Lade Login-Box.
Corona Ticker
Topthemen: CoronavirusKommunalwahl 2020WohnzimmerkunstBlitzerwarnerHof-Galerie

Wirtschaft

Teuerungsrate steigt auf 2,0 Prozent im April

Pauschalreisen verteuern sich im Osterreisemonat April deutlich. Auch für Sprit und Heizöl müssen Verbraucher mehr zahlen. Das treibt die Inflation an. In den kommenden Monaten dürfte sich die Teuerung aber wieder abschwächen.



Im Reisebüro
Die Osterreisewelle hat im April 2019 die Verbraucherpreise in Deutschland mit nach oben getrieben. Foto: Jens Kalaene   Foto: dpa

Höhere Preise für Energie und Pauschalreisen haben die Inflation im Ostermonat April auf 2,0 Prozent getrieben. Das Statistische Bundesamt bestätigte vorläufige Zahlen.

Im März hatte die Jahres-Teuerungsrate noch 1,3 Prozent betragen, im Februar waren es 1,5 Prozent gewesen. Das letzte Mal hatte im November 2018 eine Zwei vor dem Komma gestanden. Im Vergleich zum März stiegen die Verbraucherpreise im April deutlich um 1,0 Prozent.

Tiefer in die Tasche greifen als im April 2018 mussten Verbraucher für Energie, die sich insgesamt um 4,6 Prozent verteuerte. Vor allem die Preise für Heizöl (plus 9,4 Prozent), Sprit (plus 5,4 Prozent) und Fernwärme (plus 5,3 Prozent) zogen deutlich an. Ohne Energie hätte die Inflationsrate den Angaben zufolge bei 1,7 Prozent gelegen.

Angetrieben wurde die Teuerung auch von einer Preiserhöhung für Reisen im Ostermonat April. Pauschalreisen kosteten 11,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Anstieg fiel in diesem Jahr wegen der im Vergleich zum Vorjahr späten Lage von Ostern in den April und nicht wie 2018 in den März. Auch für die Fahrt mit dem Fernbus, mit der Bahn sowie für Flugtickets mussten Reisende binnen Jahresfrist zum Teil deutlich mehr zahlen. Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen unterdurchschnittlich um 0,8 Prozent.

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den Euroraum insgesamt mittelfristig eine Jahres-Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise können Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das bremst die Wirtschaft.

In der Eurozone kletterten die Verbraucherpreise im April binnen Jahresfrist nach Angaben des Statistikamtes Eurostat um 1,7 Prozent. Dies ist der höchste Zuwachs seit November 2018. Auch hier machte sich die Lage der Osterfeiertage bemerkbar. «Dieser Effekt fällt im Mai wieder weg und bis zum Ende des Sommers wird die Inflation wohl auf nur noch gut 1 Prozent fallen», erläuterte KfW-Experte Sebastian Wanke.

Tagesgeld, Sparbuch und Co. werfen wegen der Zinsflaute kaum noch etwas ab. Bei steigenden Verbraucherpreisen verlieren Sparer unter dem Strich Geld. Kreditnehmer profitieren dagegen von dem billigen Geld im Euroraum.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 05. 2019
10:52 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Europäische Zentralbank Eurostat Eurozone Heizöl Heizölpreise Inflation Kraftstoffe Pauschalreisen Preiserhöhungen Statistisches Bundesamt Verbraucherpreise Zentralbanken
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Teuerungsrate

16.01.2020

Inflation in Deutschland auf tiefstem Stand seit drei Jahren

Die Verbraucherpreise sind auch 2019 gestiegen. Die Inflationsrate ist aber nicht mehr so hoch wie in den Jahren zuvor. » mehr

Einkaufskorb

13.03.2020

Teuerungsrate in Deutschland nicht weiter gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel und Energie in Deutschland haben zuletzt angezogen. Dennoch gibt es eine gute Nachricht für Verbraucher. » mehr

Mietkosten

12.12.2019

Inflationsrate verharrt im November bei 1,1 Prozent

Die Verbraucherpreise steigen weiterhin nur moderat. Das freut die Konsumenten. Die Europäische Zentralbank sieht die Entwicklung dagegen mit Sorge. » mehr

Inflation

11.10.2019

Inflation auf niedrigstem Stand seit Februar 2018

Verbraucher spüren es im Portemonnaie: Sprit und leichtes Heizöl sind deutlich billiger worden. Zugleich schwächt sich der Preisanstieg bei Lebensmitteln ab. » mehr

Lebensmittel

13.02.2020

Stärkerer Preisauftrieb zu Jahresbeginn

Zu Jahresbeginn sind die Preise für Waren und Dienstleistungen in Deutschland wieder stärker gestiegen als zuvor. Das ist ganz im Sinne der Euro-Währungshüter. » mehr

Inflation

13.11.2019

Inflation auf niedrigstem Stand seit Februar 2018

Verbraucher müssen fürs Tanken und leichtes Heizöl im Oktober deutlich weniger zahlen als ein Jahr zuvor. Das dämpft den Anstieg der Teuerungsrate insgesamt. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Feuer in der Ireks

Feuer in der Ireks | 31.03.2020 Kulmbach
» 8 Bilder ansehen

Your-Stage-Festival 2020 in Hof

Your-Stage-Festival 2020 in Hof | 01.03.2020 Hof
» 115 Bilder ansehen

Workout in der Corona-Krise Lorenzreuth

Workout in der Corona-Krise | 26.03.2020 Lorenzreuth
» 10 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 05. 2019
10:52 Uhr



^