Lade Login-Box.
Corona Ticker
Topthemen: CoronavirusKommunalwahl 2020WohnzimmerkunstBlitzerwarnerHof-Galerie

Wirtschaft

Reallöhne in Deutschland 2018 um 1,0 Prozent gestiegen

Ein stabiler Arbeitsmarkt und hohe Tarifabschlüsse haben 2018 zu kräftigen Lohnzuwächsen bei den Beschäftigten geführt. Aber auch Waren und Dienstleistungen sind deutlich teurer geworden.



Reallöhne
Reallöhne gestiegen: Den nominalen Lohnsteigerungen von 3,0 Prozent standen um 1,9 Prozent höhere Verbraucherpreise gegenüber.   Foto: Sebastian Kahnert

Die Arbeitnehmer in Deutschland haben auch im vergangenen Jahr vom wirtschaftlichen Daueraufschwung profitiert.

Ihre Gehälter legten nach Abzug der Preissteigerungen im Durchschnitt um 1,0 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage vorläufiger Zahlen berichtete.

Die hohen nominalen Lohnsteigerungen von 3,0 Prozent wurden von den ebenfalls stärker gestiegenen Verbraucherpreisen (plus 1,9 Prozent) zum großen Teil aufgefressen. Höhere Lohnsteigerungen hatte es zuletzt im Jahr 2011 gegeben, die Preissteigerungen waren im Jahr 2012 das letzte Mal kräftiger gewesen.

Im vergangenen Jahr wurde mit einer Reallohnsteigerung von 1,0 Prozent das Mittel der vergangenen zehn Jahre von 1,1 Prozent knapp verfehlt. 2017 hatten die Reallöhne nur 0,8 Prozent zugelegt. Lediglich im Jahr 2013 hatte es einen leicht negativen Wert gegeben. Zu Beginn des Jahrtausends hatten die Arbeitnehmer hingegen regelmäßig Reallohnverluste hinnehmen müssen.

In einer bereits veröffentlichten Langfristbetrachtung zeigt sich, dass Ostdeutschland bei den Löhnen etwas aufgeholt hat. Dort stiegen die Bruttolöhne im Zeitraum zwischen 2007 und 2017 mit 31,4 Prozent schneller als im Westen mit 25,2 Prozent. Auch konnten Frauen etwas höhere Gehaltszuwächse (plus 28,1 Prozent) realisieren als Männer (plus 24,6 Prozent).

Die Verbraucherpreise legten in dieser Periode laut Bundesamt nur um 13,7 Prozent zu. Es bleibt aber wegen der unterschiedlichen Ausgangswerte bei deutlichen Einkommensunterschieden: Ohne Sonderzahlungen kam ein ostdeutscher Vollzeitbeschäftigter im dritten Quartal 2018 monatlich auf 3173 Euro brutto verglichen mit 4013 Euro im Westen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 02. 2019
12:06 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeitnehmer Arbeitsmarkt Bruttolöhne Einkommensunterschiede Lohnabschlüsse Lohnentwicklungen Lohnsteigerungen Preiserhöhungen Services und Dienstleistungen Statistisches Bundesamt Verbraucherpreise
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Euroscheine

20.12.2018

Preissteigerungen mindern Gehaltszuwächse

Ein stabiler Arbeitsmarkt und hohe Tarifabschlüsse haben zu kräftigen Lohnzuwächsen bei den Beschäftigten geführt. Doch die Preise für Waren und Dienstleistungen steigen ebenfalls. » mehr

Schutzhelm

20.03.2020

Not-Abschluss bei Metall: Piloteinigung ohne Lohnerhöhung

Keine Lohnerhöhungen, dafür freie Tage zur Kinderbetreuung und Solidarfonds. Gewerkschaft und Arbeitgeber zimmern wegen der Corona-Krise in der deutschen Metall- und Elektroindustrie einen Not-Tarifabschluss. » mehr

Einkaufskorb

13.03.2020

Teuerungsrate in Deutschland nicht weiter gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel und Energie in Deutschland haben zuletzt angezogen. Dennoch gibt es eine gute Nachricht für Verbraucher. » mehr

Lebensmittel

13.02.2020

Stärkerer Preisauftrieb zu Jahresbeginn

Zu Jahresbeginn sind die Preise für Waren und Dienstleistungen in Deutschland wieder stärker gestiegen als zuvor. Das ist ganz im Sinne der Euro-Währungshüter. » mehr

Euro-Münzen

03.01.2020

Gut fürs Portemonnaie: Inflation hat sich 2019 abgeschwächt

Das Leben in Deutschland ist auch im vergangenen Jahr teurer geworden. Doch der Preisanstieg fiel geringer aus als erwartet. Zuletzt hatten sinkende Energiepreise die Teuerungsrate gebremst. » mehr

Baustelle

25.02.2020

Prall gefüllte Auftragsbücher in der Baubranche

Die Baubranche boomt. Der Wert der Bestellungen lag noch nie so hoch. Nicht nur private, auch staatliche Aufträge sorgen für kräftigen Schwung im Geschäft. Doch es gibt erste Anzeichen einer Abschwächung. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Feuer in der Ireks

Feuer in der Ireks | 31.03.2020 Kulmbach
» 8 Bilder ansehen

Your-Stage-Festival 2020 in Hof

Your-Stage-Festival 2020 in Hof | 01.03.2020 Hof
» 115 Bilder ansehen

Workout in der Corona-Krise Lorenzreuth

Workout in der Corona-Krise | 26.03.2020 Lorenzreuth
» 10 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 02. 2019
12:06 Uhr



^