Lade Login-Box.
Corona Ticker zum Digital-Abo
Topthemen: Jubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

Wirtschaft

Teure Energie heizt Inflation 2018 an

Das Leben in Deutschland ist im vergangenen Jahr wieder merklich teurer geworden. Vor allem die Preise für Heizöl und Sprit zogen an. Im Dezember entspannte sich die Lage etwas.



Energiepreise - Heizöl
Die Preise für Energie und auch Heizöl heizen die Inflation in Deutschland an.   Foto: Hauke-Christian Dittrich » zu den Bildern

Steigende Energiepreise haben die Inflation in Deutschland 2018 auf den höchsten Stand seit sechs Jahren getrieben.

Im Jahresdurchschnitt lagen die Verbraucherpreise um 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Mittwoch seine vorläufigen Zahlen. Einen stärkeren Zuwachs der Teuerungsrate hatte es zuletzt 2012 mit 2,0 Prozent gegeben. Für 2017 hatte die Wiesbadener Behörde eine Teuerungsrate von 1,8 Prozent errechnet.

Vor allem für Energie mussten Verbraucher im abgelaufenen Jahr mehr Geld aufwenden als ein Jahr zuvor: Insgesamt verteuerte sich Energie binnen Jahresfrist um 4,9 Prozent. Am stärksten kletterten die Preise für Heizöl (plus 21,7 Prozent). Auch Kraftstoffe verteuerten sich merklich (plus 7,8 Prozent). Würden die Energiepreise herausgerechnet, hätte die Jahresteuerungsrate 1,6 Prozent betragen.

Die Preise für Nahrungsmittel zogen im vergangenen Jahr über alle Gütergruppen hinweg ebenfalls an, insgesamt um 2,5 Prozent. Auch Tabakwaren (plus 3,8 Prozent) und alkoholische Getränke (plus 2,7 Prozent) wurden teurer.

Etwas moderater entwickelten sich die Preise für Dienstleistungen (plus 1,5 Prozent). Dazu zählen auch Nettokaltmieten (plus 1,6 Prozent), die gut ein Fünftel der Konsumausgaben der privaten Haushalte ausmachen. Günstiger wurden hingegen Flugtickets (minus 2,5 Prozent) und Telekommunikationsdienstleistungen (minus 0,7 Prozent).

Zum Jahresende verlangsamte sich der allgemeine Preisauftrieb wieder etwas. Im Dezember lag die jährliche Teuerungsrate bei 1,7 Prozent. Im November waren es noch 2,3 Prozent. Von November auf Dezember stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Auch hier bestätigte das Bundesamt seine Ende 2018 vorgelegten vorläufigen Zahlen.

Dass sich die Inflation tendenziell wieder um die Marke von 2,0 Prozent bewegt, ist ungünstig für Sparer, die auf mickrig verzinste Tages- und Festgeldkonten setzen. Denn sie verlieren bares Geld. Nach Berechnungen der Commerzbank-Tochter Comdirect lag der Realzins - also der Zins für Spareinlagen nach Abzug der Teuerungsrate - 2018 bei minus 1,74 Prozent. Demnach verloren Sparer in Deutschland 38,9 Milliarden Euro wegen niedrig verzinster Einlagen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
16. 01. 2019
10:17 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundesämter Comdirect Bank Energie Europäische Zentralbank Heizöl Heizölpreise Inflation Kraftstoffe Preise Realzins Sparer Statistisches Bundesamt Verbraucherpreise
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Verbraucherpreise

14.05.2020

Verbraucherpreise steigen kaum noch

Obst und Gemüse kosten mehr. Sprit und Heizöl sind im April dagegen deutlich billiger. Die Corona-Krise hinterlässt Spuren bei den Verbraucherpreisen. » mehr

Teuerungsrate

16.01.2020

Inflation in Deutschland auf tiefstem Stand seit drei Jahren

Die Verbraucherpreise sind auch 2019 gestiegen. Die Inflationsrate ist aber nicht mehr so hoch wie in den Jahren zuvor. » mehr

An der Kasse

30.09.2019

Inflation auf niedrigstem Stand seit Februar 2018

Verbraucher müssen im September weniger für Energie zahlen als noch ein Jahr zuvor. Das dämpft die Teuerung insgesamt. » mehr

Diesel- und Benzinpreis

16.04.2020

Inflation auf dem Rückzug - Heizöl und Sprit billiger

Autofahrer müssen weniger fürs Tanken zahlen, Heizöl ist deutlich billiger geworden. Die gesunkene Nachfrage nach Rohöl in der Corona-Krise drückt die Preise. Das hat Folgen für die Entwicklung der Teuerungsrate insgesam... » mehr

Strommasten vor Kraftwerk

28.12.2018

Inflation im Gesamtjahr bei 1,9 Prozent

Gestiegene Sprit- und Heizölpreise haben die Teuerungsrate in Deutschland im Jahr 2018 weiter angetrieben. Zum Jahresende gibt es ein Signal der Entspannung. » mehr

Inflation

11.10.2019

Inflation auf niedrigstem Stand seit Februar 2018

Verbraucher spüren es im Portemonnaie: Sprit und leichtes Heizöl sind deutlich billiger worden. Zugleich schwächt sich der Preisanstieg bei Lebensmitteln ab. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Aktion am Grenzübergang Wildenau Wildenau

Aktion am Grenzübergang Wildenau | 23.05.2020 Wildenau
» 23 Bilder ansehen

DisTANZ in den Mai Fichtelgebirge

DisTANZ in den Mai | 03.05.2020 Fichtelgebirge
» 63 Bilder ansehen

IMG-20200518-WA0000

4. Bratwurstlauf 2020 |
» 17 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
16. 01. 2019
10:17 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.