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Wirtschaft

US-Investmentbank Goldman Sachs steigert Gewinn kräftig

Der langjährige Chef von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, verabschiedet sich mit überraschend starken Quartalszahlen. Auch beim Wall-Street-Rivalen Morgan Stanley liefen die Geschäfte im Sommer deutlich besser als erwartet.



Goldman Sachs
Goldman Sachs auf dem Börsenparkett an der Wall Street.   Foto: Justin Lane/EPA File

Niedrigere Steuern und ein brummendes Geschäft mit Börsengängen haben der US-Investmentbank Goldman Sachs im Sommer einen überraschend starken Gewinnschub gebracht.

Der Überschuss stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro), wie die Bank in New York mitteilte. Goldmans langjähriger Chef Lloyd Blankfein verabschiedete sich so mit deutlich besseren Zahlen als erwartet.

«Wir haben solide Ergebnisse geliefert», sagte Blankfeins Nachfolger David Solomon, der Anfang Oktober den Vorstandsvorsitz übernahm und ab Jahresende auch den Verwaltungsrat der führenden US-Investmentbank leiten soll. Beim Gewinn pro Aktie habe die Bank auf Jahressicht den besten Wert ihrer Unternehmensgeschichte erzielt. «Wir bleiben gut aufgestellt.» Auch bei Anlegern kamen die Zahlen gut an - die Aktie startete mit deutlichen Kursaufschlägen in den US-Börsenhandel.

Die Erträge - die gesamten Einnahmen der Bank - stiegen um vier Prozent auf 8,65 Milliarden Dollar. Besonders rund lief es im klassischen Investmentbanking - etwa der Beratung bei Übernahmen und Fusionen sowie der Unterstützung bei der Ausgabe von Wertpapieren. Das Geschäft im Handel mit Anleihen, Rohstoffen und Währungen für Kunden, das im zweiten Quartal noch starke Zuwächse verbucht hatte, ging dagegen wieder deutlich zurück.

Die Auswirkungen der Steuerreform von US-Präsident Donald Trump trieben den Gewinn ebenfalls nach oben. Da Goldman Sachs allerdings schon zuvor vergleichsweise geringe Abgaben an den amerikanischen Fiskus hatte, profitierte das Institut nicht so stark wie viele andere Banken von der kräftigen Senkung der Unternehmenssteuern, die zu Jahresbeginn in Kraft traten. In den ersten neun Monaten sank die effektive Steuerquote im Jahresvergleich von 19,4 auf 19 Prozent.

Der Konkurrent Morgan Stanley profitierte im jüngsten Quartal ebenfalls von guten Geschäften an den Kapitalmärkten und der boomenden US-Wirtschaft. Unter dem Strich verdiente das Wall-Street-Haus 2,1 Milliarden Dollar (1,8 Mrd Euro) und damit 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie es in New York mitteilte. Das war auch deutlich mehr als von Analysten erwartet. Die Erträge legten um sieben Prozent auf fast 9,9 Milliarden Dollar zu.

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dpa

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Veröffentlicht am:
16. 10. 2018
16:03 Uhr

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16. 10. 2018
16:03 Uhr



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