Topthemen: Hofer Kaufhof wird HotelHilfe für NachbarnBenefiz-BallStromtrasse durch die RegionGrabung bei NailaGerch

Wirtschaft

Scholz: Besteuerung von Digitalkonzernen ist kompliziert

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich zurückhaltend zu möglichen Fortschritten bei der stärkeren Besteuerung von Digitalkonzernen wie Google und Facebook geäußert.



Olaf Scholz
Finanzminister Olaf Scholz (SPD) berät sich in Wien mit seinen EU-Kollegen.   Foto: Kay Nietfeld

«Es ist ganz kompliziert», sagte er beim Treffen der Euro-Finanzminister am Freitag in Wien. Es könnten keine einfachen Lösungen gefunden werden. «Deshalb macht es auch Sinn, dass wir das hier sorgfältig prüfen.»

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, für Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro sowie einem Online-Umsatz von 50 Millionen Euro in Europa drei Prozent Ertragssteuer zu erheben. Langfristig will sie außerdem die Körperschaftsregeln ändern, um Unternehmen auch ohne physische Präsenz in einem Land besteuern zu können. Schätzungen zufolge zahlen Digitalfirmen im Schnitt deutlich weniger Steuern als klassische Industrie- und Dienstleistungsbetriebe.

In der EU ist das Thema aber umstritten. Länder wie Irland, das unter anderem die Europa-Zentrale von Facebook beherbergt, sowie Luxemburg und Malta sind hier eher zögerlich. Frankreich dringt hingegen auf die Digitalsteuer. Auch Österreich, das derzeit den Vorsitz unter den EU-Staaten hat, pocht auf Fortschritte. Bis zum Ende des Jahres sollten ursprünglich Ergebnisse präsentiert werden können.

Offiziell steht die Digitalsteuer erst am Samstag beim informellen Treffen aller 28 EU-Finanzminister auf der Agenda. Die Euro-Finanzminister wollten zuvor noch vor allem darüber diskutieren, wie der Euro-Rettungsschirm ESM künftig zur Sicherung des Bankensystems eingesetzt werden kann. Der ESM wurde bislang hauptsächlich dazu genutzt, pleitebedrohten Euro-Staaten Notkredite zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug mussten die Länder strikte Spar- und Reformprogramme durchführen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 09. 2018
15:09 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bankensystem Bundesfinanzminister Europäische Kommission Facebook Google Olaf Scholz SPD
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
US-Internetkonzerne

09.09.2018

EU will Einigung zur Digitalsteuer bis Jahresende

Klassische Unternehmen zahlen in Europa mehr als 20 Prozent Unternehmenssteuern, Digitalkonzerne weniger als halb so viel. Dabei verdienen vor allem die US-Riesen wie Google hierzulande viel Geld. Bis Jahresende wollen d... » mehr

Facebook

06.11.2018

EU-Finanzminister nähern sich Kompromiss bei Digitalsteuer

Digitalkonzerne wie Amazon und Facebook zahlen in Europa deutlich weniger Steuern als klassische Industriebetriebe. Das soll sich aus Sicht der EU-Finanzminister ändern. Über den richtigen Weg gibt es aber noch Zwist. » mehr

Stromleitung

08.10.2018

Energieverband rechnet mit höheren Strompreisen

Der Branchenverband BDEW rechnet mit Preissteigerungen beim Strom für viele Verbraucher - und richtet deshalb einen Appell an den Bundesfinanzminister. » mehr

Giuseppe Conte

05.11.2018

Euro-Finanzminister pochen auf neuen Haushaltsplan aus Rom

Mit ihren bisherigen Budgetplänen für 2019 stellt sich die rechts-populistische Regierung in Rom offen gegen europäische Vereinbarungen. Die Euro-Finanzminister setzen nun ein klares Zeichen. » mehr

Christine Lagarde

13.10.2018

Jahrestagung von IWF und Weltbank geht zu Ende

Der Internationale Währungsfonds kontert Donald Trump: Der Abschottungspolitik der USA stellt IWF-Chefin Christine Lagarde einen Appell zur Zusammenarbeit gegenüber. Motto: Gemeinsam sind wir stark! » mehr

Gruppenfoto

12.10.2018

Scholz zu Italien: Vorsicht - aber keine Belehrungen

Italien ist wegen seiner hohen Schuldenlast zum Sorgenkind in der Eurozone geworden. Doch Anlass zu Panik besteht nicht, sagt der deutsche Finanzminister Olaf Scholz. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Selbstversuch auf der Mitfahrbank Marktschorgast

Selbstversuch auf der Mitfahrbank | 16.11.2018 Marktschorgast
» 9 Bilder ansehen

Wunsiedel

19. Wunsiedler Kneipennacht | 10.11.2018 Wunsiedel
» 104 Bilder ansehen

Selber Wölfe - EV Landshut 3:7

Selber Wölfe - EV Landshut 3:7 | 16.11.2018 Selb
» 36 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 09. 2018
15:09 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".