Lade Login-Box.
Topthemen: Hofer Filmtage 2019EhrenamtskampagneVER Selb


49. Hofer Filmtage

Kunst aus kreativem Kosmos

Die Schauspielerin und Regisseurin Katharina Marie Schubert nahm heuer den 30. Filmpreis der Stadt Hof entgegen. Als bester Nachwuchsspielfilm wurde "Fuge" von Constantin Hatz ausgezeichnet.



"Well done!": Mit der Preisträgerin Katharina Marie Schubert freuten sich der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Filmtage-Chef Heinz Badewitz und der Laudator Oliver Haffner (von links). Fotos Michael Giegold
"Well done!": Mit der Preisträgerin Katharina Marie Schubert freuten sich der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Filmtage-Chef Heinz Badewitz und der Laudator Oliver Haffner (von links). Fotos Michael Giegold   » zu den Bildern

23.10.2015 - Filmpreis-Verleihung der Stadt Hof - Foto: Marcel Kliemann

Filmpreis%20(25).jpg
Filmpreis%20(29).jpg
Filmpreis%20(40).jpg
Filmpreis%20(28).jpg
Filmpreis%20(37).jpg
Filmpreis%20(33).jpg
Filmpreis%20(35).jpg
Filmpreis%20(39).jpg
Filmpreis%20(38).jpg
Filmpreis%20(36).jpg
Filmpreis%20(34).jpg
Filmpreis%20(32).jpg
Filmpreis%20(31).jpg
Filmpreis%20(30).jpg
Filmpreis%20(27).jpg
Filmpreis%20(26).jpg
Filmpreis%20(24).jpg
Filmpreis%20(23).jpg
Filmpreis%20(22).jpg
Filmpreis%20(21).jpg
Filmpreis%20(20).jpg
Filmpreis%20(19).jpg
Filmpreis%20(18).jpg
Filmpreis%20(17).jpg
Filmpreis%20(16).jpg
Filmpreis%20(15).jpg
Filmpreis%20(14).jpg
Filmpreis%20(13).jpg
Filmpreis%20(12).jpg
Filmpreis%20(11).jpg
Filmpreis%20(10).jpg
Filmpreis%20(9).jpg
Filmpreis%20(8).jpg
Filmpreis%20(7).jpg
Filmpreis%20(6).jpg
Filmpreis%20(5).jpg
Filmpreis%20(4).jpg
Filmpreis%20(3).jpg
Filmpreis%20(2).jpg
Filmpreis.jpg

Hof - "Du öffnest den Blick auf die Tragik des Lebens." Dieser Satz, den der Regisseur Oliver Haffner in seiner Laudatio über Katharina Marie Schubert, die jüngste Trägerin des Filmpreises der Stadt Hof, sagte, könnte genauso gut den anderen Gewinner des Abends meinen: Constantin Hatz, der zuvor den mit 10 000 Euro dotierten Förderpreis Neues Deutsches Kino entgegennahm. Hatz, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, hatte sich gegen acht Mitbewerber durchgesetzt, die den drei Jury-Mitgliedern, wie zu hören war, die Entscheidung denkbar schwer gemacht hatten. Dass sie sich dennoch für Hatz und seinen Film "Fuge" entschieden, begründen sie so: "Ein abgrundtief ehrlicher Film. Er ist mutig und wegweisend. Mit stilistischer Reife, in klaren kraftvollen Bildern komponiert der Regisseur sein Thema und zeigt uns, wie viel Kraft es kostet, sich zu öffnen und über Gefühle zu kommunizieren. Ein intensiver Film, der uns nicht loslässt."

Fesseln kann auch Katharina Marie Schubert mit ihrer Kunst - egal, ob sie vor oder hinter der Kamera steht. Nachdem sie 2006 zunächst als Darstellerin im Film "Shoppen" von Ralf Westhoff bei den Filmtagen zu Gast war, hatte Heinz Badewitz sie 2009 und 2011 mit ihren beiden ersten eigenen Kurzfilmen "Wabosch Wilma" und " Another fucking ..." eingeladen; und er hat damit wie so oft ein Näschen für vielversprechende Filmemacher bewiesen.

