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Wissenschaft

Organe auf der falschen Seite: Frau wurde trotzdem 99

Die US-Amerikanerin Rose Marie Bentley wurde 99 Jahre alt - obwohl viele ihrer Organe auf der falschen Seite ihres Körpers lagen.



Rose Marie Bentley
Rose Marie Bentley lebte mit all ihren inneren Organen, auf der falschen Seite, nur das Herz war am rechten Fleck.   Foto: Uncredited/AP/Courtesy Bentley Family

Erst nach ihrem Tod entdeckten Mediziner das volle Ausmaß dieser Besonderheit, weil die alte Dame ihren Körper der Wissenschaft zur Verfügung gestellt hatte, wie die US-amerikanische Oregon Health & Science Universität (OHSU) mitteilte. «Ich wusste, dass etwas los war. Aber wir haben eine Weile gebraucht, um herauszufinden, wie sie aufgebaut war», erinnert sich der Anatomie-Dozent Cam Walker, der im Frühjahr 2018 zusammen mit seinen Studenten Bentleys Körper sezierte.

Bentleys ungewöhnlicher Körperaufbau ist in Fachkreisen als Situs inversus mit Lävokardie bekannt. Ihre Leber, ihr Magen und andere innere Organe lagen auf der linken statt auf der rechten Seite des Körpers. Ihr Herz schlug dabei - wie bei den meisten Menschen - auf der linken Seite ihrer Brust.

Nach Angaben der OHSU tritt ein solcher Fall nur bei einem von 22 000 Neugeborenen auf. Viele Betroffene leiden an lebensbedrohlichen Herzkrankheiten oder anderen Anomalien. Die Mediziner gehen davon aus, dass Bentley die älteste bekannte Person mit dieser speziellen Organlage gewesen sein könnte.

Dabei habe Bentley möglicherweise selbst gar nichts von ihrer Besonderheit gewusst, sagten ihre Angehörigen laut OHSU. Ihr seien im Laufe des Lebens drei Organe entfernt worden. Aber nur der Chirurg, der einst ihren Blinddarm entnommen habe, habe dessen ungewöhnliche Lage schriftlich festgehalten.

Bentleys Tochter Louise Allee glaubt, dass sich ihre Mutter über die große Aufmerksamkeit nach ihrem Tod gefreut hätte. «Meine Mutter würde das total cool finden», sagte Allee. «Zu wissen, dass sie anders war und überlebt hat, würde ihr ein breites Lächeln auf das Gesicht zaubern», sagte Allee.

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dpa

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Veröffentlicht am:
10. 04. 2019
12:09 Uhr

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10. 04. 2019
12:09 Uhr



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