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US-Behörde: Zahl der Todesfälle durch E-Zigaretten steigt

Immer mehr Betroffene - und immer noch Rätselraten über die Ursache: Die Zahl der Nutzer von E-Zigaretten in den USA mit Lungenschäden nähert sich der Tausender-Marke. Weiterhin scheint kein anderes Land betroffen zu sein.



E-Zigarette
Rätselraten über die Lungenschäden durch E-Zigaretten in den USA. In Deutschland und auch europaweit ist bislang kein ähnlicher Anstieg von Lungenschädigungen bekannt.   Foto: Thalia Engel

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA ist auf zwölf gestiegen. Zudem gebe es inzwischen 805 bestätigte und wahrscheinliche Verletzte in diesem Zusammenhang, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit.

Zuletzt hatte die CDC von rund 530 Verletzten und sechs Todesfällen gesprochen. Einer Studie im «New England Journal of Medicine» zufolge gab es bereits mehr als 900 Betroffene, rund 500 davon bestätigt.

Die meisten der Betroffenen (77 Prozent), die über ihre Mischungen Auskunft gaben, hatten THC-Produkte in ihre E-Zigaretten gegeben, wie die Behörde CDC am Freitagabend mitteilte. THC (Tetrahydrocannabinol) steckt in Cannabis und ist hauptsächlich für die berauschende Wirkung der Droge verantwortlich. Die Auswertung weise darauf hin, dass THC eine Rolle bei den Symptomen spiele, schreibt die Behörde, die Daten von 514 Patienten für die Untersuchung analysiert hatte.

Die Ursache für die Lungenschäden ist laut CDC jedoch immer noch unklar. In Deutschland und auch europaweit ist bislang kein ähnlicher Anstieg von Lungenschädigungen bekannt. Die Beschwerden scheinen sich weiterhin auf Benutzer in den USA zu beschränken.

In Deutschland sind die Zusammensetzungen der Wirkstoffe von E-Zigaretten strenger reguliert als in den USA. Die Union im Bundestag hatte jedoch erst am Mittwoch strengere Regeln für nikotinfreie E-Zigaretten angemahnt. Wer auf Nikotin verzichte, sei bisher ungeschützter, hatte Fraktionsvize Gitta Connemann (CDU) gesagt. «Das ist absurd.» Für nikotinfreie E-Zigaretten und aromatisierte Flüssigkeiten (Liquids) gelten demnach bisher die weniger strengen Regeln des Lebensmittelrechts.

Nicht für sie anwendbar sei die tabakrechtliche Vorgabe, dass alle Inhaltsstoffe in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils auf der Packung stehen müssen, hieß es. Dies gelte auch für eine per Verordnung festgelegte Liste mit verbotenen Zusatzstoffen. Diese Lücke werde im Markt zusehends ausgenutzt, indem Händler unregulierte Liquids zusammen mit Nikotin-Shots zum Selbermischen anböten. «Welcher Dampfer weiß schon, dass nur Nikotinprodukte wirklich reguliert sind?» Für Panik bestehe hierzulande aber kein Anlass.

Rauchen sei zwar um ein Vielfaches schädlicher als Dampfen. «Weniger schädlich bedeutet aber nicht harmlos», betonte die CDU-Politikerin. «Nikotin, Propylenglykol und Co. machen nicht gesund.» Die Folgen seien nebulös, Langzeitstudien fehlten. «Gesundheitsbotschaften und E-Zigaretten gehören nicht zusammen», so Connemann.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
27. 09. 2019
20:58 Uhr

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