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Wirtschaft

Springer stellt Weichen für schnelleres Wachstum

Der Medienkonzern Axel Springer will schneller im Digitalen wachsen. Die Umbaupläne wirken sich auf das Konzernergebnis aus.



Axel Springer
Die Zentrale von Axel Springer in Berlin.   Foto: Michael Kappeler/dpa

Der Medienkonzern Axel Springer stellt die Weichen für ein schnelleres Wachstum seiner Digitalgeschäfte und hat auch deshalb in den ersten neun Monaten des Jahres ein geringeres Ergebnis erzielt.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag im Berichtszeitraum mit rund 440 Millionen Euro um 18,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums, wie der Konzern in Berlin mitteilte. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten betrug der Rückgang nach Konzernangaben 15,1 Prozent. Als wesentlichen Grund nannte der Konzern Rückstellungen für die angekündigten Umgestaltungen im Mediensegment (News Media National).

Ende September hatte der Konzern bekanntgegeben, dass er Millionenbeträge in Projekte bei seinen Marken «Bild» und «Welt» investieren und zugleich im Konzern Personal reduzieren wolle. In den nächsten drei Jahren sollen insgesamt mehr als 100 Millionen Euro vor allem in eine Live-Video-Strategie von «Bild» fließen - insgesamt soll es zugleich Kosteneinsparungen im Bereich News Media National in Höhe von 50 Millionen Euro geben.

Für das Wachstum im Digitalen setzt Springer auf eine Kooperation mit dem US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR). Die Übernahme von mehr als 40 Prozent der Springer-Aktien steht aber noch unter dem Vorbehalt von Kartellfreigaben. Der Medienkonzern, der gut 16.100 Mitarbeiter beschäftigt, nannte Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot als einen Grund für den rückläufigen Konzernüberschuss.

Der Gewinn sank in den ersten neun Monaten des Jahres auf 134,1 Millionen Euro - im Vorjahreszeitraum hatte er noch bei 247,4 Millionen Euro gelegen. Bereinigt um Effekte wie zum Beispiel Käufe und Verkäufe von Immobilien oder Unternehmen bezifferte das Unternehmen den Konzernüberschuss auf 174,5 Millionen Euro - das entspricht einem Rückgang von 32 Prozent.

Der konzernweite Umsatz lag in den ersten neun Monaten des Jahres bei rund 2,26 Milliarden Euro und damit um 2,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Aus eigener Kraft - also bereinigt um Währungseffekte und Zu- und Verkäufe - blieb der Umsatz stabil auf Vorjahresniveau (+0,2 Prozent). Der Anteil der Erlöse der digitalen Aktivitäten am Konzernumsatz stieg von 69,2 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 73,4 Prozent.

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dpa

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Veröffentlicht am:
06. 11. 2019
14:34 Uhr

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06. 11. 2019
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