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Kritiken

Chucks

Ohne „Beschädigungen“ geht kein junger Mensch seinen Weg durch die Gesellschaft, das wissen die beiden Regisseure.



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2012, in „Anfang 80“, zeigten sie die Liebe zweier alter Menschen als „das Natürlichste von der Welt“, wie die Frankenpost schrieb. Im neuen Film ist Liebe nichts Selbstverständliches: Zwischen Mae und den anderen Sprayern aus ihrer Clique keimt bestenfalls Anhänglichkeit, und eher wie Unkraut.

Ein Feuerkopf ist Mae, das verraten schon ihre flammendroten Haare. Als sie noch ein Kind und keine Rebellin war, starb ihr geliebter Bruder; „wütend“ ist sie seither. Zu Sozialarbeit verdonnert, trifft sie in einer AIDS-Beratungsstelle auf Paul: älter als sie, gelassener, erwachsener, kein Frauenversteher, aber voller Verständnis. Einen Gefährten wie den verlorenen Bruder entdeckt Mae erstmals wieder in ihm, und einen Liebhaber, dem es um Liebe geht. Die freilich hat keine Zukunft: Unheilbar und schnell geht Paul dem Tod entgegen.

Dass der zum Leben gehört, und zur Liebe das Zusammenstehen bis zuletzt: Das lassen die Regisseure der feinnervigen Romanverfilmung ihre Heldin – Anna Posch, „ziemlich gefährliche“ – begreifen und bekräftigen. Zwischen den akkurat beobachteten Handlungsepisoden halten statische Stimmungsberichte das Geschehen an, oft untermalt von lauter Musik. Trotzdem kehrt immer mehr Ruhe in Maes reifendes Wesen, in der eindringlichen Erzählung und den Bildern ein, bis zur Stille am Schluss. Der kann, bei solcher Tragödie, kein Happy End sein. Und doch steht er im Zeichen der Hoffnung.


Spannung: *--  Anspruch:**-  Humor: *--

Regie: Sabine Hiebler und Gerhard Ertl; Österreich; Spielfilm; 93 Minuten.



Freitag, 14.15 Uhr, Central, Sonntag, 19 Uhr, Regina
 
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Von Michael Thumser
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Veröffentlicht am:
22. 10. 2015
14:19 Uhr

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Gerhard Ertl Liebe Regisseure
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Von Michael Thumser

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Veröffentlicht am:
22. 10. 2015
14:19 Uhr



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