische Probleme als Ursache für den vorübergehenden Stopp. In der nächsten Woche soll das Öl wieder fließen. Die Pipeline trägt rund ein Drittel zur Rohölversorgung Deutschlands bei.

Polen hatte die Pipeline («Druschba»/«Freundschaft») am Mittwochabend geschlossen, weil das Rohöl zu viele Chloride enthielt, die in den Raffinerien Schaden anrichten. Die Chloride werden bei der Förderung des Rohöls benötigt, anschließend aber wieder entfernt.

Bislang ist nicht klar, bei welcher Ölproduktion die Probleme aufgetreten sind. «Man muss das nicht politisieren. Das kommt in regelmäßigen Abständen vor», sagte der russische Vize-Regierungschef Dmitri Kosak. Sobald man die Verantwortlichen für die Verschmutzung ausmachen könne, würden diese zur Verantwortung gezogen und bestraft.

Für die Autofahrer und Heizölkäufer in Deutschland hat die Unterbrechung der Öllieferungen keine Auswirkungen. «Es gibt keine Qualitäts- und Lieferprobleme», sagte ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) in Berlin. In gleichem Sinn äußerte sich das Wirtschaftsministerium: «Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist von dieser Verunreinigung nicht berührt.»

Die PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt, wo die Pipeline endet, kann mit den vorhandenen Vorräten bis zu zehn Tage weiterarbeiten. Derzeit sei schon eine alternative Versorgung über den Hafen Rostock in die Wege geleitet, teilte eine Sprecherin mit. Die Raffinerie arbeitet zurzeit planmäßig ohnehin nur mit einem Drittel ihrer Kapazität. Im PCK Schwedt werden jährlich 12 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet - zu Diesel, Benzin, Kerosin, Flüssiggas, Heizölen und Bitumen. 1200 Mitarbeiter werden dort beschäftigt. Gesellschafter sind Rosneft Deutschland GmbH, Shell Deutschland GmbH und die AET-Raffineriebeteiligungs-Gesellschaft mbH.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
26. 04. 2019
15:16 Uhr

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26. 04. 2019
15:16 Uhr



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