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49. Hofer Filmtage

Den Filmtagen ein Denkmal setzen

Die Bürgerstiftung lässt Design-Studenten Studien anstellen: Wie könnte ein Objekt aussehen, dass ganzjährig an die Filmtage erinnert? Gedankenspiele sollen Realität werden.



Zwölf verschiedene Vorschläge haben die Studenten ausgearbeitet. Filmtage-Chef Heinz Badewitz beschäftigte sich mit jeder einzelnen Designstudie intensiv. Fotos: K. D.
Zwölf verschiedene Vorschläge haben die Studenten ausgearbeitet. Filmtage-Chef Heinz Badewitz beschäftigte sich mit jeder einzelnen Designstudie intensiv. Fotos: K. D.   » zu den Bildern

Hof - Ein Filmband, das sich durch die Fußgängerzone schlängelt und zugleich als Sitzbänke dient? Ein großes Kino-Ticket, das auf das Jubiläum hinweist? Ein Stahlzylinder mit integrierten Bildtrommeln, der nachts zum Leben erwacht? Oder eine Reihe bunter Lichtpunkte, die sich vom "Scala-Kino" zum "Central" ziehen? Im nächsten Jahr werden die Internationalen Hofer Filmtage zum 50. Mal über die Bühne gehen. Sollte man ihnen ein Denkmal setzen?

Ja, sagen die Mitglieder der Hofer Bürgerstiftung. Seit 49 Jahren ist Hof das "Home of Films", die Heimat der Filme, wie es Wim Wenders treffend beschrieb. Seit ebenso vielen Jahren sind die Filmschaffenden für einige Tage in der Stadt zu Gast, hier pocht nach wie vor ungebrochen das Herz des jungen deutschen, aber auch des unabhängigen internationalen Films. Einige wenige Tage im Herbst stehe die Saalestadt im Fokus der Kinowelt und der Medienberichterstattung. Doch was erinnert eigentlich im laufenden Jahr an die Internationalen Hofer Filmtage?

Genau diese Frage hat sich die Hofer Bürgerstiftung gestellt. Wie kann ein Besucher, der durch Hof läuft, sehen, dass er in einer Festival-Stadt ist? Ganz schnell waren sich die Mitglieder von Vorstand und Kuratorium der Hofer Bürgerstiftung einig. Hier muss etwas geschehen. Wenn es der Wille der Stadt ist, wenn Filmtage-Chef Heinz Badewitz von der Idee überzeugt werden kann - und wenn sich ein realisierbarer Vorschlag findet, dann möchte die Stiftung die Umsetzung in die Wege leiten. So dachten es sich die Mitglieder. Und Peter Nürmberger, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Hof, hat daraufhin mit Bernd Rößler von der Staatlichen Fachschule für Produktdesign Selb Kontakt aufgenommen. Man kennt sich natürlich. Das Schlappentags-Denkmal kommt auch aus der Selber Kreativschmiede, die vor allem Autobauer für sich nutzen. Kaum jemand verlässt die Schule ohne Job-Angebote. Die 3D-Ausbildung in dem Gebäude an der Weißenbacher Straße genügt höchsten Ansprüchen.

Ein Objekt für die Hofer Filmtage: Für Rößler ist das eine interessante Aufgabe, an die er gerne mit seinen Studenten herangeht. "Wie kann man den Hofern und ihren Gästen erklären, was die Hofer Filmtage sind?", war die Fragestellung, mit der sich die jungen Leute Anfang des Jahres begannen auseinanderzusetzen. Zwölf Vorschläge kamen am Ende des Semesters heraus. Tolle, ideenreiche Vorschläge. Und jeder Nachwuchs-Designer präsentierte dazu noch ein mögliches Filmpreis-Objekt.

Ein Dutzend Vorschläge also, die inzwischen der Bürgerstiftung, Vertretern der Stadt und natürlich dem Team um Heinz Badewitz vorgestellt wurden. Letzterer sah genau hin, sprach mit den jungen Designern und war am Ende total begeistert. Er ermutigte die jungen Menschen, weiterzumachen.

"Denkmäler setzt man für etwas Vergangenes, wir planen ein Objekt zum Geburtstag", hatte Fachschulen-Chef Rößler versprochen. Denn das Objekt, so es denn realisierbar ist, soll ganzjährig der "Stellvertreter der Filmtage" sein. Drei Vorschläge kamen bei der ersten Sichtung der oben genannten Betrachter in die engere Wahl. Nun sind die Fachleute der Stadt gefragt. Der nächste Schritt ist zu prüfen, ob die Vorschläge praxistauglich sind. Da geht es sowohl um die technischen Fragen wie auch die Preiskalkulation. Und dann werden sich Vertreter von Stadt, Stiftung und Filmtage erneut treffen. Die Zeit drängt.

Bürgerstiftung Hof

Stiftungen herkömmlicher Art eignen sich kaum für kleinere Beträge. Hier setzt das Konzept der Bürgerstiftung Hof an. Dieses lässt sowohl mit dem Namen verbundene Stiftungen wie auch zweckgebundene Beiträge ebenso zu wie anonymes Mäzenatentum.

Wer kann mitmachen? Jeder Bürger, der sich Hof verbunden fühlt, kann mitwirken. Man muss dazu nicht besonders reich sein, heißt es dazu in einer Information. Bürgerschaftliches Engagement sei typisch für Hof. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt haben sich im Laufe ihrer Geschichte vieles selbst geschaffen, was zur Lebensqualität beiträgt und für die Menschen unabdingbar ist.

www.buergerstiftung-hof.eu

 
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Veröffentlicht am:
12. 10. 2015
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