Lade Login-Box.
Topthemen: 30 Jahre GrenzöffnungBilder vom WochenendeHofer Filmtage 2019VER Selb

Wirtschaft

Weltbank: Venezuela muss US-Ölkonzern Entschädigung zahlen

Das von politischen Machtkämpfen und einer Wirtschaftskrise erschütterte Venezuela muss über acht Milliarden Dollar an einen großen US-Ölkonzern zahlen. So zumindest lautet das Urteil einer Schiedsstelle der Weltbank. Ob es dazu kommt, bleibt abzuwarten.



Sitz der Weltbank in Washington
Sitz der Weltbank in Washington.   Foto: Stefan Zaklin/EPA/Archiv

Venezuela ist in einem jahrelangen Konflikt mit dem US-Konzern ConocoPhillips um verstaatlichte Ölfelder zu einer hohen Entschädigungszahlung verurteilt worden. Ein Schiedsgericht der Weltbank sprach der texanischen Ölfirma am Freitag über 8,7 Milliarden Dollar (7,7 Mrd Euro) an Kompensation zu.

Venezuela kann die Entscheidung noch anfechten. Es ist zudem offen, ob das klamme Land, das mitten in einem politischen Machtkampf steckt, der Zahlung nachkommen würde. Wie und wann die Entschädigung zu bekommen sei, müsse noch geklärt werden, teilte ConocoPhillips mit. Eine Stellungnahme Venezuelas gab es zunächst nicht.

Bei dem seit über zehn Jahren andauernden Streit geht es um die Übernahme von Ölfeldern durch die Regierung von Venezuelas damaligem Staatschef Hugo Chávez. Das Weltbank-Tribunal hatte die Aktion schon 2013 als unrechtmäßige Enteignung bewertet und Venezuela zwei Jahre später mit einem Revisionsantrag abblitzen lassen.

«Wir begrüßen die Entscheidung des Tribunals, die das Prinzip aufrechterhält, dass Regierungen nicht gesetzeswidrig private Investitionen enteignen können, ohne Entschädigung zu zahlen», verkündete die Chefjustiziarin von ConocoPhillips, Kelly B. Rose.

Venezuelas Regierung hatte die Ölindustrie 2007 verstaatlicht und ausländische Firmen gezwungen, mindestens 60 Prozent ihres Geschäfts an die staatliche Gesellschaft PDVSA zu übertragen. ConocoPhillips zog sich daraufhin aus Venezuela zurück. Der US-Branchenriese hatte eigentlich eine noch deutlich höhere Entschädigung gefordert.

Im vergangenen Jahr war die PDVSA bereits in einem separaten Verfahren von einer anderen Schlichtungsstelle, dem International Chamber of Commerce, zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von rund zwei Milliarden Dollar an ConocoPhillips angewiesen worden. Im August 2018 gaben die Amerikaner einen Vergleich mit dem venezolanischen Staatskonzern bekannt, der den vollen Betrag einbringen sollte.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 03. 2019
08:29 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
ConocoPhillips Dollar Entschädigungszahlungen Hugo Chávez Milliarden Dollar Staatskonzerne Weltbank Wirtschaftskrisen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Alibaba

11.11.2019

Alibaba erzielt neuen Verkaufsrekord beim «Singles Day»

Seit 2009 veranstaltet der chinesische Online-Gigant Alibaba am 11.11. den «Singles Day» - und lockt mit zahlreichen Rabatten. In diesem Jahr knackten die Verkäufe einen Rekord. » mehr

Uber

05.11.2019

Uber mit starkem Wachstum - aber auch mit hohem Verlust

Als wertvollstes Start-up der Welt hatte Uber einst den Ruf des gefürchteten Taxi-Schrecks. Doch seit dem gefloppten Börsengang macht das Unternehmen mit seinen hohen Verlusten eher Anlegern Angst und Bange. Im jüngsten ... » mehr

Mark Zuckerberg

30.10.2019

Facebook macht 6,1 Milliarden Dollar Quartalsgewinn

Trotz Datenskandalen und anhaltender Kritik am Umgang mit manipulativen Web-Inhalten hat Facebook im dritten Quartal glänzend verdient und Nutzer hinzugewonnen. » mehr

T-Mobile in den USA

28.10.2019

T-Mobile US hebt Prognosen erneut an

Die Telekom-Tochter T-Mobile US gewinnt vor der geplanten Fusion mit dem Rivalen Sprint weiter kräftig Kunden und erhöht erneut die Prognosen für das laufende Jahr. » mehr

Adam Neumann

23.10.2019

Softbank übernimmt strauchelndes Start-up WeWork

US-Start-ups, die trotz hoher Verluste hoch gehandelt werden, sind keine Ausnahme. Doch während Uber oder Lyft es mit Milliardenbewertungen an die Börse schafften, ging das waghalsige Projekt bei WeWork mächtig schief. E... » mehr

Johnson & Johnson

09.10.2019

Pharmakonzern zu milliardenschwerer Strafzahlung verurteilt

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson ist wegen eines Medikaments, das Männern angeblich die Brüste wachsen lässt, zu milliardenschweren Strafzahlungen verurteilt worden. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Eröffnung des Digitalen Gründungszentrums Hof

Gründerzentrum "Einstein 1" wird eingeweiht | 14.11.2019 Hof
» 30 Bilder ansehen

Wunsiedel

20. Wunsiedler Kneipennacht | 09.11.2019 Wunsiedel
» 98 Bilder ansehen

Kickers Selb - FC Vorwärts Röslau

Kickers Selb - FC Vorwärts Röslau | 09.11.2019 Selb
» 5 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 03. 2019
08:29 Uhr



^