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Wirtschaft

Türkische Lira fällt auf Rekordtief

Seit geraumer Zeit leidet die Lira unter der Geldpolitik der türkischen Notenbank. Nun hat die türkische Währung ein Rekordtief erreicht.



Türkische Lira
Die türkische Lira ist auf ein Rekordtief gefallen.   Foto: Lefteris Pitarakis/AP/dpa

Die Talfahrt der türkischen Währung geht weiter. Nachdem die türkische Lira bereits in der vergangenen Woche Tiefstände erreicht hatte, markierte der Kurs zum Wochenauftakt Rekordtiefs im Handel mit dem US-Dollar und dem Euro.

In der Nacht zum Montag wurden für einen Dollar 7,4084 Lira gezahlt und damit so viel wie noch nie. Etwa zeitgleich wurde für einen Euro ein Spitzenwert von 8,7217 Lira gezahlt.

Marktbeobachter erklärten die aktuelle Kursschwäche der türkischen Währung mit neuen Spannungen zwischen der Türkei und Griechenland im Streit um Erdgas im östlichen Mittelmeer. Ein türkisches Forschungsschiff soll in den kommenden Tagen nach Erdgas südlich der griechischen Insel Megisti (Kasteloriso) suchen.

Athen kündigte als Reaktion eine Sondersitzung des Regierungsrates für Außenthemen und Verteidigung (KYSEA) unter Vorsitz von Regierungschef Kyriakos Mitsotakis an. Zahlreiche Schiffe der Kriegsmarinen der beiden Nato-Staaten sind in dieser Region unterwegs, hieß es aus Quellen der Regierung in Athen.

Als Reaktion auf den jüngsten Kursverfall der Lira beschränkte die Türkei am Montag ein Stück weit die Kreditvergabe an Unternehmen. Devisenexperten sehen in den Maßnahmen wenig Aussicht auf Erfolg: «Egal, welcher Cocktail aus Bankensystemkosmetik oder partiellen Kapitalkontrollen zusammengemixt wird - den Trend der Lira wird er nicht umkehren können», sagte Analyst Tatha Ghose von der Commerzbank. Strengere Kapitalkontrollen können seiner Einschätzung nach allenfalls für einen gewissen Aufschub sorgen.

Seit geraumer Zeit leidet die Lira unter der Geldpolitik der türkischen Notenbank. Trotz einer vergleichsweise hohen Inflation mit einer Jahresrate von zuletzt etwa 12 Prozent hatte die Notenbank mehrfach die Zinsen gesenkt, um die Wirtschaft stärker in Schwung zu bringen.

© dpa-infocom, dpa:200810-99-111197/3

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dpa

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10. 08. 2020
14:44 Uhr

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