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MeToo: Hilfe bei Missbrauch in Film und TV

Die Vertrauensstelle "Themis" soll helfen, sexuelle Belästigung im deutschen Filmgeschäft aufzudecken. Wie das funktioniert, wird heute im Galeriehaus erläutert.



Simone Wagner
Simone Wagner  

Hof - Nach den Enthüllungen über Harvey Weinstein, der jahrelang Schauspielerinnen sexuell belästigte und missbrauchte, breitete sich weltweit eine Debatte über sexuelle Gewalt und Sexismus aus. Auch in Deutschland wurde der Ruf nach Konsequenzen laut - so dürfe es nicht weitergehen.

Fragen und Antworten

Wie genau die Vertrauensstelle "Themis" arbeitet und wie sich Betroffene melden können, wird am Mittwoch bei einem Dialog im Galeriehaus erläutert. Beim Dialog dabei sind Schauspielerin Simone Wagner und Rechtsanwalt Bernhard F. Störkmann. Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Was aber hat sich seitdem in der Filmbranche getan? Simone Wagner, Schauspielerin und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Schauspiel, denkt, dass die Branche durch die #MeToo-Debatte endlich aufgewacht ist.

 

Denn als Reaktion auf die Weinstein-Affäre haben 17 deutsche Verbände aus Film und Fernsehen eine Vertrauensstelle ins Leben gerufen, an die sich Betroffene von sexuellen Übergriffen wenden können. "Themis" heißt sie und ist nach der griechischen Göttin der Gerechtigkeit benannt. Anfang Oktober nahm sie ihre Arbeit auf.

"Es hat noch nie so ein breit aufgestelltes Bündnis in unserer Branche gegeben", sagt Schauspielerin Simone Wagner. In einem geschützten Raum sollen sich von sexueller Belästigung und Gewalt betroffene Beschäftigte aus den Branchen Film, Fernsehen, Theater und Orchester an eine Juristin oder eine Psychologin wenden können. Neben der Aufarbeitung solle es auch um Prävention und Aufklärung gehen.

Im Vergleich zu Hollywood ist die deutsche Film-, Fernseh- und Bühnenwelt relativ klein. Jeder kenne irgendwie jeden, es sei wie in einer kleinen Stadt, erklärt Simone Wagner. Dadurch entstünden schnell Abhängigkeiten und ungesunde Näheverhältnisse. "Bei Betroffenen herrscht oft Angst vor beruflichen Nachteilen im Fall einer Beschwerde", sagt Simone Wagner. Diese Angst solle die Vertrauensstelle nehmen.

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Alina Juravel

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Veröffentlicht am:
24. 10. 2018
00:00 Uhr

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24. 10. 2018
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