Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Jubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

Wirtschaft

Weniger Falschgeld in Deutschland und Europa gefunden

Polizei, Handel und Banken haben im vergangenen Jahr weniger Blüten aus dem Zahlungsverkehr gezogen. Die Bundesbank glaubt, dass sich neue Sicherheitsmerkmale auf den Scheinen bemerkbar machen.



Euro-Falschgeld
Ein gefälschter 500-Euro-Schein.   Foto: Boris Roessler/dpa

Die Anstrengungen von Europas Währungshütern für mehr Sicherheit von Euro-Banknoten zeigen Wirkung: Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Fälschungen weiter - sowohl in Europa als auch in Deutschland.

559.000 falsche Euro-Scheine zogen Polizei, Handel und Banken nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) aus dem Verkehr. Damit sank die Zahl der Blüten zum Vorjahr um 4000 Stück und auf den niedrigsten Stand seit 2013 (670.000 Fälschungen). Der rechnerische Schaden lag im Jahr 2019 bei 29,2 Millionen Euro - nach 31,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

In Deutschland verringerte sich die Zahl der Falschnoten nach Zahlen der Bundesbank von gut 58.000 im Vorjahr auf 55.159. Der Schaden hierzulande sank mit 3,3 Millionen Euro auf das Niveau des Jahres 2014. «Wir sind stolz darauf, dass aufgrund der Qualität des Geldes die Fälschungen vor allem beim Fünfziger zurückgegangen sind», sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann. «Der Rückgang von insgesamt fünf Prozent ist beachtlich.» Fünfziger und Zwanziger machen europaweit drei Viertel aller Fälschungen aus, in Deutschland sogar 80 Prozent.

Beermann führt den Rückgang der Fälschungen darauf zurück, dass die Notenbanken seit 2013 eine zweite Serie von Euro-Scheinen mit neuen Sicherheitsmerkmalen in Umlauf gebracht haben. Geldfälscher tun sich schwer mit dem durchsichtigen Porträtfenster und der Smaragdzahl, die beim Kippen des Scheins die Farbe ändert. Bei den neuen 100- und 200-Euro-Scheinen gibt es zudem ein «Satelliten-Hologramm», in dem sich kleine Euro-Symbole bewegen. Der 500-Euro-Schein wird nicht mehr aufgelegt, noch im Umlauf befindliche 500er bleiben jedoch gültig.

Gemessen an der umlaufenden Gesamtmenge von Euro-Banknoten - aktuell sind es nach EZB-Angaben rund 24 Milliarden Stück - ist der Falschgeldanteil sehr gering. In Deutschland waren es im vergangenen Jahr nach Bundesbank-Berechnung sieben falsche Scheine je 10.000 Einwohner.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
24. 01. 2020
10:29 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Banken Bundesbank-Vorstand Bundeskriminalamt Deutsche Bundesbank Euro Europäische Zentralbank Falschgeld Fälschung Geldfälscher Johannes Beermann Polizei Zentralbanken
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Falschgeld

26.07.2019

Weniger Falschgeld im Umlauf

Die EZB verzeichnet ein deutliches Minus bei Falschgeld-Funden. Verblüffend ist, dass ausgerechnet die neuen, sichereren 100- und 200-Euro-Scheine für mehr Blüten sorgen. » mehr

Bargeld

17.03.2020

Bargeld in Krisenzeiten: Sauber und sicher?

Den Menschen in Deutschland wird in der Corona-Krise das Bargeld nicht ausgehen - dafür will die Bundesbank sorgen. Doch ist Bargeld nicht dreckig und eine Virenschleuder? » mehr

500-Euro-Scheine

09.04.2020

Noch eine Menge 500-Euro-Scheine im Umlauf

Aus für den 500er? Mitnichten. Seit knapp einem Jahr geben die Notenbanken im Euroraum den lilafarbenen Schein nicht mehr heraus. Dennoch sind noch zahlreiche 500-Euro-Banknoten im Umlauf. » mehr

Bankschließfächer

24.12.2019

Folge des Zinstiefs? Große Nachfrage nach Schließfächern

Viele Bankkunden interessieren sich derzeit für ein Schließfach - womöglich auch, um Negativzinsen auf dem Konto zu vermeiden. » mehr

Wirecard

01.07.2020

Wirecard vor Zerlegung - Neue Durchsuchungen

Für den Dax-Konzern Wirecard bedeutet der Skandal um fehlende Milliarden voraussichtlich die Zerschlagung. Die Ermittler suchen bei Razzien Beweise. Und im Bundestag bleibt trotz Erklärungsversuch offen, warum die Finanz... » mehr

Negativzinsen

09.04.2020

Weitere Geldhäuser bürden Sparern Negativzinsen auf

Das Geld auf dem Tagesgeldkonto wird nicht mehr, sondern weniger. Während der Corona-Krise steigt die Zahl der Kreditinstitute, die Negativzinsen an Sparer weitergeben. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Aktion von "Fridays for Future" am Kugelbrunnen in Hof Hof

Aktion von "Fridays for Future" in Hof | 03.07.2020 Hof
» 16 Bilder ansehen

Konzert in der Filzfabrik

Konzert in der Hofer Filzfabrik | 20.06.2020 Hof
» 37 Bilder ansehen

20200516_143430

4. Bratwurstlauf 2020 |
» 17 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
24. 01. 2020
10:29 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.