Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

Wissenschaft

Weniger Gequake am Teich: Frösche und Kröten in Gefahr

Immer mehr Tümpel und Teiche werden zugebaut, viele Gärten ähneln eher Golfplätzen als Naturräumen: Für Frösche, Unken und Kröten hat diese Entwicklung dramatische Folgen. Viele heimische Arten gelten mittlerweile als gefährdet.



Wasserfrosch
Ein Wasserfrosch blickt in die Kamera des Fotografen. Von den 14 einheimischen Froschlurcharten sind nur fünf nicht gefährdet.    Foto: Karl-Josef Hildenbrand » zu den Bildern

An Tümpeln und Teichen ist um diese Jahreszeit oft lautes Quaken zu hören - doch viele Frösche, Kröten und Unken in Deutschland sind bedroht.

Von den 14 einheimischen Arten sind nur fünf ungefährdet, wie die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen darlegt. Gelbbauch- und Rotbauchunken gelten als «stark gefährdet», fünf weitere Arten als «gefährdet». Der Kleine Wasserfrosch wird als «gefährdet mit unbekanntem Ausmaß» eingeschätzt, die Kreuzkröte steht auf einer Vorwarnliste. Die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Steffi Lemke, fordert von der Bundesregierung mehr Engagement im Kampf gegen das Artensterben.

An diesem Sonntag ist der von der Organisation «Save the Frogs!» 2009 ins Leben gerufene Tag zur Rettung der Frösche. In Deutschland leben insgesamt 15 Forschlurcharten, also Frösche, Kröten und Unken, der amerikanische Ochsenfrosch ist eine invasive Art. «Alle stark gefährdeten und gefährdeten Arten, die Kreuzkröte (...) sowie der nicht gefährdete Grasfrosch (...) zeigen im kurzfristigen Bestandstrend bundesweit starke Abnahmen oder eine Abnahme unbekannten Ausmaßes», schreibt das Bundesumweltministerium.

Lemke mahnte: «Das weltweite Artensterben ist im vollen Gang. Auch Frösche, Unken und Kröten sind betroffen von den Auswirkungen der Klimakrise und den Verlust von Lebensräumen.»

Auch nach den Aalen in Deutschland haben die Grünen sich erkundigt. Seit 1995 seien die Bestände in den deutschen Binnengewässern um rund drei Viertel zurückgegangen, von 34.000 Tonnen auf 7500 Tonnen im Jahr 2016, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitag) mit Verweis auf das Landwirtschaftsministerium. Als mögliche Faktoren würden unter anderem intensive Fischerei, Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung sowie der Klimawandel diskutiert.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 04. 2019
11:55 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Artenschwund Bundesumweltministerium Deutscher Bundestag Drohung und Bedrohung Gefahren Landwirtschaftsministerien Regierungseinrichtungen der Bundesrepublik Deutschland Steffi Lemke Umweltverschmutzung
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Löwe

17.08.2019

Handel mit Wildtieren: Eine Lösung für deren Schutz?

Immer mehr wildlebende Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Können die Jagd oder ein nachhaltiger Handel ihnen beim Überleben helfen? Darüber streiten Tierschützer und Regierungen. » mehr

Schweinswal

02.05.2019

2018 über 200 tote Schweinswale an der Ostseeküste gefunden

An der deutschen Ostseeküste sind im vergangenen Jahr 203 tote Schweinswale gefunden worden. In Schleswig-Holstein waren es 134, in Mecklenburg-Vorpommern 69 verendete Tiere. » mehr

Bodensee

30.10.2019

Experten sehen Seeforellen im Bodensee gefährdet

Ein wegen des Klimawandels stärker schwankender Wasserstand des Bodensees kann nach Überzeugung von Experten zur Gefahr für die Seeforellen dort werden. » mehr

Orchidee des Jahres 2019 gekürt

19.10.2019

Orchidee des Jahres: Knabenkraut leidet unter Klimawandel

Es gibt prächtige, aber auch unscheinbare heimische Orchideen. Viele von ihnen sind in ihren Lebensräumen bedroht. Um darauf aufmerksam zu machen, wird die Orchidee des Jahres bestimmt - 2020 eine Schönheit mit purpurfar... » mehr

Sternenhimmel

12.11.2019

All-Machtfantasien: Wettstreit um den Zugang zum Weltraum

Ein Weltraumbahnhof in Deutschland - für BDI-Präsident Dieter Kempf ist das realistisch. Das All ist längst nicht mehr nur Ziel unserer Entdeckerfantasien. China, die USA und Russland ringen dort um die Vorherrschaft. Di... » mehr

Ariane-Rakete

12.11.2019

Bundesregierung will Gelder für Raumfahrtagentur Esa kürzen

Die Bundesregierung will der europäischen Raumfahrtagentur Esa die Mittel kürzen und mehr Geld für rein deutsche All-Missionen ausgeben. Das sieht ein Antrag der Großen Koalition vor. Über das Papier berichtete zuerst di... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

töpfermarkt

töpfermarkt | 06.12.2019
» 16 Bilder ansehen

2000er-Party Susi Weißenstadt

2000er-Party Susi Weißenstadt | 30.11.2019 Weißenstadt
» 49 Bilder ansehen

Selber Wölfe - EV Lindau

Selber Wölfe - EV Lindau | 06.12.2019 Selb
» 31 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 04. 2019
11:55 Uhr



^