Oliver Haffner, der die Preisträgerin seit der gemeinsamen Zeit am Max-Reinhardt-Seminar in Wien kennt und mit ihr 2014 den preisgekrönten Film "Ein Geschenk der Götter" drehte, sagte, sie schöpfe aus einem "kreativen Kosmos" und beschrieb ihre Arbeit als "anarchisch und handwerklich fundiert zugleich". Der Laudator weiter: "Du öffnest den Blick auf die Tragik des Lebens mit beeindruckender Stilsicherheit - ohne Belehrung, ohne Betroffenheit. Du verführst durch den genauen, liebevollen Blick zu einem Lachen, das die Absurdität des Lebens erträglich macht." So gelinge der Schauspielerin, was nur wenigen gelingt: "Du berührst zutiefst, und das tust Du, weil Du uns nichts vormachst. Du schenkst Dir nichts, und trotzdem ist es diese ungemeine Leichtigkeit, die unangestrengte Lebensnähe, die Dein Spiel so einzigartig und facettenreich macht." Katharina Schubert möchte nicht in einer Rolle glänzen, "Du möchtest eine Figur aufrichtig begreifbar machen, weil Du zutiefst von der Kraft des Kinos überzeugt bist. Du bist eine wunderbare Erzählerin mit Haltung. Und das ist selten." Man könne der Stadt Hof zur Entscheidung nur von ganzem Herzen gratulieren. "Well done, Hof! Well done, Katharina!"

Die Preisträgerin war "ganz geschockt" angesichts der namhaften Reihe ihrer Vorgänger - von Doris Dörrie über Wim Wenders bis Caroline Link. "Ich nehme das mal als Aufforderung", sagte die 38-Jährige und betonte, wie ungeheuer wichtig es sei, gerade junge Filmemacher zu fördern. Die Verantwortlichen der Filmförderung forderte sie auf: "Es ist nicht wichtig, die Filme großer Stars zu unterstützen. Sie bekommen Geld von der Bank, und die Bank bekommt es auch wieder zurück. Filmförderung muss für die da sein, die in 10 oder 20 Jahren das große Publikum begeistern könnten!"

Zuvor hatte der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner der sympathischen Künstlerin den Preis überreicht: das von Armin Dick entworfene elegante Porzellanobjekt, die Urkunde sowie den obligatorischen, in Hof gefertigten Schal.

-----

"Fuge" von Constantin Hatz läuft noch einmal heute, Samstag, 11 Uhr, im Cinema.

Autor

Von Kerstin Starke
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
24. 10. 2015
00:00 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Caroline Link Doris Dörrie Filmakademie Baden-Württemberg Filmemacher Filmförderung Filmpreise Katharina Marie Schubert Preisträger Regisseure Schauspielerinnen Weltall Wim Wenders
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Verleihung Filmpreis Stadt Hof und Förderpreis Neues Deutsches Kino

Aktualisiert am 25.10.2018

Filmpreis für einen klugen Kopf

Die Stadt Hof zeichnet heuer Alfred Holighaus aus. Seit Jahrzehnten ist er den Hofer Filmtagen eng verbunden. Beim 50. Jubiläum gehörte der Präsident der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft zum Ehrenkuratorium. » mehr

Stammgast bei den Hofer Filmtagen: Regisseur und Drehbuchautor Constantin Hatz. Foto: Frank Wunderatsch

25.10.2018

"Man braucht als Filmemacher einen langen Atem"

Constantin Hatz ist erst 28 Jahre alt, doch präsentiert er bei den Hofer Filmtagen bereits seinen vierten Film. Zwei Mal erhielt er hier einen Preis. Jetzt ist sein neues Werk erneut nominiert. » mehr

Samir

24.09.2019

Filmtage widmen Samir Werkschau

Dem irakisch-schweizerischen Filmemacher Samir ist bei den diesjährigen Hofer Filmtagen die Werkschau gewidmet. » mehr

Goldene Aussichten

26.10.2018

Goldene Aussichten

An diesem Samstag wird bei den Hofer Filmtagen ein echter Hochkaräter verliehen. Der neue Preis ist 35.000 Euro wert und geht an einen Nachwuchs-Regisseur. » mehr

26.10.2017

Preis für einen engagierten Beobachter

Die Stadt Hof zeichnet heuer Wolfgang Ettlich aus. Seit mehr als 30 Jahren erzählt der Dokumentarfilmer Geschichten über Menschen - auch in der Region war er schon unterwegs. » mehr

27.10.2016

Hofer Filmpreis geht an Aylin Tezel

Neben der traditionellen Auszeichnung gibt es zum 50. Festival einen Spezialpreis. Er geht an den langjährigen Organisationsleiter Rainer Huebsch. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Herbstkirchweih mit Gewerbeschau in Oberkotzau Oberkotzau

Herbstkirchweih in Oberkotzau | 20.10.2019 Oberkotzau
» 40 Bilder ansehen

Thiersheim

Thiersheimer Wirtshausnacht | 19.10.2019 Thiersheim
» 30 Bilder ansehen

Selber Wölfe - ERC Sonthofen 3:1

Selber Wölfe - ERC Sonthofen 3:1 |
» 37 Bilder ansehen

Autor

Von Kerstin Starke

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
24. 10. 2015
00:00 Uhr



^