Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"BlitzerwarnerCoronavirus

Wissenschaft

Zweiter Toter nach Ebola-Ausbruch in Uganda

Zuletzt hatten internationale Experten vorsichtige Hoffnungen geäußert, die Ebola-Epidemie im Kongo bald in den Griff zu bekommen. Nun gibt es schon zwei Todesfälle in einem Nachbarland.



Ebola im Kongo
In Beni im Kongo reinigen sich Helfer nach der Arbeit in einem Ebola-Behandlungszentrum.   Foto: Al-Hadji Kudra Maliro/AP

Kurz nach Bekanntwerden von Ebola-Fällen in Uganda ist dort ein zweiter Patient an der Krankheit gestorben. Bei dem Opfer handelt es sich um die Großmutter eines zuvor an der Krankheit gestorbenen Fünfjährigen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Am Freitagabend will die Weltgesundheitsorganisation WHO entscheiden, ob sie wegen der anhaltenden Epidemie eine «Gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» ausrufen muss. Sie würde dann schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche empfehlen, etwa mehr Grenzkontrollen oder die Einrichtung weiterer Behandlungszentren.

Kind und Großmutter hatten sich bei einem Besuch im benachbarten Kongo mit dem gefährlichen Virus infiziert. Auch bei einem dreijährigen Kleinkind war das Virus diagnostiziert worden. Die Familie war am Sonntag unter Umgehung der gesundheitlichen Kontrollen am Grenzübergang nach Uganda eingereist.

Die Angehörigen wurden zunächst unter Quarantäne gestellt, aber mittlerweile in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium des Kongos ins Nachbarland zurückgeschickt, wie Ugandas Gesundheitsministerin Jane Ruth Acheng in einer Mitteilung erklärte. Damit gebe es nun offiziell «keinen bestätigten Fall von Ebola in Uganda», fügte sie hinzu.

Allerdings befinden sich weiterhin drei Menschen, die nicht mit den bisherigen Ebola-Fällen verwandt sind, in einer Isolationsstation im Westen Ugandas, wo ein Bluttest auf das Virus läuft. Das hämorrhagische Fieber endet für viele Infizierte mit dem Tod.

Wegen der Gewalt in den kongolesischen Provinzen Nord-Kivu und Ituri ist es schwierig, den bislang zweitschwersten bekannten Ebola-Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. Im Ost-Kongo haben sich seit dem offiziell festgestellten Beginn der Epidemie rund 2100 Menschen mit dem Virus angesteckt, etwa 1400 davon erlagen der Krankheit.

Uganda hatte in den vergangenen Monaten mit internationaler Unterstützung bereits Vorkehrungen gegen ein mögliches Einschleppen von Ebola getroffen. Menschen sind an der Grenze aufgefordert, sich die Hände mit Seife zu waschen, Händeschütteln und Umarmen sowie große Menschenansammlungen zu vermeiden. Allein im Ort Kasindi überqueren täglich bis zu 25.000 Menschen die Grenze.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 06. 2019
16:52 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Ebola-Fieber Epidemien Gesundheitsminister Gesundheitsministerien Hämorrhagisches Fieber Infektionskrankheiten Infektionspatienten Nord-Kivu Patienten Twitter Weltgesundheitsorganisation
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Ebola im Kongo

04.03.2020

WHO meldet Entlassung von letzter Ebola-Patientin im Kongo

Bei der Ebola-Epidemie im Kongo ist nach Auskunft der Weltgesundheitsorganisation WHO die letzte Patientin entlassen worden. Sie war im ostkongolesischen Beni behandelt worden. » mehr

Ebola im Kongo

02.05.2019

Drastischer Anstieg neuer Ebola-Fälle im Kongo

Die lebensgefährliche Seuche Ebola breitet sich im Kongo weiter aus. Helfer stehen vor einem Dilemma: Sie müssen sich vor Angriffen von Milizen schützen und gleichzeitig das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen. Zudem gibt... » mehr

Ein Covid-19-Patient

25.08.2020

Menschen können sich mehrmals mit Corona infizieren

Anders als etwa bei Masern ist man nach einer Coronavirus-Infektion offenbar nicht völlig immun. Neue Ansteckungen sind möglich. Wie schlimm ist das? Maskentragen und Abstandhalten auf ewig? » mehr

Blutuntersuchung

24.08.2020

Schützt überstandene Corona-Infektion vor Neuansteckung?

Bei vielen Infektionskrankheiten gilt: Hat ein Patient die Erkrankung hinter sich, ist er einige Zeit vor dem Erreger geschützt. Bei Corona gibt es dazu zwar viel Forschung, aber kein klares Ergebnis. Zuletzt gaben einig... » mehr

Ebola

12.02.2020

Noch keine Entwarnung bei Ebola-Ausbruch im Kongo

Im Kongo wütet eine der gefährlichsten Krankheiten in einer der instabilsten Regionen Afrikas. Doch endlich scheinen Helfer Ebola langsam unter Kontrolle zu bekommen. Die WHO hebt den Notstand dennoch nicht auf. » mehr

UNAIDS: Die Welt ist beim Kampf gegen HIV und Aids nicht auf Kurs

06.07.2020

UNAIDS: Die Welt ist beim Kampf gegen HIV nicht auf Kurs

Die Weltgemeinschaft will HIV bis 2030 besiegen, aber derzeit scheint dieses Ziel kaum erreichbar. Schon vor der Corona-Krise waren viele Länder nicht auf der Zielgeraden. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Konzert Wildes Holz beim Forum Naila Naila

Wildes Holz beim Forum Naila | 20.09.2020 Naila
» 28 Bilder ansehen

Ein Abend unter Freunden - Alte Filzfabrik Hof

Ein Abend unter Freunden - Alte Filzfabrik | 29.08.2020 Hof
» 35 Bilder ansehen

FC Trogen - SG Regnitzlosau Trogen

FC Trogen - SG Regnitzlosau |
» 62 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 06. 2019
16:52 Uhr



^